Erste Hilfe bei Liebeskummer

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Erste Hilfe bei Liebeskummer

Beitrag  koc am Mo März 05, 2012 10:54 am

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Was ist Liebeskummer?
Wie Trauer heilt
Die drei Teile des Menschen
Die Verbindung
Liebeskummer betrifft alle drei Teile
Stress abbauen
Liebeskummer im Bewusstsein
Betrug!
Die Bedeutung des Liebeskummers
Angst vor dem Unbekannten
Denkweisen

2. Was kann ich dagegen tun?
Erzähl mir die Wahrheit über die Liebe
Weiterleben
Wie du die Gewohnheiten deines Verstandes für dich nutzen kannst
Die Macht der Perspektive
Übung: Übungen zum Wechsel der Perspektive
Die Macht der inneren Einstellungen ( States )
Wie du Visualisierungen nutzen kannst
Übung: Ein neuer Blickwinkel auf den Ex-Partner
Wie man die Variablen der Vorstellungen ändert
Wie man sich selbst konditioniert
Die Macht der Vorstellung
Warum manche Leute Liebeskummer haben und andere nicht
Wie man sich ver- und entliebt
Übung: Anleitung zum Entlieben
Gedankenfeldtherapie
Übung: Innere Heilung durch Antippen

3. Warum habe ich diese Gefühle?
Gefühle
Carl Jung
Aus den Gefühlen lernen
Tatsachen und Gefühle
Gefühle über Gefühle
Übung: Eine andere Zukunft
Verstehe deine Gefühle
Übung: Finde die gute Absicht
Ergründe die Bedeutung der Gefühle
Warum sich manche Menschen nicht trennen können
Der Ausbruch
Übung: Die Schwellen-Übung

4. Wie soll ich mit dem Expartner umgehen?
Der Ich- Club
„Mein Ex-Partner verlässt sich auf mich!“
Übung: Grenzen setzen
Sex mit dem Ex?
„Mein Ex-Partner spielt Spielchen!“
Soziale Konditionierungen
Verlässlichkeit
In einen Kampf hineingezogen werden
Übung: Der beruhigende Anker
Spiel nicht den Oberlehrer!
Niemand ist perfekt
„Warum fühle ich mich so unsicher wenn ich meinen Ex-Partner sehe, auch wenn ich die Beziehung beendet habe?“
„Er hatte eine Affaire, er hat mein Herz gebrochen, aber jetzt lässt er mich nicht in Ruhe!“
„Er weigert sich anzuerkennen, dass es vorbei ist!“
Scham
Opfer, Ankläger und Helfer
Übung: Betrachte den Film
Wie man Eifersucht und schlechte Gedanken überwindet
Übung: Blende es aus!
Entziehe dich
„Mein Ex-Partner versucht, meine Freunde gegen mich aufzubringen!“
Lachen
Übung: Zurück zum Absender

5. Warum musste das mir passieren und was kann ich tun damit es nie wieder passiert?
Unsere Wahl
Unser Umfeld
Unsere Prägung
Die Familie ist ein Geisterhaus
Nicht erfüllte Bedürfnisse
Eltern als Rollenmodelle
Paarprägungen
Familienhypnose
Wiederholen von Beziehungsmustern
Die Lösung
Übung: Die Umprägung

6. Was kann ich tun um mich wieder besser zu fühlen?
Maxwell Maltz
Übung: Der Selbstwertgefühl-Verstärker
Sich selbst erfüllende Prophezeiungen
Der innere Dialog
Übung: Die Augen der Liebe
Selbstbewusstsein ist fest installiert
Übung: Der freundliche Spiegel

7. Eine neue Liebe
Es gibt keine Zauberformel
Vorstellungen von der Liebe
Entwicklungen in der Neuzeit
Wie man Erfolg bei der Partnersuche hat
Wie man seinen neuen Partner wählt

8. Liste der Übungen

Übungen zum Wechsel der Perspektive
Ein neuer Blickwinkel auf den Ex-Partner
Anleitung zum Entlieben
Innere Heilung durch Antippen
Eine andere Zukunft
Finde die gute Absicht
Die Schwellen-Übung
Grenzen setzen
Der beruhigende Anker
Betrachte den Film
Blende es aus
Zurück zum Absender
Die Umprägung
Der Selbstwertgefühl-Verstärker
Die Augen der Liebe
Der freundliche Spiegel

koc

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Einleitung

Beitrag  koc am Mo März 05, 2012 10:55 am

Einleitung



Dieser kleine Ratgeber ist für alle die von dem Ende einer Beziehung verletzt sind – also für wahrscheinlich alle von uns. Wenn du diesen Schmerz, die Verzweiflung und die Verwirrung kennst, wird er dir helfen. Nur du kennst die Träume die du verloren hast und die Schmerzen die das verursacht. Du hast einen Teil von dir selbst in die Beziehung eingebracht, deiner Zukunft,. Als die Beziehung beendet wurde, wurde auch diese Zukunft zerstört. Klar, dass das wehtut.

Zu Beginn kannst du dir nicht vorstellen, dass du dich davon jemals erholen kannst. Es ist schwierig so zu denken wegen dem Schock und der Schmerzen. Aber der Lauf des Lebens zwingt dich dazu, weiterzumachen. Egal, wie viel Schmerzen du fühlst, egal wie viel du weinst, dein Herz wird weiterschlagen und deine Lungen werden weiterarbeiten.

Einige der schmerzhaftesten Folgen des Liebeskummers kommen von der Abhängigkeit. Das Dopamin im Gehirn macht uns zappelig und ruhelos und bringt uns dazu, irgendetwas zu unternehmen, um zu bekommen was wir wollen, auch wenn wir doch eigentlich wissen, dass es uns nicht gut tut. Wir wollen zum Haus des/der Ex fahren, anrufen, mit deren Freunden reden.

Die hier vorgestellten Techniken zeigen dir, wie du die problematischen Denkweisen beeinflussen kannst und wie du sie verändern kannst. Wenn du lernst, über deinen Ex anders zu denken, wirst du die Reaktionen deines Körpers verändern. Du fühlst dann anders. Du hast sozusagen die Software deines Gehirns umgeschrieben und die alten Programme laufen nicht mehr. Deine Art über Vergangenheit und Zukunft zu denken, ist befreit von den alten schmerzhaften Denkweisen.

Die Ideen und die Techniken bauen aufeinander auf und wirken zusammen, deshalb schlage ich dir vor, dass du diesen Ratgeber zuerst komplett durchliest und dir dann die Stellen gesondert vornimmst, die dir am besten helfen. Sie benötigen nicht viel Zeit, deshalb kannst du jede Technik dann anwenden, wenn du sie brauchst. Lese dir den Ablauf ein paar Mal sorgfältig durch damit du dir sicher bist wie du vorgehen musst, und dann praktiziere die Technik hochkonzentriert.


Was gewinne ich wenn ich diese Techniken anwende?


Obwohl diese Techniken fast unmittelbare und heftige Erfolge bringen können, werden sie dich nicht aus der Verantwortung entlassen, das zu lernen, was das Leben dich lehren will. Deine Schmerzen kommen nicht ohne Grund. Diese Techniken helfen dir, den Schmerz zurückzulassen, aber die Lektion musst du trotzdem lernen, sonst werden dich deine ungelösten Aufgaben einholen. Der Zweck des Scherzes ist es, dich in der Zukunft zu schützen.

Dein Schmerz hat eine Botschaft für dich. Sie handelt von deinem Stand im Leben und den unbewussten Handlungsmuster die dein Leben bisher beeinflusst haben. Ein wichtiger Teil des Prozesses ist deshalb, dir diese Muster bewusst zu machen. Je mehr du dir dieser unbewussten Erwartungen und Annahmen bewusst wirst, die dich, dein Leben und deine Beziehungen bestimmt haben, desto mehr kannst du sie verändern und verbessern.

Es gibt ein altes Rätsel: „Wer lernt mehr wenn ein Weiser einen Narren trifft?“.
Die Antwort ist natürlich der Weise, weil er aus allem lernt, das er sieht, während ein Narr nie lernt, selbst wenn er den weisesten Menschen der Welt trifft. Es gibt eine Lektion für dich aus jeder Beziehung, unabhängig davon, wie schmerzhaft oder schwer sie sein mag. Wenn du diesen Ratgeber nutzt, wirst du verstehen, warum die Dinge falsch gelaufen sind und du wirst lernen, wie du dafür sorgen kannst, dass dir das nicht wieder passiert. Was du aus dem Liebeskummer lernst, wird dir in der nächsten Beziehung helfen.

Liebeskummer ist wie ein Waldbrand. Lange glaubte man, sie seien eine Katastrophe für den Wald, aber inzwischen weiß man, dass diese Feuer eine wichtige Rolle im Leben des Waldes spielen. Das Feuer verbrennt das Unterholz und das Gestrüpp, die verhindern, dass das Sonnenlicht den Boden erreicht. Erst nach dem Feuer kann neues Leben entstehen.

Manche fragen sogar, ob man sie nach einer Beziehung hypnotisieren könne. Sie wollen die Beziehung komplett vergessen. Das würde aber bedeuten, sein ganzes Leben für die Dauer der Beziehung aus seiner Erinnerung zu löschen. Das würde bedeuten, eine Lücke in das Leben zu reißen und vielleicht Erinnerungen zu löschen, die für sein Leben wichtig sind. Was aber noch schlimmer wäre, es würde nur das Symptom kurieren, nicht den Grund.

Besser ist es doch, den Ex aus dem Leben auszublenden. Aber was würde das bedeuten?
Es bedeutet, nicht mehr über den Ex nachzudenken. Es bedeutet, die Trennung nicht als Verlust zu sehen, sondern als einen Wechsel.

Wir können nicht ändern was passiert ist, aber wir können unsere Gefühle deswegen verändern. Wir können die Schmerz und die Verletzung vermindern so dass wir uns an die Vergangenheit ohne Schmerzen erinnern können.

Der Wunsch nach Rache am Ex ist auch nur eine Art, sich an die vergangene Beziehung zu hängen, hier dann halt in negativer Form. Das ideale Gefühl zu einem Expartner ist nicht Wut oder Hass, sondern Neutralität. Wenn du wirklich frei bist, siehst du zurück und freust dich an dem Guten, das war und bist traurig wegen den schlechten Dingen, aber du fühlst dich nicht mehr verletzt oder angekettet daran.


Du bist nicht alleine


Die Zahl der Reichen und Berühmten ist unbekannt, die trotz Reichtums oder Berühmtheit verlassen wurden. Geld kann dich nicht vor Liebeskummer schützen. Kein noch so großer Ruhm macht es leichter, jemanden zu verlieren. Manchmal beschweren sich die Reichen und Berühmten, dass sie noch mehr unter dem Liebeskummer leiden, weil niemand glauben will, dass unter der erfolgreichen Hülle ein genauso verwirrter Mensch lebt wie alle anderen auch. Keiner ist vor den furchtbaren Gedanken geschützt, die nach dem Ende der Beziehung auftreten. Wir alle haben die schlimmen Gefühle wie Wut, Angst, Frustration, Schuld, Hoffnungslosigkeit, Sorge und Verzweiflung. Aber, zum Anfang ist es gut zu wissen, dass du weder verrückt, noch unbehandelbar und auch nicht alleine bist.

Du erlebst eine Erfahrung, die einerseits zwar jeder durchmacht, aber jeder für sich allein durchmachen muss. Jeder Mensch, reich oder arm, berühmt oder unbekannt, kann lieben und kann Liebeskummer fühlen. Und jeder von uns hat seine eigene Lektion, die er hieraus lernen muss.

Die Buddhisten sagen, dass unsere Herzen gebrochen werden müssen, weil sie sich nur so öffnen können. So gesehen wäre es sogar bedauerlich wenn man im Leben nicht mindestens einmal diese Erfahrung gemacht hätte. Wenn Beziehungen auseinandergehen, lernen wir etwas über uns, das wir sonst nicht lernen würden.
Nur in Beziehungen in die wir uns stark einbringen finden wir unsere eigenen tiefsten Werte und die tiefsten Prägungen, die aus unserer Kindheit stammen, erfüllt. Nur wenn wir uns aus Liebe zu einer Person geöffnet haben, werden wir verletzlich und empfindlich genug für diese Erfahrung und haben die Möglichkeit uns weiterzuentwickeln.

koc

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1. Was ist Liebeskummer?

Beitrag  koc am Mo März 05, 2012 10:55 am

1. Was ist Liebeskummer?


Liebeskummer ist eine sehr komische Krankheit. Er ist extrem schmerzhaft und doch können wir keine Verletzung an unserem Körper finden. Er ist wie ein großer emotionaler Schmerz aber er scheint sich auch aufzuteilen in hunderte andere Gefühle. Wir hassen das Gefühl des Liebeskummers, und doch sehen wir uns überwältigt vom Wunsch, uns in den Erinnerungen zu wälzen, in Ideen und Phantasien, die das Gefühl nur noch schlimmer machen. Was ist los?

Es gibt Beziehungen, die enden nach ein paar Jahren. Beide Partner hatten sich schon vorher emotional voneinander entfernt, deshalb fühlen beide keinen Liebeskummer. Andere Beziehungen zerbrechen bereits nach ein paar Monaten aber diese haben manchmal das Potential, den Verlassenen emotional zu zerstören weil er dachte, mit diesem Partner den Rest des Lebens zu verbringen. Vielleicht hat er von Heirat und Kinderkriegen gesprochen, und zu dem Zeitpunkt meinte er es vielleicht genau so. Der Verlassene hat sich gedanklich schon eine Zukunft eingerichtet in der sie ein glückliches Paar wären mit andauernder Leidenschaft und einem spannenden Leben. Er hat sich schon überlegt, wie ihre Kinder aussehen werden. All dieses Denken und Phantasieren konstruiert starke Verbindungen der Nervenzellen im Hirn. Im Hirn war er schon verheiratet. Wenn dann der Verlassene feststellt, dass er vielleicht sogar betrogen wird, sind augenblicklich all diese Phantasien und Vorstellungen zerstört. Die Bedeutung der Bilder im Kopf dreht sich um. Alles, was der Verlassene noch sieht, ist der Ex im Bett mit einem anderen. Und beim Nachdenken darüber, was passiert ist, verstärkt er mit diesem Nachdenken nur noch die Gefühle des Betrogenwordenseins, des Verlierens, des Versagens. Er fühlt sich schrecklich und, was noch schlimmer ist, er weiß nicht, ob diese Gefühle jemals enden.

Aber das ist lächerlich! Er muss damit aufhören. Aber das ist sicher leicht gesagt. Er kann zuerst nicht aufhören, er kann nichts dagegen tun. Er kann seinen Gedanken nicht befehlen.

Wenn eine wichtige Beziehung endet, wird eine Reihe von verschiedenen Reaktionen ausgelöst. Wir spüren Verlust und Schmerz. Unsere Vorstellung von der Welt werden erschüttert. Unser Gleichgewicht ist gestört, und unsere Gefühle wechseln fast minütlich. Wir sehnen uns nach unserem Ex und im nächsten Moment überwältigt uns die Wut über ihn. Wir wünschen uns nichts mehr als ihn zu sehen, und im nächsten Moment können wir es nicht ertragen, wenn sein Namen genannt wird. Dieses Hin und Her und die Verwirrung vergrößern noch unser Elend.

Liebeskummer resultiert aus dem Ende einer Beziehung. Er kann aber auch davon verursacht werden, dass wir es nicht schaffen, in eine Beziehung mit jemandem zu kommen, den wir wollen. Er kann sogar langsam entstehen, wenn wir feststellen, dass wir in einer Beziehung sind, aus der die Liebe schon verschwunden ist. Dann erfahren wir ein ganzes Bündel von Gefühlen. Wir können wütend sein, traurig, zerstört, verzweifelt, beschämt, verlegen usw. Das emotionale Bombardement ist überwältigend.

Auf lange Sicht haben wir einen natürlichen Umgang mit diesen Gefühlen. Wir haben einen emotionalen Mechanismus der es uns ermöglicht, uns von Verlusten und Schmerzen zu befreien. Wenn wir den nicht hätten, würde die Welt im Jammern untergehen! Trauer, Trennung und Schmerz sind unvermeidliche Teile des Lebens. Der natürliche Weg uns zu erholen ist die Trauer.






Wie Trauer heilt


Trauer ist ein besonderer Prozess in dem wir langsam unsere Anhänglichkeit zu Menschen ( oder Orten oder Sachen oder sogar Möglichkeiten ) verlieren, die wir verloren haben. Klar, im ersten Moment des Liebeskummers ist es kein großer Trost dass sich die Gefühle im Lauf der Zeit verbessern. Wir sind noch nicht bereit dazu, dass sich die Gefühle verbessern – ein Teil von uns hat sich nicht nicht damit abgefunden, was passiert ist. Und auch wenn wir es dann akzeptiert haben, ist es möglich, dass wir den Schmerz missverstehen. Schmerz kommt immer stückweise. Du fühlst dich eine Zeitlang schlecht, dann geht es dir besser. Du fühlst dich gut, dann kommt der Schmerz zurück, dann endet er wieder. Es ist wichtig zu wissen das de Schmerz so wirkt, um nicht besorgt zu sein dass er ewig dauern würde. Das wird er nicht. Er wird aufhören. Aber während das passiert, ist dieses Wissen wichtig für dich und deine Erholung.

Du siehst, wir fühlen nur so viel Schmerz wie nötig ist um unsere Gefühle so weit anzupassen, wie wir können, dann endet er. Wenn wir uns an diese Menge Schmerz und Verlust angepasst haben, erlaubt uns das Unterbewusstsein ein wenig mehr davon zu fühlen, und immer so weiter, bis wir das ganze Ausmaß erfassen können. Dein Unterbewusstsein kümmert sich hier um deine seelische Gesundheit.

Der Prozess des Trauerns kann in vier Schritte aufgeteilt werden.
Der erste, Verleugnung, ist der, in dem wir verleugnen, was passiert ist.
Der zweite, Akzeptanz, ist der, in dem wir das Geschehene zwar akzeptieren, aber immer noch wütend darüber sind.
Im dritten Schritt anerkennen wir unsere Trauer und im vierten Schritt haben wir unseren Verlust akzeptiert und sind in der Lage, zurückzuschauen und uns an den schönen Momenten, die wir hatten, zu erfreuen.

Aber beim Liebeskummer kann es passieren, dass dieser natürliche Prozess nicht richtig funktioniert. Die Leute können „steckenbleiben“ und so immer und immer wieder die selben schmerzhaften Gefühle durchlebend. Als Beispiel nehme ich hier die Geschichte der Frau, die von ihrem zweiten Ehemann wegen einer jüngeren Frau verlassen wurde. Ihr erster Ehemann war gestorben. Sie erzähle, dass es für sie einfacher war, sich von der ersten Trennung zu erholen als davon, vom zweiten Ehemann verlassen worden zu sein.
Als ihr erster Mann starb, änderte sich für sie alles, aber die Liebe zwischen ihnen stand nie in Frage. Es war ein scherzhafter Verlust, aber auch gleichzeitig ein wirklicher Abschluss
Als sie der zweite Ehemann verließ, wurde hierdurch die Liebe in Frage gestellt und dadurch, dass er noch in der gleichen Stadt lebte, machte es für sie schwer, weiterzugehen und ihr Leben zu leben. All diese Fragen über die Vergangenheit und die Zukunft machten den Liebeskummer so schmerzhaft und kompliziert.

Niemand von uns kann es vermeiden Schmerz und Trauer zu fühlen wenn eine Beziehung endet – und wie wir nicht sehen werden, ist eine gewisse Menge davon sogar erforderlich. Aber dieser Ratgeber soll helfen, die unnötigen Wiederholungen des Schmerzes zu ersparen. Er soll helfen, die Denkschemas über die Vergangenheit und die Zukunft zu ändern. Noch wichtiger, während du diese Veränderungen durchläufst und verstehst, bereitest du dich für eine reichere und schönere Beziehung in der Zukunft vor.





Die drei Teile des Menschen


Der Mensch besteht aus drei Teilen:

das Bewusstsein
das Unterbewusstsein
der physische Körper

Diese drei Teile koexistieren und interagieren. Unser Verstand und unsere Gefühle arbeiten in allen drei Teilen. Unser gesamtes herrliches Potential als Mensch liegt in diesen drei Teilen, und das Verstehen dieses einfachen Modells des Menschen ist alles, was du verstehen musst, um mit einem dauerhaften persönlichen Wandel zu beginnen.

Du kannst auch sagen, dass diese drei Teile einfach verschiedene Aspekte der selben Sache sind, oder drei Teile eines Systems. Und es stimmt auch, dass es andere wichtige Vorgänge in uns sind, die wir aber hier nicht thematisieren. Aber wir werden über diese drei Teile sprechen weil es der einfachste und sinnvollst Weg ist, zu verstehen, was vorgeht,wenn wir Liebeskummer spüren und wie man sich davon erholen und weiterleben kann.


Das Bewusstsein


Unsere aktives Denken erfolgt im Bewusstsein. Das Bewusstsein ist unsere unmittelbare Wahrnehmung unserer Umwelt und die Gedanken und Bilder in unserem Kopf. Es ist die Stimme mit der wir mit uns selbst sprechen, die Ideen, denen wir nachgehen, und unsere Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen.
Es ist der Teil von uns, den wir am besten kennen, und doch ist es unser geheimnisvollster Teil. Wissenschaftler haben seit Jahrzehnten versucht, zu verstehen, wie es arbeitet und wo in unserem Körper es sitzen mag. Philosophen haben seit Jahrhunderten versucht, es zu definieren. Techniker haben eifrig versucht, Bewusstsein zu kopieren. Viele Fragen bleiben zwar noch offen, aber jetzt können wir immerhin definieren, was das Bewusstsein ist.

Das Bewusstsein besteht aus zwei abhängigen Vorgängen: Aufmerksamkeit und Bewertung des Gesehenen. Das erste ist offensichtlich. Der zweite ist weniger offensichtlich, wahrscheinlich weil die Bewertung des Gesehenen ein Teil der Aufmerksamkeit ist. Aber erst durch die Bewertung wird das, was wir wahrnehmen, zu unserer Realität.


Das Unterbewusstsein


Das Unterbewusstsein speichert und überwacht die Programme, die automatisch in unserem Leben ablaufen. Man könnte sagen, es ist der Teil unserer Erinnerungen, Gedanken und Aktivitäten, an die wir nicht aktiv denken. Der Mensch hat die Fähigkeit entwickelt, Tätigkeiten auszuüben ohne über sie nachzudenken. Wir könnten täglich Stunden damit verbringen, über all die Möglichkeiten nachzudenken, die wir haben, aber die Zeit dazu haben wir nicht. Und um nicht unsere tage mit dem Nachdenken über Millionen Möglichkeiten nachzudenken, haben wir dieses Programm für automatische Reaktionen entwickelt.

Als Beispiel zähle ich hier nur kurz das Schuhe binden oder das Zähneputzen auf. Täglich machen wir tausende von Dingen ohne über sie nachzudenken, nur durch das Verwenden von Gewohnheiten. Diese Gewohnheiten halten unser Leben einfacher.

Im Unterbewusstsein speichern wir die Gewohnheiten, die wir entwickelt haben. Es ist unser Autopilot. Du musst nicht über die Schlaufe in den Schnürsenkeln nachdenken, du machst ihn automatisch. Als Kind musstest du dich angestrengt konzentrieren um die Schnürsenkel zu binden aber jetzt denkst du nicht mehr darüber nach. Du kannst sogar automatisch zur Arbeit fahren während du über deine Pläne für den Tag nachdenkst. Dein Autopilot wacht auf die Straße während du über etwas anderes nachdenkst. Aber sobald der Autopilot etwas potentiell Gefährliches sieht oder etwas ungewöhnliches, ruft er sofort deine volle Aufmerksamkeit zurück.

Der Grundmechanismus des Unterbewusstseins ist Gewohnheit. Es erinnert sich wenn wir Dinge zugleich machen, und wenn wir sie weiterhin zugleich machen, werden sie schnell verknüpft. Am Morgen klingelt der Wecker und wir stehen auf und gehen ins Bad. Wir gehen in die Küche und stellen die Kaffeemaschine an. Schnell verknüpfen wir diese kleinen Gewohnheiten zu großen.

Diese Gewohnheiten sind vernünftig weil sie das Bewusstsein freihalten für andere Dinge. Aber wie wir sehen werden, müssen wir sie manchmal ändern oder außer Kraft setzen. Viele von uns wurden als Kind ermahnt, den Teller leer zu essen. Viele Erwachsene behalten diese Gewohnheit bei. Sie essen auch dann weiter wenn sie keinen Hunger mehr haben und sie essen weiter und werden dicker undsoweiter.

Wenn du Liebeskummer hast, müssen viele nutzlose Gewohnheiten verändert werden und ich werde dir zeigen, wie du das machen kannst.


Der physische Körper


Der dritte Teil ist der Körper. Der Körper ist der offensichtlichste Teil von uns aber einige der erstaunlichsten Eigenschaften sind verborgen. Er ist nicht einfach nur eine Maschine, die tut, was man ihr befielt. Er hat seine eigene Intelligenz: Das Nervensystem. Das ist das System das den Herzschlag reguliert und die Atmung, und versorgt deine Muskeln mit Energie. Es reguliert auch die Verdauung und den Schlaf. Er hat seine eigene Art des Selbstschutzes, der Fluchtinstinkt zum Beispiel, der ohne Mitwirkung des Bewusstseins aktiviert werden kann. Wenn du ein lautes Geräusch hörst, bist du sofort alarmiert und angespannt noch bevor du darüber nachdenken kannst. Du bist sofort bereit, zu fliegen oder um dein Leben zu kämpfen.

Jede unserer geistigen oder emotionalen Handlungen hat einen entsprechenden Teil im Körper. Aber wie unsere Gedanken und Gewohnheiten mit unserem Körper verbunden sind, wird erst seit kurzem erforscht. Unsere Gedanken und Handlungen entsprechen Aktivitätsmustern im Gehirn, bestimmten Nervenbahnen. Wenn wir den Gedanken oder die Handlung wiederholen, verstärken wir diese Nervenbahn. Anders gesagt, Vorgänge im Bewusstsein und im Unterbewusstsein beeinflussen Vorgänge im Körper.

Aber das wirkt auch andersherum. Die Verfassung des Körpers hat einen direkten Einfluss auf das Bewusstsein und das Unterbewusstsein. Wenn wir eine Anspannung im Körper haben, entspricht sie einer Anspannung im Geist.
Da sich das, was wir mit unserem Körper tun, in unserem Geist auswirkt, können wir durch physische Veränderungen unsere Gefühle ändern.


Die Verbindung


Diese drei Teile sind verschiedene Aspekte jedes Menschen. Wir existieren und agieren gleichzeitig in allen dreien. Kein System kann ohne die anderen existieren. Dazu kommt, unsere eigene Erfahrung kann nicht auf eines davon reduziert oder erklärt werden. Es wäre verrückt zu sagen, wir seien nur chemische Maschinen, oder das wir nur sein, was wir denken oder das wir nur eine Ansammlung von automatisch ablaufenden Programmen seien. Das Ganze eines Menschen ist wesentliche mehr als nur die Summe seiner Teile.

Wie dem auch sei, der entscheidende Punkt ist der, dass jeder Teil die anderen beeinflusst. Wenn wir einen verändern, verändern wir die gesamte Person. Hier werden wir an allen drei Teilen arbeiten, manchmal einzeln, manchmal alle zusammen.

Gefühle arbeiten und beeinflussen alle drei Teile. Die Geschichte, die du dir selbst im Bewusstsein erzählst, beeinflusst die emotionale Wahrnehmung der Ereignisse die wir wahrnehmen.
Genauso beeinflusst die Erinnerung an Geschehnisse in der Vergangenheit unsere Erwartungen an Geschehnisse in der Zukunft und führt zu ganz verschiedenen emotionalen Reaktionen. Die Verfassung unseres Körpers kann auch emotionale Reaktionen hervorrufen. Zum Beispiel bewegen sich depressive Menschen langsam, sitzen oder liegen lange herum. Wenn du deinen Körper in eine solche Haltung bringst, wirst du dich früher oder später auch so fühlen.
Glückliche Menschen blicken nach vorne, nach oben und um sich herum. Sie lächeln und lachen. Ihre Körper sind entspannt und nicht gebeugt. Wenn du deinen Körper in eine aufrechte, entspannte Haltung bringst und ein Lächeln aufsetzt, wirst du dich bald besser fühlen.


Liebeskummer betrifft alle drei Teile


Wenn du zu deiner Beziehung eine „Easy come, easy go“ Einstellung hast, wirst du keinen Liebeskummer haben. Gemäß Definition bekommt man dann Liebeskummer, wenn man nicht wollte, dass die Beziehung endet. Es kann viele Schwierigkeiten geben. Manche finden Partner, die so kompliziert und anstrengend dass man kaum mit ihnen zusammenleben kann – aber man ist so sicher, dass man trotzdem nicht ohne sie leben will. Manche erkennen erst nach der Trennung, wie stark die Verbindung zum Partner war. Wie auch immer, früher oder später schlägt die Realität zu. Dein Partner ist gegangen und du vermisst ihn. Und das ist ein System-Schock! Und wie wir sehen werden, trifft dieser Satz genau!

Liebeskummer ist ein Schock der alle drei Teile unseres Daseins erschüttert. Der emotionale Schock in unserem Bewusstsein wenn du erkennst, dass die Beziehung vorüber ist, ist so schwer, dass er eine physische Reaktion verursacht. Auf psychologischer Ebene unterscheidet der Körper nicht zwischen einer emotionalen oder einer körperlichen Bedrohung. Zuerst kommt der Schock, dann, weil er keine physische Lösung zu dem emotionalen Problem findet, führt der Schock zu Stress. Der Körper hat sich auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Der Blutfluss wird umgeleitet zu den Muskeln, Adrenalin wird ausgeschüttet die Verdauung gestoppt. Aber es gibt niemanden zum Kämpfen und keinen Platz zum Verstecken. Deshalb bekommt der Körper keine klaren Signale um diesen Zustand der Anspannung und erhöhten Aufmerksamkeit zu beenden. Er hängt de facto fest. Wenn man so steckenbleibt, wird das Stress genannt und wenn es über einen längeren Zeitraum geschieht, ist das schlecht für die Gesundheit.



Stress abbauen


Zum Glück haben wir ja schon vorher gelernt, dass der Körper den Geist genauso beeinflussen kann wie der Geist den Körper. Wenn du eine Möglichkeit findest, wie der Körper den Anspannung abbauen kann, fühlst du dich entspannter und ruhiger und das wird auch deine Stimmung beeinflussen. Deine Gefühle beruhigen sich, du wirst dich besser konzentrieren und besser schlafen können.
Der einfachste Weg deinem Körper zu helfen, ist der, die Energie und die Anspannung auszunutzen die er eh schon vorbereitet hat – auf deutsch, mach Sport! Das muss auch nix großes oder tolles sein. Wenn du keinen Sport gewohnt bist, wird schon ein strammer Spaziergang ausreichen. Wenn du ein bisschen fitter bist, wirst du etwas heftiger trainieren müssen. Der Punkt ist einfach die Anspannung und die Energie zu nutzen und die natürliche körperliche Entspannung triggern sollst, die nach dem Sport eintritt. Es ist das schöne, entspannte Gefühl, das eintritt wenn sich der Körper nach hartem Training oder schwerer Arbeit entspannt. Du wirst auch ein High fühlen. Das resultiert aus den Endorphinen, den körpereigenen Opiaten. Diese Entspannung ist so gut wie der Stress nervig. Du kannst dir selbst einen leichten, positiven Schub geben in dem du nur 15 Minuten stramm spazieren gehst.

Die zwei wichtigen Punkte hier sind:

Das ist kein Fitness Training oder Selbstbestrafung. Wenn du es als Chance siehst, fitter zu werden ist das gut, aber alles was du brauchst, ist ein Spaziergang.

Lass dich nicht abschrecken weil du heute keine Lust hast zum Spazierengehen oder trainieren. Du tust das um deine emotionales Gleichgewicht wieder auszutarieren – die Tatsache, dass du keine Lust hast ist eher ein Symptom dafür wie du dich fühlst, und das ist genau das, wogegen das Training helfen soll.


Verschieden Untersuchungen in Krankenhäusern haben ergeben, dass die effektivste Therapie gegen Depressionen – egal wodurch die Depression ausgelöst wurde – einfach ein gesundes Maß an Bewegung und Sport ist.


Liebeskummer im Bewusstsein


Einer der unerbittlichsten Gründe für die Schmerzen bei Trennungen ist das dauernde kreisen der Gedanken im Bewusstsein. Aber wie genau verursacht das Schmerzen? Es scheint unsinnig zu sein, das zu fragen. Nach allem ist es offensichtlich. Es fühlt sich einfach schrecklich an. Aber wenn man es sich genauer ansieht, wird es diffus. Wenn man sich zum Beispiel den Zeh anstößt, kannst du den Schmerz als ziemlich genau beschrieben. Und wo er ist. Aber wo sitzt der Schmerz bei Liebeskummer? Und was ist das denn genau? Und warum hilft nichts, was Freunde sagen oder tun, und egal wie sehr sie dir zu helfen versuchen, nichts hilft wirklich?

Da ist sicherlich eine Anspannung im Solar Plexus, über dem Bauchnabel, aber ist das Liebeskummer? Nein, er ist mehr als das.
Da ist Trauer, wenn du daran denkst, dass du allein bist, aber das ist nicht alles. Warum tut es so weh? Warum ist es so schwer, ihn loszuwerden? Warum ist es so schwer, darüber hinwegzukommen? Warum diese Verzweiflung?

Die Antwort auf diese Fragen liegt im Bewusstsein. Wie wir oben gelernt haben, empfängt das Bewusstsein unsere Wahrnehmungen und verknüpft sie mit Bewertungen. Die Bewertungen sorgen dafür, dass sie uns betreffen. Alles in unserem Bewusstsein, das was wir sehen, und die Gedanken und Bilder die wir uns in unserem Kopf machen, alles hat eine Bedeutung. Und die grundlegende Art der Bedeutung für Menschen sind Geschichten. Eine Geschichte ist ein Ereignis, das von der Vergangenheit in die Zukunft geht. Ob sie jetzt wahr oder erfunden ist, das Wesen der Geschichte ist, dass etwas passiert ist und noch etwas passieren wird – in der Zukunft. Unser Verstand bringt Sinn in unser Leben indem er die Gegenwart in Verbindung mit der Vergangenheit und der Zukunft setzt. Und das, indem er Geschichten spinnt.

Wenn wir Liebeskummer haben, werden alle diese Verbindungen, all die Bedeutungen die unser Verstand geknüpft hat, in Luft aufgelöst. Die Zukunft wird vernichtet und die Vergangenheit wird in Frage gestellt. Wie konntest du so einen Liebeskummer bekommen, wo du doch dachtest, du würdest geliebt? Wie und warum wurde deine Liebe betrogen?


Betrug!


Jeder Liebeskummer resultiert in gewisser Weise aus einem Betrug. Es ist ein Betrug an dem Versprechen der Liebe. Es war ein Versprechen in der Vergangenheit und was ein Versprechen für die Zukunft. Für manche mag das Versprechen noch eine Geheimnis sein, oder ein Traum. Kein Gelübde wurde abgelegt, keine formelle Verpflichtung wurde eingegangen, aber im Herzen hofften wir dass die Beziehung halten würde. Im Herzen waren wir schon verbunden, wir haben nur noch darauf gewartet, dass der Partner „aufschließen“ würde. Aber leider hat sich herausgestellt, dass der andere Vorstellungen hatte. Diese Beziehung war nicht sein Ziel.

Für andere ist das Ende der Beziehung der Bruch eines Versprechens, das an einem Altar gemacht wurde. Jemand konnte das, was er versprochen hatte, nicht einlösen. Manchmal werden Menschen von ihren Partnern betrogen, manchmal betrügen sie selbst. Wir haben Affairen. Wir beginnen Dinge, die aus dem Ruder laufen. Es ist nur zu leicht, die Kraft der Attraktion zu unterschätzen, sei es aus Lust oder aus Liebe, bis es zu spät ist. Und es ist auch nur zu leicht, das was wir haben, als gegeben zu betrachten oder lassen uns selbst als gegeben betrachten, und dann zu verlieren, was wir geschätzt haben.


Die Bedeutung des Liebeskummers


Jeden Augenblick des Tages geben wir unserem Leben Sinn indem wir es in Bezug auf die Zukunft setzen – sogar bei den leichtesten Dingen. Der wichtigste Weg um die Dinge um uns herum zu begreifen ist sie zu benutzen. Wir sehen keinen flachen, glatten, rechteckigen, horizontalen Gegenstand, der an den vier Ecken von vertikalen Stöcken gestützt wird und entscheiden: das ist ein Tisch und grübeln über dessen theoretische Funktion. Wir benutzen ihn einfach. Es ist ein Tisch, etwas um Sachen darauf zu stellen. Wir begreifen Dinge im Zusammenhang damit, wozu sie benutzbar sind und was wir mit ihnen machen können.
Mit anderen Worten: Wir begreifen Dinge im Zusammenhang mit ihren Möglichkeiten. Und Möglichkeiten bestehen nur in der Zukunft. Zu sagen etwas ist möglich bedeutet zu sagen, es könnte in der Zukunft geschehen.

Wir benutzen auch die Vergangenheit um Dingen Sinn zu geben. Du bringst Sinn in diesen Satz während du ihn liest, indem du dich an den Anfang erinnerst während du das Ende erreichst. Die Bedeutung, die wir dem Erlebten geben, resultiert aus unseren Erfahrungen aus der Vergangenheit und unseren Erwartungen an die Zukunft.

Wenn du in einer Beziehung bist, ist dein Partner ein wichtiger Teil deiner Zukunft. Jeder, für den wir viel empfinden, bedeutet viel für uns. Und weil er uns so viel bedeutet, ist er in unserer Zukunft eingeplant.

Wenn du Liebeskummer hast, ist die Zukunft, von der du geträumt hast, zerstört und die Vergangenheit ist untergraben. Nicht überraschend, dass der Liebeskummer so schmerzvoll und verwirrend ist. Es fühlt sich an, als wäre nichts mehr und nichts könnte das wieder ändern weil es Gegenwart und Zukunft sind, die schmerzen. Das, was du dir aufgebaut hat, und sei es nur in Gedanken, ist verloren. Ein gebrochenes Herz zu heilen bedeutet, eine neue Zukunft aufzubauen und einen neuen Zugang zur Vergangenheit zu finden.


Angst vor dem Unbekannten


Mit einem gebrochenem Herz muss man sich anstelle der Zukunft die man geplant hat und auf die man sich gefreut hat, dem Unbekannten stellen. Das ist das, was die meisten Menschen fürchten – nicht den Tod, nicht Krankheit, aber das Unbekannte. Man hat nicht nur die Beziehung verloren, die man wollte, man steht da mit etwas, das man nicht gewollt hat und das die meisten fürchten. Und man fühlt sich verzweifelt, weil das Bewusstsein versucht Erklärungen zu suchen, irgendwelche Erklärungen einer unbekannten Zukunft.

Viele der Unternehmungen in der technisch fortgeschrittenen Welt dreht sich darum, das Unbekannte zu kontrollieren und zu vermeiden. Je weniger Erfahrung wir mit etwas haben, desto mehr Angst haben wir davor.
Aber in weniger technologisierten Gesellschaften wird das Unbekannte sogar willkommen geheißen, weil es zu Neuem führt und zu tieferem Verständnis. Wenn wir etwas radikal Neues lernen, wird es unsere bisherigen Annahmen und Meinungen stören. Alles absolut neue und andere kann nicht mit den bisherigen Annahmen und Bedeutungen abgeleitet werden. Wirklicher Fortschritt resultiert aus dem Abwenden von alten Glaubenssätzen und der Annahme neuer. Der Prozess des Loslassens ist der des Gehens in das Unbekannte.

Natürlich, wenn die Liebeskummer hast, hast du keine große Lust darauf, etwas Neues zu lernen oder deine Zukunft zu ändern. In Wirklichkeit wolltest du, dass es nie passiert wäre.
Aber, es ist nun einmal passiert, und du weißt nicht, wie oder wann du dich wieder besser fühlen willst. Der Punkt ist, für eine kleine Weile, lohnt es sich, sich an das Unbekannte zu gewöhnen. Es ist ein Grundstein auf dem Weg dein Herz wieder zu heilen.


Denkweisen


Wenn er mit dem Unbekannten konfrontiert wird, sucht der Verstand automatisch nach Möglichkeiten, die Zukunft zu planen und die Vergangenheit zu erklären. Er versucht, die Angst zu verringern, indem er alle möglichen Gedanken hervorbringt, um mit dem was passiert umgehen zu können. Diese Gedanken sind Worte und Bilder in deinem Kopf. Die Bilder in unserem Kopf und die Worte, die wir und selbst sagen beeinflussen am tiefsten wie wir uns fühlen. Und die Bilder und Worte in unserem Kopf, die wir uns selbst geben wenn wir Liebeskummer haben, sind sehr unerfreulich.
Vielleicht denkst du an einen Ex-Partner und sagst. „Er wird nicht zurückkommen!“
Vielleicht erinnerst du dich an die guten Zeiten und denkst dir: „Es wird nie wieder so sein“. Vielleicht fragst du dich selbst: „Was habe ich falsch gemacht?“ und dann zauberst du alle möglichen Gründe hervor und sagst: „Es ist alles meine Schuld, weil...“ Oder du denkst an deine Ex, wie sie mit jemand anderes zusammen ist und wie du jetzt alleine bist.

All diese Gedanken, und hunderte andere wie diese tragen zu den miesen Gefühlen nach einer Trennung bei.

Wir wissen das alles, sicher. Wir wissen, wie uns diese Gedanken nur runterziehen, aber manchmal scheint es so schwer zu sein, damit aufzuhören. Und mehr und mehr wird das Hirn mit schmerzhaften, unbequemen und nicht hilfreichen Gedanken verstopft. Diese Gedanken gehen herum und herum und eskalieren und werden größer weil dein Verstand versucht, einen Weg heraus aus dieser Situation zu finden. Leider macht es aber das nur noch immer schlimmer.

Immer wieder diese Bilder und Gedanken im Kopf zu haben schafft die Gewohnheit, sich schlecht zu fühlen wie wir oben gelernt haben. Damit verstärkt man immer weiter die Nervenbahnen die sich dann verbinden mit dem Gefühl des Mangels an Selbstwert, Trauer und Liebeskummer, die dann auch sehr schnell anfangen, automatisch zu arbeiten. Sehr schnell wird alles, das auch nur entfernt mit dem Ex zu tun hat – ein Platz, ihr Name, ein Film, ein gemeinsamer Freund – als Trigger fungieren, der dieses Programm ablaufen lässt. Das Gefühl des Liebeskummers wurde in dir programmiert. Du kannst direkt in die tiefste Trauer fallen. Das ist dann keine Liebe mehr. Das ist aber auch nicht mehr der ursprüngliche Trennungsschmerz. Das ist sich selbst wiederholendes und unnötiges Leid.


Im nächsten Kapitel werde ich dir zeigen, wie du diese Denkschemata ändern und aus der Falle entkommen kannst, und wie du dich aus dem unnötigen Leid befreien kannst.

koc

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2. Wie beende ich diese schlimmen Gefühle?

Beitrag  koc am Mo März 05, 2012 8:25 pm

2. Wie beende ich diese schlimmen Gefühle?


Wenn du aus einer Beziehung geworfen wirst, findest du dich allein wieder, aber mit einem Leben, das darauf eingestellt ist, zu zweit zu sein. Vieles der Schmerzen aus dem Liebeskummer resultieren aus Erwartungen und Gewohnheiten, die automatisch ablaufen, aber jetzt nicht mehr angemessen sind. Du bist es gewohnt, abends zu jemandem heimzukommen, jemanden zu haben, mit dem du reden kannst, jemanden zu haben, mit dem du ausgehen kannst. Und ob du jetzt ausgehst oder zu Hause bleibst, du wirst Erinnerungen an den Ex-Partner überall finden. Die Restaurants, die ihr besucht habt, die Spiele, die ihr gespielt habt, all die Dinge, die ihr getan habt, haben jetzt eine Verbindung zum Ex-Partner.

Einige dieser Verbindungen sind offensichtlich. Du wirst bemerkt haben, dass du begonnen hast, manche Orte, die eine besondere Bedeutung für euch hatten, zu meiden. Aber manche Verbindungen sind nicht so offensichtlich, sie sind unterschwellig. Auch sie können dich beeinflussen auch wenn sie nicht stark genug sind um in dein Bewusstsein vorzudringen. Ohne das zu bemerken, könntest du deine Ex mit einem bestimmten Raum in Verbindung bringen oder mit einem Stuhl auf dem sie gesessen ist. Deine Verbindungen setzen ein ganzes Bündel von Gedanken in Gang, die dazu führen, dass du dich viel mehr mit der Vergangenheit beschäftigst, als du willst und solltest.

Ich werde dir jetzt zeigen, wie du dich von diesen schlechten Gewohnheiten befreien kannst die dich an die Vergangenheit binden. Du wirst lernen, den Blick in Vergangenheit und Zukunft zu ändern und so kannst du dich von den Schmerzen und den Fehlern in der Vergangenheit lösen. Ob die Fehler von dir oder von deinem Ex-Partner begangen wurden, ist unerheblich. Es ist nicht wichtig, wer, wenn überhaupt, Schuld war. Worauf es jetzt ankommt ist, vorauszublicken.


Erzähl mir die Wahrheit über die Liebe


Sehr oft, wenn man den Verlassenen vorschlägt, die sollten die alte Beziehung hinter sich lassen, geschieht etwas komisches. Es wird auf einmal sehr still. Manche verschränken die Arme als ob ihnen kalt wäre. Andere wechseln das Thema, der nächste lehnt sich auf seinem Stuhl zurück und sieht mich an, als sei mir nicht zu trauen. Es kann sogar sein, dass sie lächeln, aber ihre ganze Körpersprache sagt „NEIN!!“.

Das passiert, weil sie bemerken, dass das mit der vollständigen Trennung vom Ex-Partner ernst meine. Und während dieser Gedanken noch im Verlassenen arbeitet, meldet sich etwas in ihm, das sagt: „Nein. Auch wenn es wehtut, auch wenn ich einen Schmerz spüre, den ich kaum aushalten kann, auch wenn ich keine Möglichkeit sehe, die Beziehung vernünftig zu gestalten, sogar wenn mir mein Kopf sagt, ich werde mit dieser Beziehung nur Ärger haben, ich will nicht loslassen!“
Oder etwas wie: „Trotz allem, was er/sie mir angetan hat, liebe ich meine Ex noch! Trotz all den Schmerzen, der Hoffnungslosigkeit, glaube ich an die Liebe ich muss daran glauben!“

Wenn man das und die ganzen Variationen davon liest, und die Ernsthaftigkeit und Hoffnungslosigkeit der Person bemerkt, erinnere ich mich an all die Lügen, die über die Liebe erzählt werden.

Jeder beansprucht diese „Liebe“ für sich. Aber wenn man nachfragt, was genau denn die Liebe sein, bekommt man keine vernünftige Antwort. Auf der einen Seite ist die Liebe ein neuro-chemischer Prozess, aber auf der anderen Seite ist es eine gewaltige Mischung von Gefühlen, Wünschen und Leidenschaften. Wir finden sie in großen Momenten der Leidenschaft und Heldenmutes und wir finden sie in einer Tasse Kaffee oder der Berührung von Fingerspitzen. Liebe ist in all diesen Dingen und sie ist immer mehr, als wir jemals darüber sagen könnten. Wenn wir die Liebe fühlen, versuchen wir Tag und Nacht ihr Geheimnis zu finden. Was fragt die Liebe, wie funktioniert sie, was bedeutet sie, was können wir für sie tun, und worauf können wir hoffen? Wenn die Liebe dann beendet ist, und einer der Partner noch liebt und der andere ist weitergezogen, bleibt dieser mit Liebeskummer zurück.

Es ist offensichtlich das die Liebe, was immer sie auch sein mag, nicht alles komplett ändert. Sie kann zwar zu etwas Magischem führen, aber trotzdem sind wir immer noch Menschen mit normalen menschlichen Fehlern. Jeder von uns kann langweilig oder egoistisch sein, bedürftig oder herrisch, grausam oder freundlich, gefühlvoll oder gedankenlos. Wenn die Liebe vergangen ist, wird ihr Verschwinden die weniger erfreulichen Teile der Exen noch deutlicher aufzeigen.

Einer der schmerzhaften Teile des Liebeskummers ist das Gefühl des Entzugs von dieser Person; das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, des Verlassenseins, de Unvollständigkeit, und der Verzweiflung. Es fühlt sich an, als sei da eine riesige Lücke in deinem Leben, die nur von einer einzigen Person gestopft werden könnte und die ist gegangen. Dieses Gefühl, wir nennen es Bedürftigkeit, ist genaugenommen eine Kombination aus zwei Gefühlen: Angst und Verbundenheit.

Es ist die Angst vor dem Alleinsein, davon auf sich selbst gestellt zu sein und für sich selbst verantwortlich zu sein. In einer Partnerschaft lernen wir, auf die Gefühle des Anderen zu achten. Wir können sogar davon abhängig werden, dass ein anderer auf unsere Gefühle reagiert. Wir können uns so sehr daran gewöhnen, mit jemandem etwa zu unternehmen, dass wir vergessen, auf uns selbst zu achten. Für einige kann es unheimlich oder sogar erschreckend sein, sich daran zu erinnern oder herauszufinden, dass sie für sich selbst verantwortlich sind, und deshalb weigern sie sich, daran zu denken. Stattdessen starren sie stur auf den Expartner und denken: „Ich will, dass du das für mich tust!“

Der andere Teil ist die Verbundenheit: Die Verbundenheit ist die Identifikation mit dem Expartner. Es ist das Gefühl das er ein Teil deines Lebens ist. Ein Teil von dir will nicht sehen das er ein selbständiger Mensch ist, der seinen eigenen Weg gehen muss. Diese Person war Teil deiner Welt, deiner Zukunft , Teil deines Weltbildes, ein Teil deines Lebens. Und wenn dann die Beziehung zerbricht, verlässt dich auch ein Teil von dir und das schmerzt.

Weil es zuerst zu sehr schmerzt, diese Gefühle zu akzeptieren, tun wir so, als sei das Problem damit einfach zu lösen, wenn sich nur jemand anders verhalten würde, statt es als Ereignis anzuerkennen, das von uns einen Wechsel in den Lebenseinstellungen verlangt.
Es ist einfacher zu sagen: „Ich brauche ihn!“ oder „Ich brauche sie!“ statt zu sagen „Ich muss ändern wie ich mich selbst sehe!“ Egal wie sehr wie lieben oder geliebt wurden, im Endeffekt ist jeder von uns für seine Gefühle selbst verantwortlich. Wenn das nicht so wäre, könnte der Expartner einfach nur einen Knopf drücken damit du dich besser fühlst und dich dann verlassen.

Eine andere Version dieses Problems, das auch immer wieder auftritt, wenn Menschen mit den Wahrheiten einer Trennung konfrontiert werden, ist der Glauben, der Expartner wäre „Der einzige für mich!“ Diese Behauptung ist wahr und falsch zugleich. Ganz einfach, der Expartner war für eine bestimmte Zeit der einzige für dich, aber im Lauf der Zeit hat sich das eben verschoben und es ist jetzt nicht mehr der Fall. „Du bist der einzige Mensch für mich“ ist nur so lange wahr wie beide daran arbeiten, es zur Wahrheit werden zu lassen.

Das klingt vielleicht jetzt erst einmal verwirrend, aber es ist nicht so. Denk nur daran, als du noch ein Kind warst und dein Lieblingsessen hattest. Damals war es das vielleicht aber heute nicht mehr. Was sich verändert hat, ist nicht das Essen, sondern dein Geschmack, deine Beziehung zu diesem Essen.
Wenn Menschen in einer glücklichen Partnerschaft leben, arbeiten beide daran, dass der Satz „Du bist der/die Einzige für mich!“ wahr wird und bleibt. Wenn sie damit aufhören, beginnt die Beziehung sich zu verändern, und der Satz ist irgendwann nicht mehr wahr.

Liebe ist keine Bedürftigkeit. Liebe ist nicht Angst und Anhänglichkeit. Liebe hat keine Voraussetzungen. Aber da wir alle nicht perfekt und keine Heiligen sind, haben alle von uns ein gewisses Maß von Abhängigkeit die mit der Liebe verbunden ist, und wir alle sind dankbar dafür, manchmal ein bisschen Schutz davon zu haben, allein zu sein.

Tief drinnen weiß jeder von uns das Liebe bedeutet, dem Geliebten das Beste zu wünschen. Und da der Geliebte ein Mensch mit eigenem freien Willen ist, bedeutet das auch, den Wunsch, von dir getrennt zu sein zu akzeptieren. Es bedeutet, ihm auf seinem Lebensweg das Beste zu wünschen. Wenn dieser Lebensweg von dir wegführt, wird ihn eine wahre Liebe nicht zurückhalten. Du wirst denken, es wäre schön wenn er zu dir zurückkäme, aber Liebe ist die totale Akzeptanz seiner Freiheit. Die Liebe respektiert seine Freiheit, seine persönliche Entwicklung und sein Glück und verhindert, dass du deinen Wunsch, mit ihm zusammen zu sein, vor dessen Glück stellst. Die Liebe weiß auch, dass zwei Liebende die Liebe nur genießen können, wenn das, was gegeben wird, freiwillig geschieht. Die Liebe weiß, dass wenn du an dem Geliebten gegen seinen Willen festhalten willst, seine Liebe verschwinden und sterben wird.

Die Liebe ist es, dem Geliebten das Beste im Leben zu wünschen. Wenn wir das Wort „Liebe“ verwenden, verwenden wir es um unser Sehnen nach dem anderen zu beschreiben, wir reden vom verliebt sein oder der Leidenschaft, aber das alles ist keine wirkliche Liebe.

Du wirst natürlich keine Beziehung finden, in der es keine derartige Bedürftigkeit gibt. Die Bedürftigkeit ist ein üblicher Fehler in Beziehungen über den Partner sich amüsieren können wenn die Beziehung gut läuft, aber sie kann nie die Basis sein für eine gesunde Partnerschaft. Wenn der Partner sich entscheidet dich zu verlassen, sagt dir die Liebe dass du ihn gehen lassen musst. Jede Mutter ist traurig darüber, wenn die Kinder erwachsen sind und das Haus verlassen – aber sie lässt sie gehen weil sie sie liebt. Sie weiß, dass wenn sie die Kinder zu Hause halten will, sie ihre Chancen auf ein Weiterkommen im Leben beschädigt.

Wenn dich ein geliebter Mensch verlässt, hast du eine wichtige Rolle in seinem Leben gehabt. Ihr habt als Paar besondere Zeiten erlebt. Du kannst die Erinnerungen daran genießen Wenn du der geliebten Person eine neue Zukunft gönnst so wie du dir eine neue und aufregende Zukunft gönnst. Wenn du aber in der Vergangenheit mit dem Ex hängen bleibst, werden diese Erinnerungen schmerzhaft. Wenn du diesen alten Blick auf Vergangenheit und Zukunft aufgibst und dich dem Neuen zuwendest, werden diese Erinnerungen eine Quelle der Freude. Die hier vorgestellten Techniken werden dir dabei helfen.


Weiterleben


Für die meisten von uns ist es immer noch schwer den geheimen Wunsch aufzugeben, dass irgendein Wunder geschieht und alles wieder gut wird. Deshalb ist es jetzt Zeit, den ersten Schritt in eine neue Zukunft zu gehen. Die Schritte sind nicht kompliziert und werden dir helfen, dich besser zu fühlen, ohne dass du dabei an den Expartner denken musst.

Es ist jetzt Zeit für einen Wechsel. Einige der Veränderungen werden zu deinen neuen Gewohnheiten und es ist eine gute Idee, dir jetzt die Gewohnheiten anzueignen, mit denen du in der Zukunft leben wirst. Willst du etwas an deiner Ernährung ändern? Gibt es etwas, das du schon immer anfangen wolltest, zu dem du aber nie die notwendige Zeit hattest? Jetzt ist die Gelegenheit etwas Neues zu beginnen, einen neuen Sport zu beginnen oder einen neuen Lebensstil zu leben.

Wir wir schon gesehen haben, können sogar die kleinen Dinge des Alltags Verknüpfungen mit deinem Expartner haben, die dir Schmerzen bereiten. Es ist deshalb sehr sinnvoll, einige dieser Dinge zu ändern, egal wie klein sie zuerst auch sein mögen.Wenn du aufgrund der Trennung umgezogen bist, hast du zwar dein Zuhause verloren aber du hast die Möglichkeit, völlig neu anzufangen.

Wenn du noch in der gleichen Wohnung lebst, sieh dich einmal gründlich um. Welche Veränderungen wolltest du schon immer mal vornehmen? Wohin sollst du gehen um etwas Neues für die Wohnung zu kaufen? Braucht die Küche mal einen neuen Anstrich? Warum nicht mal die Möbel umstellen? Wenn du einen festen Platz zum telefonieren hast, warum den nicht verlegen? Jedes Teil deines Mobiliars hat eine – vielleicht sogar unbewusste - Verknüpfung mit deinem Expartner. Wenn du es verstellst, wenn es auch nur ein bisschen ist, verwirrst du diese unbewussten Verknüpfungen.

Also verstell den Tisch, stell das Telefon auf die andere Seite des Bettes, verändere die Möbel im Esszimmer. Das mag einfach aussehen, aber es ist sehr wirksam und wie einfach es ist kann man leicht zeigen. Tu es! Tu es sofort! Wenn du zu Hause bist, verschiebe den Sessel, die Couch, das Bett oder worauf immer du sitzt und du wirst dein Haus, dein Daheim aus einem neuen Winkel sehen.

Ok, das wäre also geschafft und jetzt willst du mehr tun. Überlege dir, wie du die Wohnung umstellen kannst. Wie wäre es mit ein bisschen neuer Farbe? Oder überlege dir, ob du dir etwas Neues für die Wohnung anschaffen willst. Du musst dazu nicht viel Geld ausgeben. Du brauchst ein oder zwei neue Kissen, einen Teppich oder vielleicht ein neues Bild.

Das Wichtige an diesen Veränderungen ist, dass du die alten Verknüpfungen aufbrichst und dir eine neue Umgebung für ein neues Leben schaffst. Die Veränderungen müssen nicht dauerhaft oder perfekt sein. Versuch es einfach für ein paar Tage und versuche weiterhin Kleinigkeiten zu verändern bis du irgendwann eine Anordnung, eine Farbschema findest, das dir zusagt.
Glaube nicht, dass du mit deinem ersten Versuch verpflichtet wärst, aber verändere etwas, und wenn du zuerst nur ein neues Shampoo verwendest und die Nummer deines Expartners löschst.

Ändere etwas!


JETZT!


Wie du die Gewohnheiten deines Verstandes für dich nutzen kannst


Indem du die Einrichtung und die Farben deiner Wohnung verändert hast, hast du die alten Muster deiner Verknüpfungen im Äußeren gebrochen. Im nächsten Schritt werden wir dasselbe mit den Mustern im Inneren tun. Einige der häufigsten Gründe der Schmerzen bei Liebeskummer sind unbewusst. Das sind die automatischen Denkmuster, die Bilder, die wir uns vorgaukeln und die Worte, die wir zu uns sagen.

Diese Gewohnheiten sind „unsere Einrichtung“ im Inneren. Wir haben uns an sie gewöhnt, und wir benutzen sie jeden Tag. Sie sind so verinnerlicht, dass wir nicht über sie nachdenken. Die meisten dieser Gewohnheiten laufen komplett im Unterbewusstsein.

Einige der stärksten Gewohnheiten sind die, die wir uns aneigneten ohne es zu bemerken als wir kleine Kinder waren. Wie wir noch sehen werden, sind einige von ihnen sehr hilfreich. Genaugenommen gehen die meisten von uns durch das Leben und wir verwenden dabei solche Gewohnheiten die wir uns durch Zufall angeeignet haben einfach nur weil wir nicht wissen, dass wir sie verändern können.

In einer Beziehung bauen wir uns ein ganzes Konstrukt von Gewohnheiten auf. Wenn wir dieses intensive Erlebnis spüren, können wir sehr schnell solche Verknüpfungen bilden, und so kann sogar eine kurze oder schwierige Beziehung viele solcher Verknüpfungen bilden. Wenn diese Beziehung endet, laufen diese Programme aber weiterhin, auch wenn sie nicht mehr passen. Was es noch schlimmer macht, sie machen die Trennung noch schmerzhafter. Natürlich wollen wir das nicht, aber wir machen uns damit noch unglücklicher.

Andere Gewohnheiten werden vom der extremen Erfahrung der Trennung verursacht, zum Beispiel die Gewohnheit, über den Expartner nachzudenken und sich immer wieder daran zu erinnern, dass er uns verlassen hat.
Aber: Negative Gefühle werden durch die Wiederholung der Gedanken und Bilder, die die unglücklichen Gefühle auslösen, nur verstärkt. Nur wenn wir aufhören, uns diese Bilder und Gedanken immer wieder vor Augen zu führen, werden die Gefühle verschwinden. ( Definition Hirnwichsen!!! )

Einer der besten Wege, den Liebeskummer zu heilen, ist der, deine Art des Denkens zu verändern. Es geht einfach, du wirst dich besser fühlen und es lässt einen großen Teil der emotionalen Schmerzen verschwinden.


Die Macht der Perspektive


Um deine Gewohnheiten leicht und erfolgreich zu verändern musst du ein wenig mehr über deine Wahrnehmungen und Gefühle verstehen, und davon, wie du sie jeden Moment neu erstellst. Hast du es schon einmal erlebt, dass mehrere Menschen das selbe Ereignis erlebt haben, aber jeder es anders beschreibt? Sie waren alle am selben Platz aber jeder hat etwas anderes erlebt? Die Unterschiede stammen aus ihrer unterschiedlichen Sichtweise. Ihr emotionaler Filter und ihre speziellen Erwartungen haben die selbe Erfahrung verschieden gewichtet. Die Fakten mögen die selbe sein, aber sie verknüpfen sie mit verschiedenen Bedeutungen. Wenn du in deinem Leben nur negative Erfahrungen sammelst und mit dir verknüpfst, bringst du dir selbst bei, dich negativ zu sehen. Wenn du positive Erfahrungen sammelst, lernst du dich positiv zu sehen.

Die Art, wie du den Dingen in der Welt, die du siehst, Sinn verleihst, ist eine Funktion der Sicht, oder des Rahmens ( Frames ), durch den du die Welt siehst. Diesen Rahmen bildest du aus deinen inneren Gewohnheiten, Glaubenssätzen und Gefühlen und dem, was aus der Welt auf dich zukommt. Es gibt keine absolut richtige Bedeutung von irgendetwas im Leben. Alles wird von deiner Sicht, die du dazu einbringst, beeinflusst und deine Bewertung von allem hängt immer davon ab, was du aufgrund deines persönlichen Rahmens hinzufügst oder weglässt.

Ein Grund, warum einige mit dem Ende einer Beziehung besser klarkommen als andere hängt davon ab, wie sie damit umgehen oder dem Rahmen, dem sie diesem geben.
Ein Fotograf benutzt einen Rahmen um dir mitzuteilen, was an einem Bild wichtig ist. Er oder sie wählt die Proportionen, den Blickwinkel so dass dein Auge gezwungen ist sich auf das zu konzentrieren, was dem Fotografen wichtig war. Die Rahmen, die wir nutzen wenn wir Dinge sehen, über Dinge nachdenken oder uns Bilder in Gedanken machen, haben einen großen Einfluss darauf, wie wir Erfahrungen wahrnehmen.

Viele moderne Therapeuten nutzen heute den Weg des „Reframens“ um den Leuten zu helfen, ihre Probleme aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und neue Lösungen zu finden. Die Fähigkeit dieses Reframens gibt uns mehr Möglichkeiten, sie macht uns stärker. Aber um das zu können, müssen wir im Denken flexibler werden.

Leute, die Schwierigkeiten lösen sehen diese meistens nicht als Katastrophe oder Tragödie an – sie sehen sie als Möglichkeit. Was der eine als Katastrophe sieht, ist für den anderen eine Chance. Das können wir alle. Wir müssen nur aus einer bestimmten Sichtweise auf eine Situation blicken, aber sehen die Ursache positiv. Es ist keine Frage von richtig oder falsch, es ist eine Frage der Sichtweise. Es geht nicht darum, was uns zustößt, es geht darum, wie wir es bewerten, was den Ausgang festlegt.

Wenn du im Reframen geübter wirst, gibst du dir mehr Möglichkeiten im Leben. Je mehr Möglichkeiten du hast, um so flexibler wirst du. Und je flexibler du wirst, desto mehr mögliche Reaktionen hast du zur Auswahl. Wenn man Liebeskummer hat, fühlt man sich, als ob man nichts sinnvolles zu tun hätte und keinen Grund etwas zu ändern, aber das kommt nur daher, weil du einen Frame hast, der zu klein und beengend ist. Wenn du lernst, dich und deine Lage aus einer anderen Sicht zu sehen, ist das eine wunderbare Erfahrung. Und alles kann reframed werden.

Erinnere dich zum Beispiel an einen Fehler den du gemacht hast. Jetzt frag dich selbst, was du einem anderen beibringen kannst indem du ihm von deinem Fehler erzählst. Was immer du ihm auch beibringst, du hast deinen „Fehler“ umgewandelt in eine lehrreiche Erfahrung. Und noch mehr, auch du kannst daraus lernen.
Oder du denkst darüber nach, was einen anderen zu seinem, für dich schlechten, Verhalten bewegt. Frage dich selbst. „Was ist sein – aus seiner Sicht guter – Grund für sein Verhalten?“ Im Allgemeinen haben sie meisten Menschen gute Absichten. Wenn sie ängstlich oder wütend sind, drücken sie sich abwehrend aus aber es ist sehr hilfreich, ihre „guten Absichten“ zu erkennen um zu verstehen warum sie handeln, wie sie handeln.



Übungen zum Wechsel der Perspektive



Hier ist eine gute Übung die dir helfen kann, deine Probleme aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, so dass du hilfreiche andere Einsichten erhalten kannst. Es kann sein, dass du eine plötzliche Eingebung erhältst oder dass dir in den folgenden Tagen entscheidende Ideen kommen.








Die Macht der inneren Einstellungen ( States )


Die Einstellung kann als „Summe aller neuro-chemischen Vorgänge im inneren einer Person zu einem bestimmten Zeitpunkt“ beschrieben werden. Man kann es auch einfacher sagen, „es ist die momentane Stimmung einer Person“. Der Frame, den du benutzt, beeinflusst deine Einstellung so wie deine Einstellungen auch den Frame beeinflussen. Einfach gesagt, Freude, Wut, Zuversicht, Angst, Apathie etc. sind Einstellungen und sie beeinflussen die Art, wie du die Welt siehst. Wir bewegen uns andauernd zwischen verschiedenen Einstellungen und für jeden von uns sind sie einzigartig. Etwas passiert und wir reagieren automatisch, indem wir die Einstellung anpassen. Du siehst jemanden, der dir gefällt und sofort ändert sich dein Verhalten. Du musst einen Vortrag vor einer Gruppe Leute halten und sofort verändert sich dein Verhalten.

Mit den Bildern, die wir und im Kopf machen und dem, was wir uns selbst einreden, bauen wir unsere eigene Landkarte der Welt. Das ist deine Selbstdarstellung, und sie bestimmt, wie du die Welt siehst. Wenn wir unsere Weltkarte auf Annahmen aufbauen, dass das Leben langweilig und unbefriedigend ist, dann wird das Leben auch so sein. Wenn aber die Annahmen auf Freude und und Aufregung aufbauen, wird uns das auch im Leben widerfahren. Darum widerfährt uns im Leben immer das, worauf wir am verzweifelten starren.

Natürlich ist Liebe, oder das Verliebtsein, eine Einstellung. Was sie auch immer ist, und egal wie wir sie fühlen, sind alle Gefühle, einschließlich der Liebe, physiologische, neuro-chemische Prozesse. Das bedeutet, wenn wir bestimmte Dinge sagen oder tun, wird unser Gehirn beginnen, chemische und elektrische Impulse abzufeuern und diese Gefühle in uns auslösen.

Aber, um diesen Zustand der Liebe zu erhalten, müssen wir und angewöhnen, auf die Dinge besonders zu achten, die wir am Gegenüber lieben.

Freud verglich den Zustand der Liebe mit einer Hypnose. Die Hypnose erlaubt uns, dass wir uns auf bestimmte Aspekte konzentrieren können und andere ausblenden, so dass wir uns entspannen können, mit dem Rauchen aufhören können und ähnliche Dinge mehr. Wenn wir lieben, konzentrieren wir und gezielt auf die Aspekte des Geliebten, die uns besonders gefallen und blenden die anderen Aspekte aus.

Und wie beeinflusst das jetzt die Art wie du deinen Ex-Partner siehst? Ein Teil der Schmerzen des Liebeskummers stammt daraus, dass du deinen Ex-Partner immer noch mit deiner „Liebes-Einstellung“ betrachtest. Diese Einstellung kann vermindert, für manche sogar aufgelöst werden, nur damit, wie du über ihn denkst. Wann immer wir über jemanden nachdenken, malen wir uns eine innere Darstellung von ihm. Wir visualisieren ihn. Meistens geschieht das automatisch und die Darstellung ist nur ein weiterer Aspekt unserer inneren Landkarte. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, nutzen wir diese Visualisierungen die ganze Zeit. Wahrscheinlich nur dann wenn du aufgefordert wirst, das absichtlich zu tun, wird dir bewusst, wie du andere vor deinem inneren Auge siehst.


Wie du Visualisierungen nutzen kannst


Jeder kann Visualisierungen nutzen. Wenn du dir nicht sicher bist, wie man das macht, dann beantworte folgende Frage: Auf welcher Seite deines Autos ist das Lenkrad? Nimm dir genug Zeit, um die Frage sicher zu beantworten. Um diese Frage zu beantworten musst du dir dein Auto vorstellen und die ein Bild von ihm machen. Diese Fähigkeit, dir ein Bild zu machen, ist eine besondere kognitive Fähigkeit und kürzlich haben Wissenschaftler herausgefunden, welcher Teil des Gehirns benutzt wird um diese Bilder zu kreieren.

Manche können solche Visualisierungen besser hervorrufen und scheinen leichter solche Bilder kreieren zu können, aber dieses Können ist nur eine Frage der Erfahrungen. Sie sind sich der Möglichkeiten der Visualisierungen besser bewusst, aber sie sind nicht anders als wir alle. Künstler, Fotografen und Designer haben die Fähigkeit der Visualisierung sehr hoch entwickelt, weil sie sie eben so oft einsetzen. Aber jeder von uns kann sie nutzen und wir alle können lernen, die Bilder zu verändern.

Wenn du dir etwas in der Phantasie ausmalst, ist es vielleicht nicht so lebendig wie im echten Leben, es hat vielleicht weniger Farben, oder das Bild ist transparent. Interessanterweise scheint der Raum in dem wir in der Vorstellung die Dinge sehen, bei jedem anders zu sein, etwas über oder unter der Sichtlinie, direkt vor ihm oder seitlich versetzt oder in der Ecke des imaginären Sichtfeldes.

Es gibt eine einfach Übung um dir eine Fähigkeit der Visualisierung deutlich zu machen. Erinnere dich noch einmal an dein Auto. Und denke an seine Farbe. Jetzt stell dir vor, wie es aussähe, wenn es rosa wäre oder gelbe Streifen hätte. Mache es größer. Und jetzt bewege es weg und mache es kleiner. Beleg es weiter weg und nach unten bis du es dir von oben ansiehst. Du kannst jetzt mit allen möglichen Winkeln und Ansichten spielen.

Also, warum sind Visualisierungen so wichtig? Sie sind wichtig, weil unsere Gefühle auf die Bilder in unserem Inneren reagieren. Das ist ein Teil des Deutungs-Prozesses. Wenn wir an eine Person denken, bestimmt unsere Sicht auf sie unsere Gefühle für sie.

Unser Körper reagiert auf das was wir uns vorstellen genauso wie er auf das reagiert was uns wirklich zustößt. Wir reagieren auf das, worauf wir uns konzentrieren, ob es jetzt wirklich geschieht oder nur in unserer Vorstellung oder sogar in unserer Erinnerung. Die Erinnerung und die Vorstellung beeinflussen unsere Gefühle genauso wie die Realität.



Ein neuer Blickwinkel auf den Ex-Partner


Denke jetzt an deinen Ex-Partner. Sobald du dich erinnerst, wie jemand aussieht, nutzt du Visualisierungen. Erinnere dich, wie er aussah. Was trägt er? Welchen Gesichtsausdruck hat er? Was tut er? Wo ist ihr Bild relativ zu dir? Ist es direkt vor dir oder seitlich versetzt? Hat es Lebensgröße oder ist es kleiner? Ist es ein Film oder ein Bild? Ist es durchsichtig oder greifbar? Hörst du seine Stimme?

Jetzt, wenn du ihn vor deinem inneren Auge hast, spüre die Gefühle in dir, die aufsteigen. Merke dir diese Gefühle.

Und jetzt kannst du dieses Bild verändern als wärst du ein Filmregisseur. Du kannst die Bilder in deiner Erinnerung verändern wie du willst. Du kannst die Handlung verändern, den Ton, die Beleuchtung, die Blickwinkel, einfach alles – und alles geht ganz einfach.



Jetzt werden wir dein Bild des Ex-Partners verändern und wollen sehen, wie sich das auf deine Gefühle auswirkt:


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Wie man die Variablen der Vorstellungen ändert


Unsere Gefühle sind sehr eng damit verknüpft wie wir uns an bestimmte Dinge erinnern. Wenn man die Variablen in der Erinnerung verändert, verändert man damit auch die Gefühle, die mit den Erinnerungen zusammenhängen. Du wirst bemerken, dass einige Veränderungen bessere Effekte haben als andere. Generell gesagt, haben Vorstellungen die näher, größer, heller sind und mehr Farben haben einen größeren Effekt auf unsere Vorstellungen als dunkle, kleine und weiter entfernte Bilder.

Eine der wichtigsten Variablen ist die, ob du dich in dieser Vorstellung siehst oder ob du außerhalb dieser Vorstellung stehst und du sie dir wie ein unbeteiligter Zuschauer ansehen kannst. Ich werde dir gleich zeigen, wie du dich aus einer Vorstellung heraus- oder hineinbewegen kannst und wie viel die das helfen kann.


Wie man sich selbst konditioniert


Das Gehirn ist eine Ansammlung von Milliarden Nervenbahnen und Nervenzellen und jeder Gedanke oder Vorstellung hat seinen eigenen Gang durch sie hindurch. Wann immer wir ein intensives Erlebnis haben, codiert unser Gehirn in unser Nervensystem eine Erinnerung an die Abfolge der Ereignisse, die dazu geführt haben. Wenn wir etwas Neues unternehmen, bauen wir eine neue Nervenbahn, so dass wir diese Erfahrung einfach wieder abrufen können. Jedes Mal wenn wir diese Erfahrung wiederholen, verstärken wir diese Nervenbahn; sie wird mit jeder Wiederholung dieser Handlung verstärkt.

In den 1900ern unternahm ein russischer Wissenschaftler namens Pavlov interessante Versuche. Das bekannteste war das Experiment mit dem Hund. Er ließ immer wenn der Hund fraß, eine Klingel läuten. Nach einiger Zeit verband der Hund die Klingel mit dem Fressen und bekam schon beim Klingeln der Tür Hunger. Es gab ursprünglich keine Verbindung zwischen dem Klingeln und dem Fressen, bis Pavlov eine herstellte. Dieser Vorgang, bekannt als „ konditionierte Reaktion“, ist genau der gleiche aus dem manche Menschen so sehr an manchen Verhaltensweisen hängenbleiben. Manche dieser Verhaltensweisen sind harmlos, so zum Beispiel die, eine ausgestreckte Hand bei der Begrüßung zu ergreifen. Manche sind problematisch, wie zum Beispiel die, sich vollzustopfen als Reaktion auf Angst oder Trauer. Manche von uns konditionieren sich versehentlich obsessiv auf den Ex-Partner und spüren Liebeskummer. Zum Glück können wie diese Konditionierungen ändern und stattdessen Gewohnheiten installieren die uns helfen werden, uns besser zu fühlen.


Die Macht der Vorstellung

Es ist zweifellos eine Tatsache, dass Gewohnheiten und Vorstellungen stärker sind als Logik und Willenskraft. Zum Beispiel, fordere dich jetzt auf, dich wunderbar zu fühlen. Spürst du einen Unterschied? Jetzt stell dir mal vor, du hättest Millionen im Lotto gewonnen und/oder deine Traumfrau würde plötzlich positiv auf deine Avancen reagieren. Komm, stell dir das vor, mit Bild, Ton und in den schönsten Farben. Nimm dir Zeit dafür. Und, ist das nicht ein Unterschied zu vorher, als du dich auffordertest, dich gut zu fühlen?

Dein Körper reagiert viel besser auf eine lebendige Vorstellung als auf einen Befehl. Es ist eine Tatsache, dass dein Nervensystem keinen Unterschied macht zwischen einer wirklichen Erfahrung und einer Vorstellung. Was du immer wieder und wieder in deinen Gedanken hast, das konditioniert dich. Wenn du dir etwas immer wieder und wieder vorstellst, machst du es einem Gehirn leichter es zu automatisieren. Deshalb stellen sich Athleten immer wieder vor, sie würden gewinnen um ihre bestmögliche Leistung abzurufen. Als du das Lesen gelernt hast, war es schwierig und du musstest dich darauf konzentrieren. Aber nachdem du eine Weile gelesen hast, wurde es leichter und leichter für dich weil es in dein Unterbewusstsein einprogrammiert wurde und du es automatisch tun konntest ohne darüber nachzudenken.

Liebeskummer ist etwas, was uns passiert, aber was uns wirklich umwirft sind die Bilder und Gedanken, die wir uns wieder und wieder einreden. Es ist fast so, als ob wir uns selbst zum Negativen programmieren.


Warum manche Leute Liebeskummer haben und andere nicht


Wenn du dir das alles so durchliest, wirst du dich fragen wie es sein kann, dass einige Liebeskummer haben und andere nicht. Die Leute, die keinen Liebeskummer haben, haben sich schon vor Ende der Beziehung emotional vom Partner entfernt. Sie haben auch oft bereits jemand anderes, zu dem sie gehen wollen, sie haben bereits ihre „bessere“ Zukunft geplant. Sie haben sich alles schon oft genau überlegt und haben bereits ihre Nervenbahnen umprogrammiert, so dass ihre neue, aufregende Zukunft für sie schon fast real ist. Die alte Partnerschaft wird in ihren Gedanken bereits anders gesehen. Sie sehen sie bereits als einen Teil der Vergangenheit mit der sie nicht mehr in Verbindung stehen. Das erklärt, warum die Länge einer Partnerschaft nicht darüber entscheidet wie man sich nach der Beendigung fühlt. Es ist deine Zukunftsplanung, ob jetzt bewusst oder unterbewusst, die deine Verbundenheit mit einer Person bestimmt. Der Schmerz den du fühlst, ist proportional zu der Bedeutung, die du der Zukunft gegeben hast und die jetzt nie mehr stattfinden wird.

Den ganzen Tag lang leitet dich dein Bewusstsein, richtet deine Aufmerksamkeit aus und spürt deine Gefühle. Was immer es wiederholt tut, wird ins Unterbewusstsein übertragen. Jeder Gedanke hat das Potential deine Gefühle zu verändern. Physisch gesehen drücken sich die Aktivitäten des Bewusstseins und des Unterbewusstseins als elektrische Impulse im Gehirn aus und sie kontrollieren und kodieren deine Körperchemie.

So gesehen ist Liebeskummer nichts weiter als dass deine Körperchemie und Neuro-Biologie kodiert werden auf „unglücklich“. Wenn wir das so betrachten, können wir den Liebeskummer dadurch heilen, dass wir deinem Körper lehren, den neuro-biologischen Zustand in einen glücklichen zu verändern. Wir können das erreichen, indem wir vorsichtig die Art und Weise ändern, in der die Bilder in deinen Gedanken entstehen. Es sind nicht so, dass die Bilder in deinem Kopf so mächtig wären, es ist die Bedeutung, die wir ihnen geben, da diese sich widerspiegelt in unserem Verhalten und der Körperchemie.

Deshalb hat es so große Auswirkungen auf uns wenn wir die Bilder und Frames ändern, mit denen wir die Welt betrachten.


Wie man sich ver- und entliebt


Wenn sich jemand verliebt ist derjenige voll verbunden mit den damit zusammenhängenden glücklichen Erinnerungen, und das bedeutet, sie sehen diese Erinnerungen in Verbindung mit sich selbst, aus dem Blickwinkel den sie damals hatten. Wenn sie an die schlechten Zeiten denken, sehen sie sich als nicht involviert, das heißt, sie sehen diese Dinge als ob sie nicht daran Teil gehabt hätten und sich als jemand anderes sähen. Deshalb haben die guten Erinnerungen einen größeren Einfluss als die schlechten. Das verstärkt noch die positiven Gefühle für den Geliebten. Ständiges Denken an den Geliebten verstärkt zusätzlich die Nervenbahnen im Gehirn.

Wenn jemand sich entliebt, dann verändern sich die Bilder seiner Erinnerung. Er sieht sich mehr und mehr außerhalb der Erinnerungen, er trennt sich schon im Kopf von ihnen und damit von seinem Partner. Er sieht die glücklicher Erinnerungen von außen und sieht sich selbst wie eine fremde Person. Gleichzeitig rücken die negativen Erinnerungen mehr und mehr in den Vordergrund.

Einfach gesagt, sie entfernen sich aus den guten Erinnerungen und beziehen sich mehr und mehr ein in die negativen Erinnerungen. Deshalb verändern sich ihre Gefühle.



Anleitung zum Entlieben


Ein Teil des Liebeskummer stammt daher, dass man immer noch den Ex so liebt, wie er früher einmal war. Es schmerzt weil ein Teil von dir immer noch mit ihm verbunden ist. Ich zeige dir jetzt wie du diesem teil von dir helfen kannst, sich selbst von diesem schmerzhaften Gefühl zu befreien.




Gedankenfeldtherapie


Ein gebrochenes Herz zu heilen braucht Zeit. Aber es braucht viel weniger Zeit als du vielleicht fürchtest, aber für manche ist es trotzdem mehr Zeit als sie wirklich wollen. Deshalb werde ich euch hier viele Übungen zeigen die euch helfen könne, dass ihr euch direkt besser fühlt, während der Vorgang der Heilung, des Lernens und der Erholens abläuft.

Die nächste Übung, die ich dir zeigen werde, ist eine der stärksten Methoden die ich kennengelernt habe. Es ist eine erstaunlich verlässliche Übung die die Stärke jeder Emotion verringert und dich ruhig und ausgeglichen werden lässt. Wenn die Gefühle die Oberhand gewinnen, kann diese Methode das beenden.

Das bedeutet, dass diese Methode alles, egal woran du dich erinnerst, was auch immer du fühlst, ausblenden kannst und du dich in einen Zustand der Ruhe und Entspannung versetzen kannst damit du dich wieder sammeln und besser fühlen kannst.

Was du tun wirst, ist dass du dich an bestimmten Punkten deines Körpers antippen wirst. Die Methode bewirkt eine Veränderung dabei, wie dein Gehirn Traumas produziert und verarbeitet. Wenn du die Punkte antippst, so wie ich es beschreibe, wirst du den Grad deines emotionalen Schmerzes erstaunlich schnell verringern.

Vielleicht sieht diese Methode für dich zuerst etwas komisch aus, aber sie funktioniert. In einem Moment werde ich dich darum bitten, an eine Zeit zu denken, wenn du mit Liebeskummer zu tun hattest. Aber wenn du meinen Anweisungen folgst, werden deine Schmerzen verschwunden sein. Es sieht aus wie Magie, aber es ist nur Wissenschaft.



Innere Heilung durch Antippen


Du musst bei der folgenden Übung wirklich ein paar Minuten genau aufpassen, weil es wichtig ist, dass du dich auf das Gefühl konzentrieren musst, das du dir für diese Übung ausgesucht hast und das du hierdurch verringern willst...

( Lies dir die Übung gründlich durch bevor du sie beginnst, damit du genau weißt, was du zu tun hast. )

Diese Übung beinhaltet dass du dich an speziellen Stellen deines Körpers antippst. Es ist egal, ob du die linke oder die rechte Hand verwendest und es ist auch egal, ob du dich an der linken oder an der rechten Seite deines Körpers antippst. Es hat auf beiden Seiten denselben Effekt also verwende einfach die Seite, die dir gefällt.




Es ist möglich, dass du die Sequenz zwei oder drei mal durcharbeiten musst bis das Gefühl oder der Liebeskummer ausreichend verringert ist, obwohl die meisten Menschen des schon beim ersten oder zweiten Versuch schaffen.

Wenn du diese Sequenz mehrfach durchlaufen hast, und das Gefühl verringert sich nicht, dann bedeutet das, dass es eine wichtige Botschaft für dich enthält. Bevor du die Gefühle weiter verringern kannst, musst du die Übung „ Finde die positive Bedeutung“ aus dem nächsten Kapitel durchlaufen. Um herauszufinden, was dir dieses Gefühl sagen will.

Lies zuerst das nächste Kapitel und durchlaufe dann die genannte Übung.




Zuletzt von koc am Fr März 16, 2012 12:29 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

koc

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4. Wie soll ich mit meinem Ex-Partner umgehen?

Beitrag  koc am Mo März 05, 2012 8:26 pm

4. Wie soll ich mit meinem Ex-Partner umgehen?


Bis jetzt haben wir uns nur darum gekümmert wie du deinen Liebeskummer heilen kannst. Und das bleibt auch unsere wichtigste Aufgabe. Aber in jeder zerbrechenden Beziehung gibt es immer zwei externe Faktoren um die du dich kümmern musst: Dein Ex-Partner und alle Menschen die du kennst. Uns so sehr du dich darum kümmern musst, dein Inneres zu heilen, musst du dich auch damit befassen, was um dich herum passiert.

Wenn ihr euch trennt, wird sich dein Ex-Partner nicht in Luft auflösen. Vielleicht lebt er in der Nachbarschaft oder er arbeitet im selben Büro. Vielleicht habt ihr gemeinsame Freunde oder unterstützt die gleiche Mannschaft. Wenn das so ist, wirst du mit seiner Anwesenheit umgehen müssen. Manchmal ist das leicht, manchmal nicht.

In diesem Kapitel werden wir untersuchen, warum dein Ex-Partner eine Problem in deinem Leben werden kann und ich werde dir Tricks und Taktiken zeigen wie du verhindern kannst, dass sie dich aufhalten.


Der Ich- Club


Stell dir vor, du wärst ein Club. Jeder Club hat Regeln. Nachtclubs haben Regeln, wie keine Raufereien oder keine Drogen. Welche Regeln hat dein Club? Welche Umgangsformen erwartest du von Leuten mit denen du dich umgibst? Würdest du Lügner hineinlassen? Oder Leute, die ihre Versprechen nicht halten? Oder Leute, die nicht zurückrufen? Wo ziehst du die Linie?

Was sind deine Standards an Freundlichkeit, Höflichkeit, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit? Denk jetzt darüber nach und entscheide welcher Art Club du beitreten willst. Die Clubregeln sind die regeln, an die sich alle deine Freunde, Partner und Geschäftspartner halten müssen.

Nimm dir einen Moment und schreib dir die Regeln auf, die für deinen Club gelten sollen. Das Aufschreiben wird dir helfen dir darüber klar zu werden was du erwartest und was du nicht zu tolerieren bereit bist. Und wenn du dir die Regeln aufgeschrieben hast, hänge sie an den Kühlschrank oder leg sie neben das Telefon. Deine Liste wird dir helfen, einen klaren Kopf zu behalten und dich an deine Prinzipien erinnern wenn du schwierige Telefonate mit schwierigen Leuten führst.

Du musst niemanden von dem Club erzählen. Das sind keine Regeln die du erzwingen willst. Du kannst niemanden ehrlich oder verlässlich machen wenn der nicht will. Aber wenn sie nicht den Regeln folgen bedeutet das, dass sie nicht mehr in den Club eingelassen werden. Du hast nichts mehr mit ihnen zu tun. Du triffst keine Verabredungen mehr mit ihnen und es gibt nichts was sie tun könnten um dich herunterzuziehen.

Es ist sehr wichtig dass du erkennst, dass diese regeln natürlich auch für dich gelten. Du musst dich an die halten. Wenn du das nicht tust, wird dein Verhalten den anderen Leuten zeigen, dass sie das auch nicht tun müssen und der Club existiert nicht mehr. Wenn du zum Beispiel denkst, die Mitglieder deines Clubs sollten keinen Klatsch verbreiten, dann ist das eine Regel deines Clubs. Wenn jetzt du aber schwätzt, zeigt dein Verhalten dem Rest des Clubs dass schwätzen in Ordnung ist. Der Club wird nicht lange bestehen.

Die Idee des Ich-Clubs ist sehr hilfreich wenn du dich in Situationen findest, in denen Leute dich verwirren oder dich unter Druck setzen wollen und du nicht weißt, was du tun sollst. Frage dich: „Wäre es für ein Mitglied meines Clubs in Ordnung, sich so zu verhalten?“

Genauso wenn sich dein Ex-Partner in einer Weise verhält, die dir wehtut oder dir Probleme bereitet, frage dich: „Folgt er den Regeln meines Clubs?“ Wenn nicht, dann zieh dich zurück. Hör auf, mit ihnen zu reden. Hör auf, sie zu sehen. Was sie außerhalb deines Clubs machen, ist nicht dein Problem.

Das ist auch sehr praktisch wenn du feststellst, das sein Freund hinter deinem Rücken schlecht über dich redet. Nimm ihn zur Seite und rede ernsthaft mit ihm:
„Ich habe gehört, was du über mich gesagt hast und ich finde es beleidigend. Es verletzt mich!“
„Aber nein, das wollte ich nicht, ich...“ wird er sich zu rechtfertigen versuchen.
Unterbrich ihn direkt.
„Nein. Was immer du auch wolltest, es verletzt mich. Ich will das nicht. Hör auf damit, dann können wir Freunde bleiben!“

Diese Idee des Clubs ist sehr hilfreich, aber sie kann nicht jedes Problem lösen. Nicht alles lässt sich mit so einer klaren Lösung erledigen. Es kann Komplikationen geben. Manchmal scheinen die Leute freundlich und höflich zu sein und trotzdem scheint irgendetwas komisches vorzugehen. Im Folgenden werden wir und Situationen ansehen, die auftreten können nachdem sich Menschen getrennt haben und sich trotzdem noch miteinander umgehen müssen, aber vermeiden wollen verletzt oder ausgenutzt zu werden.


„Mein Ex-Partner verlässt sich auf mich!“


In Partnerschaften hilft man sich meisten indem man Aufgaben für den anderen übernimmt. Einer macht die Buchführung und der andere kümmert sich um das Auto. Das selbe passiert auch auf emotionaler Ebene. Den einen Tag baut er sie auf, am nächsten sie ihn. Solche Aufgaben füreinander zu erledigen, ob jetzt praktisch oder emotional, wird bald zu einer festen Gewohnheit.

Aber manche Menschen wollen nicht auf die Annehmlichkeiten solcher Arrangements verzichten, auch wenn die Partnerschaft beendet wurde. Das sind die Exen, die anrufen und „reden wollen“ wenn es ihnen nicht gut geht oder die sich Teile aus der Beziehung herauspicken wollen die ihnen angenehm erscheinen, auch wenn die nicht mehr mit dem anderen zusammen sind. Es wird dich aber immer wieder daran hindern, voranzukommen, wenn du dich für so etwas immer wieder ausnutzen lässt.

Wenn ihr gemeinsame Kinder oder ein Unternehmen habt, werdet ihr nicht darum herumkommen, weiterhin viel Kontakt zu haben. Die Kinder brauchen immer noch deine ganze Liebe aber die dürfen nie als Entschuldigung herhalten damit du dich von deinem Ex-Partner ausnutzen lässt. Wenn du dich von komplizierten Ausreden, Gründen und Plänen umzingelt siehst oder dich vor dir selbst oder deinen Freunden erklären musst, dann mache eine Pause, gehe im Geist einen Schritt zurück und frage dich: „Werde ich ausgenutzt?“

Vielleicht musst du Grenzen setzen. Du musst herausfinden, wo du die Linie ziehst und dabei können dir zwei Fragen helfen, die dir helfen können, diese Grenzen herauszufinden.

Die erste Frage ist: „Wenn ich mal ehrlich überlege, wer verplant mein Leben?“ Wenn du immer deine Pläne anpasst um es deinem Ex-Partner recht zu machen, oder dich immer schlecht fühlst, nachdem du ihn gesehen hast, dann sollten deine Alarmglocken schrillen dass du engere Grenzen setzten musst.
Die zweite Frage ist: „Wenn ich einen guten Freund in der selben Situation hätte, welchen Ratschlag würde ich ihm geben?“ Wegen eurer gemeinsamen Vorgeschichte ist es wahrscheinlich schwer für dich, objektiv mit ihm umzugehen. Sich einen guten Freund in dieser Situation vorzustellen kann dir helfen, einen klareren Blick darauf zu bekommen, was passiert.

Diese Fragen erlauben dir einen Schritt zurück zu tun und dich selbst in einem größeren Rahmen zu betrachten ohne von deiner emotionalen Verwicklung überwältigt zu werden.



Grenzen setzen


Wenn du entscheidest, dass du dich deinem Ex-Partner gegenüber stärker abgrenzen musst, sind hier ein paar Ratschläge:

1. Zuerst, schreib dir auf wie viel du tun willst und wann du aufhörst. Das zu tun wird dir klarmachen was du zu tun bereit bist. Es wird sich dir noch besser einprägen weil du es aufschreibst. Du kannst dir besser merken wozu du dich entschlossen hast und bei Entscheidungen bleiben wenn du sie aufgeschrieben hast.

2. Zweitens, bleib dabei, auch wenn du dich nicht mehr unter Druck gesetzt fühlst. Wenn Leute bemerken, dass ihre alten Taktiken der Manipulation nicht mehr greifen, dann wechseln sie die Strategie. Wenn sie zuerst emotionale Erpressung versuchten, können sie plötzlich sehr vernünftig und logisch erscheinen und dann fragen sie so lieb nach etwas, dass du es ihnen kaum abschlagen kannst. Lass dich nicht verwirren! Bleib zumindest einen Monat lang bei dem, was du dir aufgeschrieben hast!

3. Erkläre nichts! Tu was du für vernünftig hältst und nichts mehr. Wenn eine Beziehung manipulativ und schwierig geworden ist, öffnen Erklärungen nur die Tür für Diskussionen, Streits und noch mehr Komplikationen. Wir werden dafür später noch weitere Beispiele sehen. Fürs erste reicht es, wenn du bei deinem Plan bleibst, tust, was du für richtig hältst und dich nicht in Debatten verwickeln lässt, bleibe freundlich und dann gehe.




Sex mit dem Ex?


Manchmal geht es weiter. Dein Ex versucht mit dir zu schlafen. Er will zwar nicht mit dir zusammen sein, er will nur Sex. Sex mit einem Ex ist nie eine einfache Sache. Sex ist eine mächtige Sache. Er umgeht die Logik und die Versprechen des Bewusstseins und beeinflusst direkt deine Gefühle. Unterschätze das niemals!

Sexuelle Anziehung kann benutzt werden um macht zu gewinnen. Sie kann auch benutzt werden um Menschen zu kontrollieren. Wut, Trauer und Rache können durch Sex ausgedrückt werden. Manche Menschen versuchen über ihre Gefühle wegzukommen und stürzen sich in sexuelle Ablenkungen.

Nicht jeder Sex resultiert aus Liebe. Wenn du Liebeskummer hast, braucht dein Herz Heilung, nicht deine Lust. Auch wenn es schwer ist, Sex mit dem Ex ist es nicht wert. Eine Frage kann dir dabei helfen: „Ist Sex alles was ich will?“ Wenn Sex wirklich alles ist, was du willst, dann ist der Ex-Partner sicher nicht die beste Wahl dafür. Erinnere dich daran, dass nur einer von euch Liebeskummer hat, also ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es nicht dein Ex-Partner ist. Außerdem wird dir das nur wieder ein ganzes Bündel von Problemen bereiten. Wenn du wirklich nur Sex willst, dann wirst du ihn leichter bei anderen Menschen bekommen.

Wenn Sex nicht alles ist, was du willst, was willst du dann? Ist es Kontrolle, oder ein Ausdruck der Wut oder etwas anderes Negatives, dann sei so ehrlich wie du kannst und sage es. Das wird die Atmosphäre sofort ändern. Wenn du Sex und Liebe willst, dann gestehe dir das ein. Du musst das nicht deinem Ex-Partner sagen. Sei ehrlich zu dir! Liebe hält länger als Leidenschaft also warte auf einen besseren Zeitpunkt wenn dich nicht deine Hormone verwirren und rede dann. Wenn dich dein Ex-Partner nicht sehen will außer um Sex zu haben, dann ist Sex alles was er will. Deshalb ist er ja auch dein Ex-Partner.

Wenn er mehr will als Sex, wenn er dich wirklich zurück will, dann ist es eure große Aufgabe, ehrlich miteinander zu sprechen und herauszufinden, was zur Trennung geführt hat und daran zu arbeiten, das zu ändern. Das braucht Zeit, Geduld, Mut und Ehrlichkeit. Sexualhormone, die in deinem Blutkreislauf schwirren sind nicht unbedingt hilfreich hierbei.

Sollte es doch zu Sex mit deinem Ex kommen, kennst du die Schwierigkeiten, die daraus entstehen werden aber mach sie nicht noch komplizierter, indem du dir selbst Vorwürfe machst. Vergib dir selbst, aber erinnere dich daran, wie es passieren konnte. Komm nicht wieder in diese Situation. Wenn es passiert ist, als ihr beide betrunken wart, dann reicht es nicht aus, den Alkohol zu meiden. Vermeide die Situation in der ihr euch betrunken habt. Vermeide nicht nur die Versuchung, vermeide die Orte und Zeiten, in denen die Versuchung auf dich wartet.


„Mein Ex-Partner spielt Spielchen!“


Es gibt eine unendliche Liste von Spielchen die Leute spielen und Tricks auf die Menschen hereinfallen. Alle diese Spielchen sind auf die eine oder andere Art verbunden mit der Angst und der Unsicherheit.

Leute können so tun, als wären sie verletzt, oder dir die Schuld zuschieben oder Lügen über dich erzählen, oder vor dir herumscharwenzeln um dich glauben zu machen, sie wollen zu dir zurück. Vielleicht rufen sie dich an und wollen dich treffen und erzählen dir dann alles über ihren neuen Partner. Vielleicht haben sie dich verlassen und werden dann eifersüchtig wenn sie dich mit jemand anderen sehen. Sie tun das alles vielleicht nicht um dich zu verletzen. Dieses Verhalten kommt selten aus dem Bewusstsein oder aus absichtlicher Bosheit. Es ist in den meisten Fällen nur ein Ergebnis des Gefühls des Alleinseins oder der Angst.

Ich werde keine Liste all der Spielchen aufschreiben weil ich sicher bin, damit niemals fertigzuwerden. Es gibt immer wieder eine neue Version einer alten Idee Sehen wir lieber mal nach, was dahinter liegt. Der Hintergrund all dieser Spielchen ist dass sie versuchen, dich schutzlos zu erwischen indem sie deine automatisierten Antworten ausnutzen.


Soziale Konditionierungen


Es gibt eine Reihe informeller Regeln, denen wir alle zustimmen. Das sind die sozialen Konditionierungen. Zum Beispiel, halten wir die Konditionen ein indem wir nicht sprechen während eine Film im Kino läuft oder um Erlaubnis bitten bevor wir rauchen wenn wir zu Besuch sind. Wenn dir jemand die Hand hinstreckt, ergreifst du sie normalerweise ohne darüber nachzudenken. Wir versuchen, zu jedem höflich zu sein und wir lügen im Allgemeinen nicht. Eine andere starke Konditionierung ist es, auf eine Frage zu antworten wenn wir gefragt werden.

Wir denken über diese Konditionierungen nicht nach, wir befolgen sie einfach. Aber die Tatsache dass wir nicht über sie nachdenken bewirkt dass diese Konditionierungen unbewusst ablaufen und dazu benutzt werden können um uns zu Reaktionen zu bringen, die wir normalerweise nicht wählen würden.

Sogar eine kleine Frage kann zur Falle werden. Der gewöhnlichste Weg um so eine Frage gegen uns zu verwenden ist der, dass eine Annahme in der Frage versteckt ist. Solange du nicht sehr vorsichtig bist mit einer Antwort, stimmst du der implizierten Annahme zu. ( Angeklagter, haben sie endlich aufgehört, ihre Frau zu schlagen? )

Verkäufer sind sehr gut geschult darin dich mit ihren Fragen in die Richtung zu lenken, die sie wollen. „Wollen sie das Auto in blau oder bevorzugen sie es in rot?“ Er setzt damit schon voraus, dass du das Auto kaufen willst, es geht nur noch um die Farbe. Wenn mehrere solcher Annahmen miteinander verknüpft werden dann werden sie noch eindringlicher. Es ist so schwer, sie alle im Blick zu behalten, dass jemand, der darauf nicht vorbereitet ist, hiervon völlig überrumpelt wird.

„Wirst du diese Woche aus der Wohnung ziehen oder erst nächsten Monat?“ Das klingt wie eine einfach Frage und das ist es auch. Sie hat einfach vorausgesetzt dass du, nicht der Ex-Partner, nicht ihr beide die Wohnung verlässt. Die Frage nach dem wann wurde dazu benutzt, die Frage nach dem OB vorwegzunehmen.

Die beste Verteidigung gegen solche Vorannahmen ist nicht, diese zu erkennen und zurückzuweisen. Die beste Taktik ist es, zu lernen, deine konditionierte Reaktion eine Frage zu beantworten, zu verändern. Lerne auszuweichen. Es gibt drei einfache Methoden das zu tun.

Die erste Methode kannst du jede Woche von Politikern im Fernsehen lernen. Politiker beantworten nie eine Frage direkt. Biete einem Politiker eine Tasse Tee an und er wird fünf Minuten brauchen um etwas ähnliches zu beantworten wie: „Ich denken, unter den gegebenen Umständen kann ich mir vorstellen, das wäre eine gute Idee...“ Also reiß dir ein Blatt aus dem Handbuch für Politiker und beantworte so eine Frage mit einer nichtssagenden Phrase und dann sage, was du denkst:
„Ich weiß nicht, aber was ich noch anmerken wollte ist....“
Die zweite Methode ist die unverbindlich zu sein. Sage irgendetwas aber gib keine Antwort. „ich weiß es nicht. Ich fühle mich nicht in der Lage hierüber eine Entscheidung zu treffen.“ oder „ich bin mir nicht sicher, ich muss darüber nachdenken!“ Und so weiter.

Die dritte Methode ist es, die Frage mit einer Frage zu beantworten. „Warum fragst du das?“ „Wie meinst du, soll ich darauf antworten?“ „Denkst du, das wäre jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Antwort?“ und so weiter.


Natürlich, du kannst auch gar nicht antworten. Du kannst einfach schweigen oder das Thema wechseln.

Es gibt sicherlich einige wichtige Themen die du mit deinem Ex-Partner noch klären musst. Wenn ihr Eigentum besitzt oder Kinder habt wirst du auf Fragen antworten müssen. Aber du musst das nicht von Angesicht zu Angesicht. Wenn du bemerkst, dass schon so einfache Fragen Manipulation, Streit und Schwierigkeiten mit sich bringen, dann bitte deinen Ex-Partner darum, alle seine wichtigen Fragen aufzuschreiben und sie dir zu geben oder zu senden. Nimm dir Zeit um sie dir in Ruhe anzusehen. Lass deine Gefühle außen vor und wenn du dich beruhigt hast, entscheide über deine Antwort. Schreibe deine Antworten auf und schicke sie ihm zurück.


Verlässlichkeit


Verlässlichkeit ist eine gute Sache, nicht? Nicht immer. Ich habe eine heftige Lektion von einer Frau bekommen, die extrem unzuverlässig war. Die Beziehung mit ihr war wie eine Achterbahn. Wenn ich zurückblicke erkenne ich dass keiner von uns beiden eine Vorstellung davon was wirklich passierte. Sie war leidenschaftlich und liebevoll und verschwand dann für Tage. In der ganzen Beziehung war ich so verlässlich wie ich nur sein konnte. Ich dachte, damit könnte ich ihr helfen, sesshaft zu werden, anstatt sich auf mich zu werfen und dann zu verschwinden. Ich glaube nicht, dass sie es auch so sah. Ich glaube, sie fand mich mehr und mehr langweilig.

Auch nachdem wir uns getrennt hatten, tauchte sie immer noch auf, bot Liebe und forderte Aufmerksamkeit und verschwand dann wieder. Irgendwann verstand ich dann. So lange ich geduldig war, verlässlich und bereit ihr Verhalten zu akzeptieren, würde es immer weiter passieren. Meine Bereitschaft und meine Verlässlichkeit machten es möglich. Ich hatte eine Wahl. Ich konnte unzuverlässig werden und herausfinden ob da mehr in dieser Partnerschaft stecken kann oder ich könnte weitermachen wie bisher und würde niemals wissen wann sie auftauchen und mein Leben auf den Kopf stellen würde.ich wurde als etwas unzuverlässiger und ich hörte nie wieder etwas von ihr.

Es ist nichts falsch an der Zuverlässigkeit. Aber wenn du nicht ausgenutzt werden willst, dann verteil sie nicht freigiebig an jemanden der nie etwas zurückgibt.


In einen Kampf hineingezogen werden


Hast du jemals versucht, mit deinem Ex-Partner eine kurze, einfache Unterhaltung zu führen und es endete in einer regelrechten Schlacht? Hast du dich nie gefragt wie das passiert ist? Und warum es s schnell passiert ist?

Man sagt, sie hat deine Knöpfe gedrückt. Dein Ex-Partner weiß, was dich auf die Palme bringt – die Dinge, auf die du sensibel reagierst. Wenn er diese Knöpfe drückt verteidigst du dich und die Situation eskaliert. Die normale Reaktion der Verteidigung ist der Angriff, also werden wir uns meistens verteidigen indem wir angreifen und das endet in einer Schlacht.

Das komische ist, dass andere deine Knöpfe oft besser kennen als du selbst. Das geschieht weil unsere Verteidigung automatisch läuft. Wir wollen es nicht wissen warum wir so empfindlich sind, also achten wir nicht darauf – wir schalten direkt auf Angriff.



Der beruhigende Anker


Hier kommt eine mächtige Sequenz die dir helfen kann, einen Streit zu vermeiden. Je mehr du sie übst, umso leichter wird es für dich sie zu benutzen wenn du sie brauchst. Es wäre gut sie einzuüben, besonders wenn dein Ex-Partner viel Erfahrung damit hat, dich zu provozieren. Je öfter du dich hast provozieren lassen, desto mehr Denkmuster hast du dir schon angeeignet – also muss du die die Alternative aneignen.


Spiel nicht den Oberlehrer!


Viele Verlassene sagen „Wenn ist doch nur noch einmal mit meinem Ex-Partner reden könnte, ich würde mich so viel besser fühlen.“ Vielleicht haben sie sogar recht, aber wieder einmal, wenn der Ex-Partner zuhören wollen würde, hätte die Beziehung vielleicht gar nicht geendet. Wenn die Dinge einmal aus dem Ruder laufen müssen wir das akzeptieren.

Dein Ex-Partner wird dich nicht automatisch verstehen oder dir auch nur zuhören. Die Chancen, dass wenn du versuchst, ihm etwas zu erklären, er das falsch versteht oder deine Sicht der Dinge nicht teilt sind groß Eher wird er deine Worte verdrehen oder dich falsch verstehen. Du kannst andere Menschen nicht zwingen, deine Sicht der Dinge zu übernehmen, wenn sie das nicht wollen.

Erzähl deinen Freunden die Wahrheit. Sag ihnen, wie unvernünftig dein Ex-Partner ist. Aber erwarte nicht, dass dein Ex-Partner dir zustimmen wird, auch wenn du recht haben solltest. Ein Teil des Loslassens ist es zu mit den Missverständnissen, der Unvollständigkeit und der Verwirrung zu leben.


Niemand ist perfekt


Du musst nicht so tun als wärst du unverwundbar. Deine Gefühle und deine Hoffnungen sind so wertvoll und wichtig wie die von jedem anderen. Wenn du eine Zukunft verlierst auf die du gehofft hattest, ist das ein echter Verlust und es ist richtig zu leiden. Du hast dich genug eingebracht um Schmerzen zu haben. Wenn du traurig deswegen bist, schäme dich nicht deswegen. Wenn du dir die Trauer selbst eingestehst, kann dich niemand dazu manipulieren sie auszudrücken. Leute die ihre eigene Traurigkeit verstecken werden nicht weiterkommen. Was noch schlimmer ist, sie bleiben der selbst aufgesetzten Maske der Fröhlichkeit verpflichtet und sie müssen ihre ganze Energie verschwenden um die Fassade aufrecht zu erhalten. Niemand ist perfekt. Wir alle machen Fehler und wir alle sind verwundbar.

Wir haben alle unsere Stärken. Und solange sie nicht mit den Freiheiten anderen Menschen kollidieren, sind deine Interessen genauso wertvoll und wichtig wie die aller anderen. Es gibt keinen Grund für Selbstzweifel oder dafür, dich selbst runterzumachen. Und es gibt keinen Grund so zu tun als wäre man perfekt oder eine Maske aufzusetzen. Wer du bist ist absolut richtig.

Trotzdem wirst du einige Menschen finden die so tun, als ob sie unverwundbar wären, als wären sie nicht verletzt und alles in ihrem Leben wäre absolut perfekt. Wenn jemand so tut als wäre alles in ihrem Leben perfekt, lass dich davon nicht verwirren. Sie lügen. Frag dich selbst warum sie das tun. Warum müssen sie so eine Show veranstalten dass sie keine Probleme hätten? Vielleicht haben sie Angst, es zuzugeben oder sie schämen sich. Vielleicht bewerten sie ihr Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit höher als ihre Gefühle? Welche Gründe sie auch immer haben, erinnere dich daran, es ist ihr Problem, nicht deines.

Wenn du deinem Ex-Partner vorspielst, du wärst perfekt, dann lügst du – und er wird das gegen dich verwenden können. Du kannst Fehler machen, du kannst zugeben dass du verletzlich bist. Lass dich nicht dazu verführen, jemand anderes spielen zu wollen als du bist. Wenn du zum Beispiel deinen Ex-Partner zurück willst und dir das nicht eingestehen willst, kann es passieren, dass du ausgenutzt wirst.


„Warum fühle ich mich so unsicher wenn ich meinen Ex-Partner sehe, auch wenn ich die Beziehung beendet habe?“


Für die meisten von uns sind die Dinge, die man nicht einfach bekommen kann interessanter als die Dinge, die man leicht erhalten kann. Dafür gibt es einen einfachen Grund. Wenn Dinge wünschenswert sind, werden sie verlangt, was sie knapp macht, und aus der Knappheit wächst im Unterbewusstsein der Wunsch, sie zu besitzen.

Als man in einem Experiment zweijährigen Jungen zwei Spielzeuge zur Auswahl gab, von denen eines schwieriger zu erhalten war, wählten alle Jungen das schwer zu erreichender zuerst. Du kannst dir jetzt denken. „Ja, kleine Jungs“, aber eine Studie zeigte das gleiche Verhalten auch bei Erwachsenen. Junge Paare empfanden tiefere Gefühle wenn ihre Eltern gegen die Verbindung waren.

In einem anderen Experiment wurden Leuten Kekse angeboten. Die einen erhielten den Keks aus einem Gefäß mit nur zwei Keksen, die anderen aus einem Gefäß mit zehn Keksen. Die, die aus den zwei Keksen wählen mussten, schätzten die Kekse als hochwertiger ein als die, die aus zehn Keksen wählen konnten. Warum waren sie zufriedener? Einfach aus der Tatsache, dass nur zwei zur Auswahl standen, schloss das Unterbewusstsein, dass es einen Mangel bei der Versorgung mit Keksen gäbe. Dinge, die gewollt werden, sind üblicherweise knapp, deshalb schloss das Unterbewusstsein, auch wenn das nicht wirklich logisch war, dass diese Kekse besonders sind. Das Knappheitsprinzip bei der Arbeit. Mehr erfährst du wenn du dich unter dem Stichwort „Worchel-Experiment“ erkundigst.

Dieses Experiment und andere zeigen auf, dass diese Reaktionen auf Knappheit im Unterbewusstsein liegen. Es ist eine automatische menschliche Reaktion dass wir haben wollen, was wir nicht haben können. Diese Reaktionen können aber auch beim Ende einer Beziehung ausgelöst werden. Wir wollen automatisch, was plötzlich knapp geworden ist. Darum, auch wenn du selbst die Beziehung beendet hast, kannst du plötzlich Sehnsuchtsgefühle zu deinem Ex-Partner spüren, einfach deshalb weil er plötzlich nicht mehr erreichbar ist.

Oft wenn wir automatisch reagieren bemerken wir nicht einmal, dass wir überhaupt reagieren. Der Schlüssel um die Reaktion auf die Knappheit zu reagieren ist, ihn zu bemerken. Wie wir vorher gesehen haben, enthält unsere bewusste Aufmerksamkeit die Möglichkeit zu entscheiden. Sobald du die automatische Reaktion bemerkst, hast du die Möglichkeit, sowohl den Auslöser zu verändern als auch die Reaktion. Darum vermindert es die Kraft des unterbewussten Verhaltens wenn man es in die bewusste Aufmerksamkeit verschiebt. Jetzt wo du das Knappheitsprinzip kennst, weißt du, warum du noch Sehnsucht nach deinem Ex-Partner hattest. Es war nur eine automatische Reaktion.


„Er hatte eine Affaire, er hat mein Herz gebrochen, aber jetzt lässt er mich nicht in Ruhe!“


Der Effekt des Knappheitsprinzips wirkt auch bei vielen Ex-zurück-Versuchen. Aber der Fall einer Frau zeigt hier recht deutlich, warum manche Paare einen Neuanfang versuchen.
Sie wusste nicht, wie sie mit ihrem Ex umgehen sollte. Er hatte eine Affaire und sie warf ihn raus. Dann bettelte er, sie solle ihm verzeihen und ihn zurücknehmen. Nach einer Zeit vergab sie ihm und nahm ihn zurück. Und dann betrog er sie wieder und sie warf ihn wieder hinaus. Sie fragte um Rat weil er jetzt wieder hinter ihr herlief und sie nicht wusste, wie sie sein Verhalten deuten kann.
Sie mochte ihn wirklich gern, aber sie wusste, dass sie ihm nicht vertrauen kann. Sie verstand ihn auch nicht. Wenn er sie so sehr liebte, dass er ihr so hinterherläuft, warum betrog er sie dann?
Von dem, was sie über ihren Ex erzählte ließ sich schließen, dass er unter seiner Schale des erfolgreichen, schwungvollen Mannes unter einem Mangel an Selbstbewusstsein leidet. Und wenn man dann die Partnerschaft mit diesem LSE-Frame betrachtet ergibt sich ein anderes Bild :

Er trifft eine wunderschöne Frau die sich in ihn verliebt. Plötzlich erfüllt sich alles, was er sich immer gewünscht hat. Er hat eine schlanke, blonde und intelligente Freundin. Sie ist die Frau seiner Träume. Aber tief drinnen glaubt er nicht, dass er so eine Frau verdient. Er denkt, er sei ein Betrüger. Er ist nicht so selbstbewusst wie er vorspielt, er macht sich Sorgen weil er nicht so gut aussieht wie sie und er glaubt nicht, dass er so einer Frau genügen kann. Er hat Angst, dass sie seine Maske entlarven könnte.

Er hat Angst und sucht jemand, der ihm Selbstvertrauen geben kann aber er traut sich nicht, hierzu zu seiner Partnerin zu gehen weil er Angst hat, dass sie ihn verlässt wenn er von seinen Sorgen erzählt. Er trifft eine jüngere Frau auf einer Feier die ihm zeigt, dass er ihr gefällt. Sie ist verfügbar, sie ist leicht zu haben, sie boostet sein Ego und deshalb geht er mit ihr ins Bett. Die Eroberung hebt sein Selbstbewusstsein. Aber er nimmt sie nicht ernst, und deshalb muss er sich ihr nicht öffnen. Bei ihr kann er immer noch den coolen, erfolgreichen Mann spielen.Aber seine Freundin findet es heraus und trennt sich von ihm.
Seine Welt liegt jetzt in Trümmern. Die Frau seiner Träume ist jetzt aus seinem Leben gegangen. Er ist verzweifelt. Er bettelt dass sie ihn zurücknähme. Er erzählt ihr dass sie wunderbar ist und dass er sie braucht und dass es niemand anderen für ihn auf dieser Welt gibt blarhabarbersülz...
Er wird ihr alles erzählen um sie zurückzubekommen außer der Wahrheit: das er sich ihrer nicht würdig fühlt. Er wird ihr das nicht sagen weil er es sich selbst gegenüber nicht eingestehen will und auch wenn er das täte, ist er sich sicher dass sie nie zurückkommen würde.

Nur durch seine Ausdauer schaffte er es, sie zurückzugewinnen. Aber es hatte sich nichts geändert. Er hatte immer noch Angst davor, sich ihr zu öffnen und jetzt hatte er noch den Stress ihr beweisen zu müssen, dass er sich nach anderen Frauen nicht mal umdrehen würde. Irgendwann wurde der Stress zu groß und er fand Erlösung von seinen Sorgen als eine hübsche junge Frau mit ihm auf einer Party flirtete. Und der Kreislauf begann von vorn.

Beide hatten vergessen, dass niemand perfekt ist. Er versuchte vorzuspielen, dass er besser sei als er im Inneren wusste Und sie war auf seine Maske hereingefallen und beachtete nicht, dass wenn jemand vorspielt er sei unverletzlich und sein Leben perfekt, er immer lügt.

Es ist normal, dass man zu Beginn einer Beziehung seine Stärken in den Vordergrund rückt und sich ein bisschen besser macht als man ist, aber man muss im Lauf der Beziehung zu seinen Fehlern und Schwächen stehen. Man muss nicht die Maske der Perfektion weiter tragen oder glauben, dass das jemand in allen Bereichen seines Lebens perfekt ist.


„Er weigert sich anzuerkennen, dass es vorbei ist!“


Oder betrachten wir eine andere Geschichte. F fragte um Rat, kurz nachdem sie ihre Beziehung beendet hatte. Ihre Beziehung bekam die ersten Risse als sie herausfand, dass er Drogen konsumierte. Als sie ihn deswegen zur Rede stellte, versuchte er ihr einzureden, es sei keine große Sache. Aber sie bestand darauf, dass er aufhört oder sie sich von ihm trennen würde. Also willigte er schließlich ein.

Sie genoss er wirklich, mit ihm zusammen zu sein und sie begann, von der Hochzeit zu träumen. Sie träumte von dem Kleid, der Kirche und von ihrem Vater, der aufstehen und eine Rede halten würde etc.

Er war sehr eingespannt in seiner Arbeit, also hatte sie viel Zeit zum Träumen. Ein paar Mal vergaß er sie anzurufen oder versetzte sie und sie spürte den Stachel eines Zweifels ob er nicht doch wieder Drogen nähme aber sie wollte nicht an ihm herumnörgeln und so sagte sie nichts. Er arbeitete mehr und mehr und sie träumte weiter von der Hochzeit. Aber eines Tages kam sie unerwartet nach Hause und erwischte ihn mit Kokain.

Er schwor, es wäre ein einmaliger Ausrutscher und er würde sofort aufhören. Er spülte es sogar in der Toilette herunter. Sie vergab ihm und er gab sich mehr Mühe um sie. Sie spürte immer noch einen leisen Verdacht aber sie dachte, „positives Denken“ sei der richtige Weg. Aber eines Nachts benahm er sich so seltsam dass sie überzeugt war, dass er high sei. Er stritt das rundweg ab aber am nächsten Tag gab er es zu, und wieder behauptete er, es sei ein einmaliger Ausrutscher. Schnell kam der nächste Ausrutscher. Und wieder einer und wieder. Er war völlig abhängig und sie konnte ihn nicht dazu bringen, aufzuhören. Sie stritt mit ihm, sie schrie, sie bettelte.

Sie trennten sich und kamen wieder zusammen.
Eines Tages, aus Verzweiflung oder aus Frust, oder weil sie schon alles andere versucht hatte, nahm sie zusammen mit ihm Drogen. Und dann tat sie es noch einmal. Eines Tages, ein paar Wochen später, wachte sie nackt auf dem Boden auf, neben ihr eine leere Flasche Wodka. Sie bemerkte dass sie in einem Albtraum lebte. All die schlimmen Erlebnisse in der Beziehung stürmten in ihrer Erinnerung zusammen und sie sagte sich: „Das wars. Aus und vorbei!“

Sie hatte eine Grenze überschritten. Das war wieder mal der Tropfen, der das Fass überlaufen ließ Wie eine Frau, die von ihrem Ehemann einmal zu oft geschlagen wird, wachte sie auf und sah, dass die ganze Beziehung nur noch für die Tonne taugte. Er konnte sie nicht wirklich lieben wenn er nicht mal sein eigenes Leben auf die Reihe bringen kann.

Sie wusste, sie musste diese Beziehung zu ihrem eigenen Schutz beenden. Sie sagt ihm, sie wolle ihn nie wieder sehen. Sie liebe ihn zwar noch, aber sein Leben sei so sehr außer Kontrolle, dass sie es nicht mehr mit ihm aushalten könne. Sie hatte Angst davor, mit ihm zusammen zu sein. Aber er versuchte es trotzdem. Er akzeptierte das „Nein“ nicht. Er rief sie nach einem Drogenschuss an und sagte, er würde sie brauchen und er sich ohne sie umbringen würde. Er benutzte jedes Argument, das ihm einfiel. Und er akzeptierte kein Nein!

Als sie die Geschichte erzählte, wurde ihr klar, dass sie ihre eigenen Gefühle unterdrückt hatte. Sie hatte verzweifelt versucht, die Beziehung am Laufen zu halten auch wenn er sich miserabel verhielt. Sie suchte und fand Entschuldigungen für sein Verhalten. Sie sah sein, dass sie so abhängig von der Beziehung war wie er von seinen Drogen.

Jetzt stellt sich die Frage, warum war sie so darauf versessen darauf, die Beziehung zu erhalten. Tief drinnen fühlte sie dass die Glück hatte ihn zu haben. Auch wenn sie eine hübsche Frau war hatte sie nicht wirklich das Selbstbewusstsein das sie anscheinend hatte. Sie fühlte sich nicht gut mit sich selbst und steckte alle Energie in den Erhalt der Beziehung anstatt sich mit ihren Gefühlen zu beschäftigen.

Die ganze Beziehung war auf Verweigerung aufgebaut. Je mehr sie träumte, desto weniger achtete sie auf die Warnzeichen in seinem Verhalten. Wenn er behauptete, er sei clean, ignorierte sie das Gefühl das ihr sagte, dass er log. Aber ihre Gefühle versuchten ihr zu helfen.

Ihr wurde gesagt, sie müsse sich einmal wirklich Gedanken über die Beziehung machen und darüber nachdenken was denn wirklich passiert ist und wie sich gefühlt hätte wenn sie nicht in ihrer Traumwelt gefangen gewesen wäre.

Als er sie das nächste Mal anrief, hatte sie sich darüber Klarheit verschafft und dieses Mal verbarg sie ihre Gefühle nicht. Sie war richtig wütend. Sie erzählte ihm genau wie sehr er sie verletzt hatte. Wie schmerzhaft es war dass sie so viel Energie dabei verschwendet hatte ihm zu helfen und an ihn zu glauben und doch nur belogen worden zu sein. Als sie die endlich die Wahrheit sprach verstand er auch ihr Nein. Als sie nicht mehr log, wurde ihre Nachricht verstanden.
Wenn du lügst, dann lädst du dein Gegenüber unbewusst dazu ein, dich auch zu belügen! Wenn du die Wahrheit sprichst, dann rufst du damit auch im Gegenüber die Wahrheit hervor.

Das zeigt uns auch einen anderen Punkt. Oft bleiben die Probleme, die in einer Partnerschaft nicht gelöst wurden, auch nach der Beendigung der Partnerschaft erhalten. Beide waren hier in ihrer Verweigerungshaltung gefangen. Als sie sich trennten, versuchte er die Trennung zu verweigern und sie wollte nicht zugeben, wie verletzt sie war. Als sie endlich ihre Verweigerung aufgaben, konnten sie mit der Beziehung abschließen


Schuld


Ein anderer Feind des Wandels ist das Gefühl der Schuld. Wir können nicht vorankommen bis wir aufhören, anderen die Schuld für etwas geben, genau so wie wir nicht vorankommen können bis wir die Verweigerung aufgeben. Schuld ist eine Art zu sagen „Du bist schuld dass ich mich so schlecht fühle!“. Mal abgesehen von psychischer Folter kann niemand einem anderen sich schlecht fühlen lassen. Wenn du dich schlecht fühlst, ist das deine subjektive Reaktion auf das was du hörst oder erfährst. Wann immer wir Menschen für unsere schlechten Gefühle verantwortlich machen wollen, verweigern wir unsere Verantwortung. Auch wenn dieses Anklagen gerechtfertigt scheint, wird es dir nicht helfen.

Der Ankläger will sich als Opfer darstellen. „Wenn meine Gefühle deine Schuld sind, bin ich nicht für sie verantwortlich!“

Um zu zeigen wie vernichtend das wirken kann, nehmen wir den Fall von Klaus. Seine Frau hatte sich nach zehn Jahren von ihm getrennt Sie hatten ihre Aufs und Abs und eins der Abs war das allmähliche Verschwinden der sexuellen Leidenschaft in ihrer Beziehung. Eines Abends erwischte seine Frau ihn dabei, wie er sich nackte Frauen im Internet ansah. Er schlug vor, doch mal einen Dreier zu versuchen um wieder mehr Leidenschaft in die Beziehung zu bringen. Sie sagte ihm, sie sei nicht interessiert.

Ungefähr einen Monat später sagte sie ihm, sie wolle die Trennung. Sie behauptete, sein Vorschlag eines Dreiers hätte ihre sexuelle Sicherheit erschüttert.
Er war geschockt. Er stand nur da während sie ihm eine ganze Liste herunterratterte mit all den Dingen die er ihr angetan habe, die sie verletzt hätten, wie er sie missbraucht hätte, und das alles sei darin eskaliert als er sich Pornos im Internat angesehen und ihr dann den Dreier vorgeschlagen habe. Und als sie fertig war, verschwand sie.

Er war völlig fertig. Von dem Moment an als sie verschwunden war bis zu dem Moment als er sich endlich Hilfe gesucht hatte, hatte er ihre Worte immer und immer wieder in seinem Kopf herumgewälzt, verbunden mit den Gefühlen der Schuld, der Dummheit und hirnwichste pausenlos über sie. Als er die Geschichte endlich erzählt hatte, war klar zu erkennen, dass das was sie zu ihm gesagt hatte, für ihn inzwischen fast wie eine Hypnose wirkten.

Als sie ihn erst so anklagte und dann ging, stand er unter Schock. Wenn man unter Schock steht, sind die wichtigsten Abwehrmechanismen außer Funktion. Alles was sie sagte wurde deshalb ungefragt aufgenommen. Das geschieht oft beim Trauma einer Trennung. Der Schock hemmt die normale Fähigkeit, solche Anklagen zu hinterfragen und abzuwehren. Als Folge starten solche unwidersprochenen Anklagen einen Autopilot. Ihre Worte gingen in seinem Kopf herum und herum und alles, woran er denken konnte waren die Dinge, die er angeblich getan haben soll.

Er brauchte einen neuen Weg über ihre Beschuldigungen nachzudenken.

Ich schlug ihm vor, in seiner Erinnerung zurückzugehen zu dem Abend als er ihr den Dreier vorschlug und sich die Szene wie auf einem Video anzusehen. Er sollte sich das Video ansehen als sei er ein Unbeteiligter, und sich ihn selbst und seine Frau anzusehen. Er sollte nachdenken was jeder von ihnen sagte. Und er sollte besonders darauf achten, was jeder von beiden tat.
Und dasselbe sollte er auch mit dem Abend machen, an dem sie ihn verließ. Ich fragte ihn was er denn denke was vorgefallen war.

Das betrachten der Szenen von außen erlaubte ihm anders darüber zu denken. Weil er dieses Mal nicht vor Schreck gelähmt war konnte er aus einer neutralen Position erkennen und verstehen was geschah.

Das erste, was ihm vom ersten Abend aufgefallen war, was dass sie nicht wirklich schockiert reagiert hatte. Sie hatte sich auch danach nicht seltsam oder anders als sonst verhalten. Auf deutsch, der Vorschlag des Dreier schien nicht wirklich so schockierend für sie gewesen zu sein. Ihm fiel danach ein, dass das danach nie wieder thematisiert wurde. Und dann erkannte er noch, dass sie an dem Abend als sie ihn verließ, nicht einmal versucht hatte, mit ihm zu sprechen – sie hatte nur ihre Botschaft überbracht und war dann verschwunden.

Als er sich die Szene von Außen vorstellte, war es ihm möglich, die Hypnose die durch ihre Worte ausgelöst wurde, zu brechen und er konnte die Lage so sehen wie sie wirklich war und nicht, wie sie sie beschrieben hatte.

Wundert es einen Leser, dass kurz darauf herauskam, dass sie schon seit einigen Monaten eine Affaire hatte und seinen Vorschlag eines Dreiers nur benutzt hatte, ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben?


Opfer, Täter und Helfer


Wie schon geklärt, ist es offensichtlich dass sie sich als Opfer darzustellen versuchte und ihn als Täter. Sie beschuldigte ihn, dass er schuld sei dass sie sich sexuell schlecht fühlte. Sie rief alle gemeinsamen Freunde an und schob ihm die ganze Schuld zu.

Als Klaus endlich bemerkte, was wirklich vor sich ging, fühlte er sich als Opfer, wegen der Art wie sie ihn betrogen und seine Freunde beeinflusst hatte. Er glaubte sie sei selbstgerecht und würde alle Schuld auf ihn schieben obwohl sie selbst keine Anstrengung unternommen hatte ihre Probleme zu lösen.

Als er erzählte, er fühle sich jetzt als das wahre Opfer stellte sich heraus, dass die beiden ihre Rolle tauschten: Opfer und Täter. Als einer von beiden eine Rolle Einnahme, wurde der andere automatisch in die andere Rolle geschoben. Und gemeinsam als Paar ließen sie die Tür offen für eine dritte Rolle: dem Retter. Für spielte ihr Liebhaber diese Rolle.
Täter und Opfer ist ein gefährliches Spiel. Wenn du deinen Partner für alle deine Probleme verantwortlich machst, wird der sehr wahrscheinlich das selbe tun. Vielleicht wird einer oder beide sich eine andern oder etwas suchen, das ihn retten soll. Das kann eine Affaire sein, Alkohol, Drogen oder eine andere Ablenkung. Aber diese Rettung ist nur kurzfristig. Der einzige Ausweg ist der zu erkennen, dass, egal wie schlecht oder schwierig der Partner sich verhält, nie eine einzelne Person für alle Probleme in einer Partnerschaft verantwortlich ist. Du hast auch selbst dazu beigetragen, auch wenn du die Dinge nur hast laufen lassen.

Sie hat zum Untergang der Partnerschaft beigetragen indem sie eine Affaire begann, statt ihre Unzufriedenheit mit ihrem Mann zu besprechen und ihm nicht zu sagen, wie aufgebracht sie über die Dinge war, die sie ihm später vorwarf. Er trug zum Untergang bei indem er unfähig war, über seine Gefühle zu ihr zu sprechen und es nicht schaffte, anders über ihr problematisches Sex-Leben zu sprechen.


Wie du siehst, sollte man bei dem Versuch, in solchen Geschichten zu helfen, immer aufpassen.
Stell dir nur vor, beide hätten ihre Geschichte in ein Forum geschrieben. Wie hätte man denn geantwortet?
Es ist so leicht hier mit Vorverurteilungen um sich zu werfen, sei es, dass man ihm vorgeworfen hätte, seine Frau auszunutzen oder zu missbrauchen oder mal über die fremdgehende Schlampe philosophiert hätte.


Aber beide Ansätze sind falsch! Das grundlegende Problem dieser Beziehung war nicht sein Vorschlag zu einem Dreiers, nicht einmal ihre Affaire, sondern die Tatsache, dass sie beide es nicht geschafft haben, über ihre Probleme vernünftig zu kommunizieren. Ob sie wieder zusammenkommen oder nicht, beide müssen ihre Rolle des Opfers und des Täters aufgeben und die Verantwortung dafür übernehmen sich selbst zu retten!

[i]
Betrachte den Film


Fühlst du dich schlecht wegen etwas, dass dein Ex-Partner dir erzählt hat? Denkst du, dass du an allem schuld bist? Es wird dir helfen, diese Sequenz zu benutzen um zu erkennen, was geschehen ist und warum welche Leute mir gesagt haben, was sie gesagt haben. Was Menschen sagen und was Menschen tun ist nicht immer dasselbe. Und manchmal fordern Menschen andere auf Regeln zu befolgen an die sie sich selbst nicht halten.




Wie man Eifersucht und schlechte Gedanken überwindet


Klaus fühlte sich viel besser als er erkannte was wirklich geschehen war. Aber er hatte große Schwierigkeiten damit, dass sie einen Liebhaber hatte. Er war eifersüchtig.

Eifersucht verursacht so viel Leid und Schwierigkeiten dass du vielleicht denkst, sie verdiene ein eigenes Kapitel in diesem Ratgeber. Tut sie nicht!
Auch wenn die wirklich furchtbar und gemein sein kann, wie sie entsteht ist einfach erklärt. Sie ist so einfach zu produzieren und genauso einfach zu besiegen, dass wir das in zwei Seiten abhandeln.

Um seine Eifersucht zu besiegen gibt es eine einfache, aber effektive Übung. Ich nenne sie „Blende es aus!“

Warum funktioniert sie?

Eifersucht entsteht in drei Schritten. Wenn jemand eifersüchtig wird, muss er durch diese drei Schritte gehen.
Zuerst muss er sich ein Bild in seinem Kopf machen von etwas das er nicht hat aber haben will.
Zweitens muss er sehen dass jemand anderes es hat.
Drittens muss er zu sich selbst sagen: „Diese Person hat es, ich will es und kann nicht!“

Wenn er den ersten Schritt nicht macht, kann er den zweiten nicht machen, wenn er den zweiten nicht macht, kann er nicht den dritten machen. Diese Technik eliminiert den ersten Schritt. Wenn du die „Blende es aus“-Übung machst, jedes mal wenn du den ersten Schritt machen willst, wirst du nicht eifersüchtig.


Ich sprach mit Klaus eine Woche nachdem ich ihm diese Technik gezeigt habe. Er hatte sie sehr of täglich praktiziert. Er hatte sie nicht angerufen ( brav KS gehalten ) und tatsächlich hatte sie ihn gerade erst angerufen. „Das Lustige an der Sache ist, ich bin mir nicht mal sicher ob ich noch weiß wie sie aussieht!“

[i]
Blende es aus!


Mit dieser einfachen Technik kannst du dich von der Eifersucht und schlechten Gefühlen befreien. Bei vielen Kameras gibt es einen Knopf mit dem man die Belichtung regulieren kann. Wenn du ihn ganz öffnest, wird das Bild verschwinden weil es überbelichtet wird, es wird ausgeblendet.




Entziehe dich


Wenn man versucht, mit dem Ex-Partner gleichzuziehen oder wütend auf ihn ist, verlängert man nur die Partnerschaft aber mit schlechten statt den guten Gefühlen. Ein einfacher Weg um zu vermeiden dass die negativen Gefühle deine Zeit rauben ist es rauszugehen und neue Leute zu treffen um neue Partnerschaften zu beginnen und neue Geschichten in deinem Leben zu schreiben.

Leute die sich mit ihren Gefühlen einschließen neigen dazu, Trübsal zu blasen. Und je mehr die Jammerer jammern, desto weniger wollen sie rausgehen. Also jammern sie ein wenig und dann haben sie keine Lust mehr. Zu dem einen Problem – Liebeskummer – kommt ein zweites – Einsamkeit.

Leute, die sich sozialisieren, erholen sich viel schneller von einer Trennung. Und je mehr sie sich sozialisieren, desto mehr Leute treffen sie und desto mehr sehen sie dass sich die Welt weiterdreht mit all ihren Freuden und Tragödien. Sie sehen dass auch andere Menschen ihre Probleme und Siege haben. Ein Problem, dass in der Einsamkeit riesig zu sein scheint, wenn es mit anderen Geschichten von Kampf und Sieg verglichen wird.

Also raus mit dir! Du musst keine Dates haben, du musst nicht flirten, du musst nicht in Bars herumhängen, du musst nicht über deinen Ex-Partner sprechen oder deine Lage oder irgendetwas. Du musst nicht Herz und Seele der Party sein, du musst nur höflich sein. Geh einfach nur raus und treffe Menschen!

Sozialisierung ist kein Wundermittel, aber sie hilft den Leuten sich schnell besser zu fühlen, und sich daran zu erinnern, dass ihre Probleme nur ein Teil dessen sind, was auf der Welt vor sich geht. Wenn du jemand interessanten findest, ist das schön, aber darum geht es jetzt nicht und es muss sicher nicht sein. Geh nur mit deinen alten Freunden aus und finde ein paar neue. Geh raus und rede mit Menschen und Frau dich an Dingen. Das ist alles. Aber tu es!


„Mein Ex-Partner versucht, meine Freunde gegen mich aufzubringen!“



Mit Freunden zusammen zu sein ist der einfachste und wichtigste Weg um sich besser zu fühlen. Freunde müssen nichts besonderes machen, sie müssen keine besonderen Fähigkeiten haben, du musst auch nicht Besonderes mit ihnen besprechen. Du musst nicht darüber reden wie du dich fühlst wenn du nicht willst. Es tut nur gut sich daran zu erinnern, dass es andere Menschen gibt die sich um dich kümmern. Und ganz besonders dann wenn du nicht in der Stimmung bist, ist es gut deine Freunde zu sehen.

Manche deiner Freunde werden gemeinsame Freunde mit deinem Ex-Partner sein. Sie wollen sich zwar sehen, aber fühlen sich ein bisschen seltsam. Es ist wichtig, sie nicht danach zu fragen, sich auf deine Seite zu schlagen. Lass sie selbst wählen und lass ihnen ihre Zeit dafür. Vielleicht haben sie eigene Gedanken und Vorstellungen. Es braucht ein bisschen Zeit bis sich die Leute an eine neue Situation gewohnt haben. Und wenn ein Freund dich eine Zeitlang nicht anruft, denkst du vielleicht, dass er sich nicht für dich interessiert, aber verkünde deine Meinung nicht zu laut, weil du die ganze Geschichte aus seiner Sicht kennst. Er braucht vielleicht nur mehr Zeit um für sich klar zu werden. Wenn er kein richtiger Freund ist, dann ist es eh nicht wichtig was er denkt oder wer er ist.

Wenn dein Ex-Partner versucht, deine Freunde gegen dich aufzubringen, lass dich nicht in eine Auseinandersetzung hineinziehen. Versichere deinen Freunden, dass du sie schätzt und sie gerne siehst. Was sie mit dem Rest ihrer Zeit anfangen ist ihre Sache. Am Ende wird sich jeder mit den Menschen umgeben, die ihm gut tun und es hat keinen Sinn, Leute zu einer Wahl zu zwingen.


Lachen


Ja, lache! Nimm es nicht zu ernst! Wenn wir lachen, schaffen wir positive Gefühle weil, wie wir vorher schon gelernt haben, der Körper den Geist beeinflusst genau wie der Geist den Körper. Lächeln und Lachen machen uns glücklich, einfach weil ein Glücksgefühl uns zum lächeln und lachen bringt.

Gelächter – sogar falsches Gelächter – bringt uns zum lächeln. Und auch falsches Lächeln hat einen positiven Effekt. Erinnere dich daran: Wir versuchen nicht, unsere Gefühle zu verstecken oder vor ihnen davonzulaufen, wir fügen dem Leben nur ein paar Augenblicke der Freude hinzu. Wir regen die natürliche Fähigkeit, uns gut zu fühlen, die in uns steckt, an.

Wir müssen uns unseren Gefühlen stellen und mit ihnen umgehen – aber wir müssen das nicht die ganze Zeit tun. Wenn du nicht gerade mit schlechten Gefühlen umgehen musst, dann musst du dich auch nicht um sie kümmern. Du kannst dich auch gut fühlen. Versuche es. Lache über etwas, irgendetwas, vielleicht sogar nur über dich, wie du versuchst zu lachen.

[i]
Zurück zum Absender


Egal wie sehr du es zu vermeiden suchst, irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem du deinen Ex-Partner sehen wirst oder ihm zufällig über den Weg rennst. Das kann ärgerlich sein oder sogar deprimierend, wenn du dich gut gefühlt hast bevor du ihn getroffen hast und bemerkst, dass du mit einem schlechten Gefühl zurückbleibst.

Für solche Fälle habe ich eine großartige Sequenz. Ich nenne sie „Zurück zum Absender!“.

Wenn du dich gut fühlst, dann jemanden triffst und nach zwanzig Minuten später allein mit einem schlechten Gefühl dastehst, ist es sehr wahrscheinlich dass dein schlechtes Gefühl von ihm stammt. Man könnte sagen, er hat dir ein Paket mit schlechten Gefühlen überreicht, dass dir nicht gehört. Also, wenn es ihm gehört, dann schicken wir es doch an ihn zurück. Die Sequenz ist sehr einfach. Auch wenn sie wie ein Spiel aussieht, wenn du diese Visualisierung nutzt wirst du sehen dass sie einen starken Einfluss auf deine Gefühle hat.






Zuletzt von koc am Fr März 16, 2012 12:26 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

koc

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5. Warum musste das mir passieren und was kann ich tun damit

Beitrag  koc am Di März 06, 2012 12:26 pm

5. Warum musste das mir passieren und was kann ich tun damit es nie wieder passiert?


Hast du dich jemals gefragt warum es passiert ist? Warum hast du dir einen Mann oder eine Frau ausgesucht, der oder die dein Herz gebrochen hat? Warum hast du diese Person ausgesucht und keine andere? Warum nicht jemanden, der besser gepasst hätte, jemand der geblieben wäre? Und warum hat er dich ausgewählt?

Vielleicht hattest du einfach Pech. Vielleicht war es nur ein unglücklicher Zufall. Aber vielleicht auch nicht. Wir sind uns nicht immer der Umstände bewusst, die unser Leben beeinflussen. Wir leben mitten in einer Vielzahl von ihnen: sozial, kulturell, biologisch und unbewusst. Sie alle beeinflussen uns immer. Die Hauptfaktoren, die beeinflussen, mit wem wir eine Partnerschaft beginnen sind:

Unsere Wahl
Unser Umfeld
Unsere Prägung



Unsere Wahl


Unsere bewusste Wahl ist der Faktor auf den wir am meisten achten. Will ich ihn oder nicht? Wen soll ich bevorzugen? Soll ich flirten oder nicht? Wie weit soll ich gehen? Frage ich sie ob wir zusammen ausgehen?

Menschen reden stundenlang darüber mit wem sie gerne ausgehen würden, wie ihre Chancen stehen und was sie unternehmen um das Objekt der Begierde zu bekommen. Sie verbringen Ewigkeiten damit hirnzuwichsen was sie tun sollen und um dann den Mut aufzubringen es auch zu tun.

Ironischerweise ist unsere bewusste Wahl der kleinste Faktor bei der Bestimmung mit wem wir eine Partnerschaft eingehen. Das stimmt genauso wenn wir eine Verführung beginnen wie wenn wir uns in einer Beziehung wiederfinden die wir eigentlich gar nicht wollten. Die Ursachen warum wir jemanden so sehr begehren dass wir versuchen ihn zu verführen liegt hinter unserer bewussten Kontrolle. Wir entscheiden uns vielleicht bewusst wie wir jemanden verführen wollen aber die bewusste Wahl kann nicht den Funken ersetzen der uns so in Feuer und Flamme versetzt dass wir den Wunsch nach einer Beziehung mit eben diesem Menschen vor alles andere setzen.


Unser Umfeld


Unser Umfeld beeinflusst unsere Beziehungen auf die einfachst mögliche Weise. Wir suchen uns unsere Partner immer aus den Menschen heraus die wir treffen. Du kannst nicht mit jemandem ausgehen wenn du ihn nicht vorher getroffen hast. Auch wenn du jemanden aus der Distanz des Internets triffst, dann schafft eben das Internet das Umfeld. Ihr seid beide Menschen die für Partnerschaften, die aus dem Surfen entstehen, offen sind.

Das scheint so offensichtlich zu sein, dass du dich vielleicht wunderst dass ich es trotzdem erwähne, aber es ist wichtig dass du erkennst, wie sehr dein Umfeld deine Wahl beeinflusst und die Leute um dich herum. Jeder von uns stammt aus einer bestimmten Familie mit bestimmten Erwartungen. Und weil wir uns diesen anpassen oder gegen sie rebellieren, finden wir uns in besonderen Gruppen.

Wenn du ein Kirchgänger bist, wirst du andere Kirchgänger treffen, wenn du in Clubs gehst, wirst da andere Club-Geher treffen. Das Umfeld wird auch von den Gewohnheiten beeinflusst. Wenn du ein Raucher bist, wirst du andere Raucher treffen. Wenn du mit dem Rauchen aufhörst, wirst du deine Gewohnheiten ändern und andere Menschen treffen.

Der Ort an dem du lebst, ist ein offensichtliches Beispiel für dein Umfeld. Wenn du in einer Metropole lebst wie Berlin kannst du Menschen mit fast jedem vorstellbaren Hintergrund treffen. In einem Provinzkaff ist das eher unwahrscheinlich.

So wie die sozialen, verhaltenmäßige und die geologischen Umfelder beeinflusst dich auch dein kulturelles Umfeld. Vorstellungen über die Liebe, Konventionen des Werbens um einen Partner und Vorurteile über die maximale Anzahl und die Art möglicher Geschlechtspartner sind genauso wirksam in unserer modernen Kultur wie sie in denen waren, die von Anthropologen untersucht werden.

Wenn du nicht willst, dass dich diese gesellschaftlichen Normen behindern, musst du unter Umständen eine besondere Anstrengung unternehmen um das Umfeld zu wechseln.


Unsere Prägung


Den wichtigsten Einfluss auf unsere Partnerwahl haben die Prägungen die wir von unserer Familie erhalten. Die Spuren, die unsere Familie in uns hinterlässt sind wie einbetoniert und doch so subtil dass es gut möglich ist, dass sie uns durch unser ganzes Leben unterbewusst begleiten.
Und sie arbeiten ununterbrochen und vor allem arbeiten sie mit bei unseren Wahlen mit wem wir arbeiten, mit wem wir spielen und wen wir als Partner wählen.

Es gibt ein faszinierendes Experiment das zeigt, wie einflussreich dieser unbewusste Mechanismus im Menschen bei der Auswahl wirkt. Studenten bekamen folgende Aufgabe: Sie sollten in einen Raum gehen, herumgehen und sich aus den anderen Studenten einen Kollegen auswählen der zu ihnen passen würde. Dann sollten diese beiden ein anderes Paar suchen. Die entscheidende Vorgabe war, dass sie hierbei nicht sprechen durften.
Dann wurde ihnen erlaubt zu sprechen. Sie durften zu den Mitgliedern ihrer Gruppe sprechen.

Das erstaunliche Ergebnis dieses Experiments war, dass die Studenten immer drei Partner fanden, die auf die eine oder andere Weise erstaunliche Übereinstimmungen mit Angehörigen ihrer Familie hatten. Wie machten sie das?

Wann immer wir jemanden treffen, machen wir uns ein Bild davon wie er ist. Wir lesen seine Körpersprache, Gestik, seinen Gang und tausende andere Signale automatisch. Alle unsere Gesten, unsere Körpersprache und Ausdrücke sind nicht-verbale Signale die unsere Gewohnheiten widerspiegeln.

Aber das kreieren und das Erkennen von solchen Signalen ist ein sehr subtiler Prozess Wie wir schon gelernt haben, wird alles im Bewusstsein und im Unterbewusstsein im Körper widergespiegelt. Unsere Gedankenmuster und unser Fühlen beeinflussen jede Zelle unseres Körpers. Es gibt Bewegungsmuster und Haltungsmuster die mit bestimmten Charaktereigenschaften unterbewusst verbunden werden und auf die wir unterbewusst reagieren.
Da wir unser ganzes Leben eingetaucht in einer Menschensuppe verbringen können wir gar nicht anders als mehr und mehr von den Menschen in unserer Umgebung zu übernehmen. Wir werden es nie wirklich in Worte fassen können, wie wir das begreifen, aber wir haben eine besondere Antwort auf jeden Menschen den wir treffen. Wir tun es nebenbei und unterbewusst und deshalb achten wir nicht sehr darauf. Wenn wir auf eine große Menschenmenge treffen, haben wir gar nicht die Zeit, auf jeden einzeln bewusst zu reagieren, deshalb reagieren wir unterbewusst.


Die Familie ist ein Geisterhaus


Aber einige Menschen heben sich ab. Das sind Menschen die sehr ähnliche emotionale Muster haben wie unsere Familie. Sie wirken uns so nahe weil sie so vertraut wirken. Wir können diese Menschen aus einer Menge herauspicken. Wenn du jemanden triffst der dir angenehm vorkommt und dessen emotionale Muster den deinen ähnlich sind, wirst du dich ihnen näher fühlen als Menschen, deren Muster ganz anders sind.

Jeder von uns lernt unterbewusst eine ganzes Bündel von Gefühlen, Gewohnheiten und Glaubenssätzen von seiner Familie. Alle diese beeinflussen dynamisch unser Tun und unseren Körper und im Lauf der Zeit hinterlassen sie ihre Spuren in allen von der Sprache bis zur Haltung.

Von unserer Familie lernen wir, wie Männer Frauen behandeln und wie Frauen Männer behandeln. Wir lernen wie man sich sozialisiert, wie man sich im Privaten und in der Öffentlichkeit benimmt, wie man auf eigene Ideen reagiert und wie man mit den Bedürfnissen anderer umgeht. Und daran, wie uns unsere Familie behandelt, ziehen wir Schlüsse über unseren Selbstwert, den Wert unserer Wünsche, was wir vom Leben erwarten können und wie unsere Bedürfnisse erfüllt werden. Unser Glauben davon, was die Liebe ist und wie man sie zeigen soll stammt auch aus unserer Familie.

Auch wenn wir sehr schnell lernen, dass die Leben anderer Menschen anders sind, behalten die meisten Menschen diese angenommenen Glaubenssätze ihr ganzes Leben lang bei.

Unsere Familie ist die Quelle unserer ersten Definition der Normalität. Für Kinder erscheinen das Verhalten und die Vorstellungen der Eltern als „normal“ weil sie keine Möglichkeit des Vergleiches haben. Es ist unvermeidlich, dass jede Familie ihre eigenen Verhaltensweisen und Erwartungen hat und das ist üblicherweise ein Knackpunkt in jeder Beziehung. Während man Differenzen leicht beheben kann wenn sie offensichtlich sind, sind sie problematisch wenn sie dadurch verborgen sind dass man die gleichen Worte mit verschiedenen Bedeutungen verwendet.

Wenn wir erwachsen werden und die Familie verlassen, erweitern wir sehr schnell unser Repertoire des Verhaltens. Wir treffen verschiedene Leute in verschiedenen Umständen und viele von uns wählen bewusst und entschlossen andere Einstellungen und Lebensstile als unsere Eltern. Deshalb glauben viele sie hätten schon lange die Familienpfade verlassen wenn wir uns auf Beziehungen einlassen. Aber auch wenn wir unser Repertoire des Verhaltens erweitert haben, haben wir es nicht umgeschrieben. Unsere Familie liefert immer noch die Vorlage für die meisten intimen Beziehungen.


Nicht erfüllte Bedürfnisse


Es ist eine verbreitete Theorie in der Psychotherapie dass wir in einer Partnerschaft vom Partner das bekommen wollen, was uns unsere Eltern nicht gegeben haben. Wir wollen als von unserem Partner, dass er unsere unerfüllten Bedürfnisse erfüllt. Es gibt viele Hinweise darauf, dass das stimmt. Wenn dich deine Eltern zum Beispiel ermutigten und dir vertrauten, hast du eine gute Chance, dass du als Erwachsener ein gutes Selbstvertrauen besitzt. Aber ein Kind, dessen Eltern überkritisch waren und nie ein Lob verteilten wird sich nie so sicher fühlen und als Erwachsener einen Mangel an Selbstvertrauen haben. So ein Kind wird unsicher fühlen und es schwierig finden, seinem eigenen Urteil zu vertrauen. Und deshalb wird er oder sie sich an seinen Partner hängen um von diesem die Bestätigung zu suchen, die er oder sie als Kind nicht erhielten.

Obwohl es viele Hinweise darauf gibt, dass diese Sicht richtig ist, ist sie doch keine komplette Erklärung. Es gibt viele Menschen, deren Eltern sie sehr unterstützt haben und trotzdem haben sie nur sehr wenig Selbstbewusstsein und es gibt auch Menschen, die als Kind nur sehr selten ein Lob erhalten haben und trotzdem wurden sie zu selbstbewussten Erwachsenen.

Und es ist auch offensichtlich, dass die Bedürfnisse eines Kindes nicht identisch mit denen eines Erwachsenen in einer Partnerschaft sind. Diese Erklärung kommt zwar verlockend nahe an die Wahrheit, aber sie erklärt Beziehungen zwischen Erwachsenen nicht ausreichend.


Eltern als Rollenmodelle


In dieser Theorie sind unsere Eltern die wichtigsten Menschen in unserem frühen Leben. Unser Vater ist der erste Mann in unserem Leben, unsere Mutter ist die erste Frau in unserem Leben und deshalb sind beide das erste Rollenmodell in unserem Leben. Der Vater ist der perfekte Mann und die Mutter die ideale Mutter. Das geschieht auf einem unterbewussten Level. Viele von uns versuchen entschieden wegzukommen von diesem Bild unserer Eltern und von ihrem Verhalten, aber trotzdem suchen wir uns als Erwachsene oft einen Partner der große Ähnlichkeit hat mit dem gegengeschlechtlichen Elternteil.

Das klingt zwar ned schlecht, aber es gibt auch unzählige Gegenbeispiele. Wenn das so immer zutreffen würde, würden Brüder immer sehr ähnliche Frauen heiraten und Schwestern würde sehr ähnliche Männer heiraten. Du musst dich nur in ein paar Familien umsehen um zu sehen dass das nicht stimmt.

Eine Variante dieser Theorie besagt dass wir als Erwachsene unsere Partner so behandeln als wären sie unser gegengeschlechtliches Elternteil. Wir projizieren in unsere Partner die Erwartung, dass sie uns so behandeln wie unsere Mutter oder unser Vater uns behandelt hat.
„Hör auch mich so zu behandeln wie deine Mutter!“ Wer kennt das nicht? Aber wenn wir unseren Partner wie ein Elternteil behandeln, kann es dann sein, dass ein Teil von uns nicht erwachsen geworden ist?
Das wäre eine einfachere Erklärung. Die entscheidende Frage dabei wäre welche Partner wir wählen und wie wir uns auf sie beziehen wenn wir unabhängig und erwachsen genug sind um nicht in eine Eltern-Kind-Beziehung zu fallen.

Außerdem gibt es viele Leute, die sagen : Aber mein Vater war nicht da! Meine Mutter hat mich alleine aufgezogen. Wie kann mein Vater Einfluss auf mich haben wenn er doch nie da war?“ Es hat sich inzwischen herausgestellt, dass auch abwesende Eltern einen Einfluss haben. Das Kind sieht ein Elternteil allein mit allem fertig werden und das wird ein starkes Modell. Gleichzeitig projiziert das Kind, wegen der Abwesenheit des anderen Elternteils, in diese Leere ein hoch idealisiertes Modell des anderen Elternteil. Weil das Kind das abwesende Elternteil selten oder nie sieht, werden diese Projektionen nicht von der Realität beeinflusst.

Das erstaunliche daran ist, dass Leute, die alleinerziehende Eltern sind, meistens auch von alleinerziehenden Eltern aufgezogen wurden. Es sieht so aus, als habe jede Elternrolle ihre Auswirkungen.


Paarprägungen


Die Theorien des Rollenmodells, der unerfüllten Bedürfnisse und der Projektionen unserer Eltern erklären einige Dinge und trotzdem werfen sie Probleme auf. Es gibt viele Fälle auf die Theorien nicht zutreffen, und der Mechanismus nach dem sie funktionieren oder uns beeinflussen wird verwirrender je genauer wir hinsehen.

Aber es gibt noch etwas anderes das und aus der Beziehung der Eltern prägt:
Ihr Verhalten zueinander ist die Blaupause dafür wie wir unsere Beziehungen festlegen. Bezogen darauf, wie wir unsere Paar-Beziehungen führen, ist es erheblich wichtiger wie unsere Eltern sich behandelten als wie sie mit uns umgingen.

Wenn wir aufwachsen und anfangen unsere eigenen Beziehungen zu führen, haben wir einen unterbewussten Drang dazu, die elterliche Beziehung zu kopieren weil wir unterbewusst davon ausgehen, dass eine Partnerschaft so zu sein hat. Auch wenn wir bewusst das Verhalten unserer Eltern hassen, ist diese Erwartung im Unterbewusstsein so stark, dass wir uns ohne dessen bewusst zu sein einen Partner suchen, der uns helfen wird, diese Muster zu erfüllen.

Wir tun das, indem wir unsere Rolle aus der elterlichen Partnerschaft wählen. Die Rolle die wir wählen ist die Rolle des Elternteils, das wir bevorzugten, egal welches Geschlechts. Ein kleines Mädchen, das ihren Vater bevorzugte wird in einer Partnerschaft sein Verhalten übernehmen, nicht das ihrer Mutter. Man kann auch das des gleichgeschlechtlichen Elternteils übernehmen wenn man dieses bevorzugt.

Nachdem man seine Rolle gewählt hat, sucht das Unterbewusstsein nach jemandem, der die andere Rolle ausfüllt. Es sucht nicht nach jemandem, der dem anderen Elternteil ähnelt oder ähnliche Interessen hat. Der entscheidende Attractor ist das emotionale Muster. In den meisten Fällen geschieht das unbewusst. Wir denken zwar, wir hätten in gewählt, weil er freundlich ist oder hübsch, intelligent oder witzig, oder nur weil er uns umschmeichelt hat. Das kann ja alles stimmen, oder das Unterbewusstsein hat ihn schon als Option vorgewählt, weil seine emotionalen Muster zu der Rolle, die es suchte, passt.

Aber manchmal, oft nach mehreren gescheiterten Beziehungen, werden wir so wütend über unser Verhalten und die Pappnasen, die wir ausgewählt haben, dass wir eine bewusste, harte Entscheidung dass wir daran etwas ändern müssen, fällen. Wir weigern uns, einen Partner in Erwägung zu ziehen, der auch nur die entfernteste Ähnlichkeit mit dem letzten hatte.

Das klingt doch gut. Und manchmal ist es das auch. Aber leider kommt dabei meistens nur heraus, dass wir uns vom Rollenmodell des einen Elternteils zu dem des anderen bewegen. Das Unterbewusstsein sucht einen Partner, der sich so verhält wie wir es taten. Wir haben nur die Rolle gewechselt. Hast du es schon einmal erlebt, einen Ex so zu behandelt wie dein Exex dich behandelt hat? Das ist eine hässliche Überraschung. Jetzt weißt du, wie es dazu kommt.




Familienhypnose


Eine andere Frage stellt sich den meisten Menschen früher oder später. „Auch wenn meine Eltern so waren, wie kann es sein, dass das so einen großen Einfluss auf mich hat?“ Und. „Warum ist das unterbewusst? Warum habe ich es nicht bemerkt? Wenn es so stark, so einflussreich und wichtig ist, würde ich das dann nicht merken?“

Die meisten von uns verlassen das Heim und um die Welt selbst zu entdecken und weisen die meisten Vorstellungen der Eltern, wenn nicht alle, zurück. Wir treffen so viele andere Menschen und sehen so viele Beziehungen. Hat das nicht auch Auswirkungen? Warum sollten die Einflüsse aus der Kindheit einflussreicher sein und im Unterbewusstsein eingeprägt sein?

Es stimmt schon, dass auch die Erfahrungen im Erwachsenenleben einen Einfluss auf uns haben, aber das geschieht nur im Bewusstsein. Wir machen unsere bewussten Entscheidungen im Licht unseres Verstehens und unserer Erfahrungen. Aber um zu verstehen, warum die Erfahrungen in unserer Kindheit so stark sind, müssen wir uns die besonderen Bedingungen deiner frühen Existenz ansehen.

Als du geboren wurdest, waren deine Familie und euer Heim deine ganze Welt. Du kanntest nichts anderes. Alles was du siehst und fühlst ist einfach richtig weil du keine Möglichkeit hast, zu vergleichen. Also ist die Beziehung deiner Eltern einfach die Art und Weise wie Väter und Mütter miteinander umgehen. Es gibt keine andere Möglichkeit. Deine erste Erfahrung zu Beziehungen in deiner Kindheit definiert dein Verständnis von Beziehungen noch bevor du daran denken kannst, sie in Frage zu stellen.

Die Beziehung deiner Eltern war für die wie die Atmosphäre in der du lebst. Sie war für dich unsichtbar wie Wasser für einen Fisch unsichtbar ist und für uns die Luft unsichtbar ist. Aber du spürst und reagierst auf jedes Teil dieser Atmosphäre, genauso wie du auf den Wind und die Temperatur um dich herum reagierst. Es war so natürlich, dass du es nicht in Frage gestellt hast und du hast es die ganze Zeit in dich aufgesogen.

Dein Bewusstsein hat kaum einmal über die Beziehung deiner Eltern nachgedacht. Fische denken nicht über das Wasser nach und wir denken auch nicht über die Luft nach, die wir atmen oder über die Tatsache, dass wir jede Sekunde unseres Lebens atmen. Es ist so natürlich, dass du nicht darüber nachdenkst. Du nimmst es einfach als gegeben hin, so wie du deine Familie als gegeben hingenommen hast.

Dieses Eintauchen in die Familie wirkt auf drei Wegen wie eine Hypnose.

Erstens, in einer Hypnose konzentrierst du dich auf eine einzige Sache und das führt dich in einen Zustand in dem das, was oder wo du bist für dich die Welt wird. Du vergleichst nichts du akzeptierst das was um dich herum ist als gegeben. So ähnlich geht es auch einem kleinen Kind in seiner Familie.

Zweitens, deine Fähigkeit zu hinterfragen ist abgeschaltet ( denke hier an den Fall von Klaus ). Hypnose führt in einen Zustand der Wortwörtlichkeit, in dem du alles akzeptierst, was dir gesagt wird. Du analysierst nichts und hinterfragst nichts. Kleine Kinder haben ihre Fähigkeiten zu hinterfragen und zu kritisieren noch nicht ausgebildet und so können sie das Verhalten in der Familie nicht hinterfragen.

Drittens, in einer Trance geschieht alles automatisch. Genaugenommen fallen wir täglich in eine Art Trance wenn wir etwas automatisch erledigen. Familien haben hunderte von Gewohnheiten und Routinen, die von den Mitgliedern ausgeführt werden ohne sie zu hinterfragen. Sie wirken wie eine Hypnose. In der Hypnose werden die Aktionen vom Unterbewusstsein geregelt und aus Sicht des Bewusstseins laufen sie alle wie von selbst: automatisch.


Wiederholen von Beziehungsmustern


Wir verstehen Paarbeziehungen in erster Linie als unsere Elternbeziehung, und deshalb ist das die Vorstellung die wir mit in die Zukunft nehmen. In einer Beziehung zu sein bedeutet für uns auf einem unterbewussten Level, sich auch so zu benehmen. Das Endergebnis der Familienprägung und der hypnotischen Situation, in der sie auftritt, ist, das Erwartungen über Paare im Unterbewusstsein eingegraben werden wo sie keiner kritische Analyse oder Prüfung unterzogen werden. Allerdings leiten diese Erwartungen ständig unsere Emotionen und Gefühle und lassen uns glauben, dass die Menschen, die sich uns gegenüber so verhalten, wie unsere Eltern zueinander verhielten, automatisch überzeugende und attraktiv sind.
Wir haben nicht beobachtet wie unsere Eltern sich umworben haben oder zusammengekommen sind, also ist liegt es bei uns das zu schaffen, obwohl wir hierbei durch die unbewusste Anerkennung dessen, was wir von einer möglichen Beziehung erwarten. Allerdings treten die Erwartungen und Verhaltensmuster sofort in Aktion, sobald wir uns so verhalten oder denken wir wären in einer Beziehung.

Darum kann es sein, dass sich Menschen so sehr ändern zwischen der Flirten-, der Jagd- und der Werbephase und dann dem Verhalten in einer Partnerschaft. So oft hört man wie sich die Leute beklagen „Er war nicht so als ich ihn geheiratet habe...“

Wenn deine Eltern Probleme in der Partnerschaft haben, kann es sein, dass du auch dafür anfällig bist. Und die meisten Eltern – sie sind nicht perfekter als andere – hatten ihre Probleme. Was aber eine neue Entwicklung darstellt ist der große Anstieg von Scheidungen und alleinerziehenden Eltern. Die Theorie besagt doch, dass im Endeffekt jede Generation so endet wie die vor ihr. Wie kann es sein, dass sich so viele trennen?

Die Antwort ist einfach: weil wir es können! Wir haben weniger Kinder als unsere Eltern und im Durchschnitt bekommen wir sie später. Frauen haben mehr und mehr ihre finanzielle Unabhängigkeit, der Staat bietet mehr Hilfe für alleinerziehende Eltern und es ist einfacher für Singles und alleinerziehende Eltern eine Wohnung zu finden als es früher war als noch der soziale Druck bestand dass verheiratet bleibt wer verheiratet ist. Der soziale Druck den Regeln für Beziehungen zu entsprechen hat sich stark verringert.

Also trennen wir uns weil wir es können. In der Vergangenheit war es sicher so, dass für jedes Paar, das zusammenbleiben wollte, eines kam, das zusammenbleiben musste. Einige von ihnen haben es zwar geschafft, ihre Probleme zu lösen und sich wieder und noch tiefer zu lieben. Andere lernten, emotional getrennt und trotzdem zusammen zu leben. Niemand von uns hat das Recht, solche Beziehungen zu bewerten, weil wir nicht die wirkliche Geschichte leben.

Aber die meisten von uns haben heute keine Lust darauf, in einem Hamsterrad zu laufen in dem sie eine Beziehung führen, sich dann trennen, dann wieder eine Beziehung, dann wieder Trennung...

Wir sind jetzt in der Lage die unbewussten Muster zu brechen die wir zum Thema Beziehungen haben.

Die Lösung


Wenn du immer wieder den selben Typ Mensch triffst und immer wieder die selben Probleme hast, brauchst du einen Wechsel. Du hast dir diese Probleme nicht ausgesucht. Sie liefen dir über den Weg wegen der eingeprägten Muster in deinem Unterbewusstsein. Wir können diese Muster nicht löschen, aber wir können neue, gesündere installieren. Wenn du neue geistige Muster probierst, wirst du die entsprechenden Nervenbahnen installieren. Es ist ein bisschen so wie wenn man einen Fluss umleitet. Versuche nicht das alte Flussbett zu füllen, sondern leite das Wasser den neuen Weg entlang bis es sich ein neues Flussbett gräbt. Vielleicht wird das neue Flussbett tiefer als das alte und deine Umleitung wird der neue Lauf des Flusses. Wie beim Umleiten eines Flusses, lehrt das Üben dein Unterbewusstsein durch die Wiederholungen leichter dem neuen Weg zu folgen als dem alten.


Die Umprägung


Diese Sequenz re-programmiert dein Unterbewusstsein damit es dir den gesunden, glücklichen Partner sucht, mit dem du wirklich zusammen sein willst.

Wenn du dich darauf vorbereitest, diese Sequenz auszuführen, erinnere dich an folgende Punkte:
Du bist nicht beschränkt auf deine Vergangenheit.Was du tun wirst, ist nicht die Vergangenheit zu vergessen oder zu verdrängen, sondern du zeigst deinem Unterbewusstsein gesunde, schöne und positive Vorstellungen die es ihm erlauben werden ein anderes Muster der Anziehung zu gestalten. Die Wiederholung der Familienmuster wirkte auf dich wie eine Hypnose und als Kind konntest du sie nicht kritisieren. Die Wiederholung dieser Sequenz wirkt genauso. Du sollst sie nicht kommentieren,oder an sie glauben. Du musst sie nur mit Energie und Interesse durchführen.

Erinnere dich: Das Unterbewusstsein reagiert auf Szenen, die du dir lebhaft vorstellst, genauso wie es auf wirkliche Aktionen und Erinnerungen reagiert. Es bewertet nicht nach wahr oder vorgestellt. Du musst auch nicht glauben, dass die Szenen, die du dir vorstellst, wirklich passiert sind oder hätten passieren können. Du musst sie dir einfach nur immer wieder vorstellen. Wenn dein Bewusstsein meckern will, dass sie unglaubwürdig seien, lass dich nicht verwirren. Du musst nicht an sie glauben, du musst sie nur beobachten. Wenn du ein alternatives Drehbuch für die Vergangenheit hast, gibt dir das ein alternatives Drehbuch für die Zukunft.





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6. Was kann ich tun damit es mir besser geht?

Beitrag  koc am Di März 06, 2012 11:04 pm

6. Was kann ich tun damit es mir besser geht?

Das Kapitel lass ich noch aus...

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7. Eine neue Liebe

Beitrag  koc am Di März 06, 2012 11:06 pm

7. Eine neue Liebe


Kennst du nicht auch die Floskel „Die Liebe überwindet alles!“? Das ist ein gutes Beispiel für die Gefahren dessen, wenn man Beziehungen in einer einfachen, leicht zu merkenden Phrase zusammenfassen will. Es klingt ja auch so wunderbar und edel. Aber „Die Liebe überwindet alles“ ist zweischneidig, es kann völlig unterschiedliche Dinge meinen.

Es kann bedeutet: „Die Liebe ist eine Macht, die dalles gut werden lässt, egal was ich mache!“ Oder meint sie: „Wirklich Liebende sind einander so verbunden, dass sie jede Herausforderung und jedes Hindernis meistern und dafür sorgen, dass es dem anderen gut geht und sie zusammenbleiben können!“?

Da ist ein Riesenunterschied zwischen den beiden Bedeutungen. Die erste meint, „Weil ich liebe, wird die Liebe alles für mich erledigen“ und die zweite „Weil ich liebe, werde ich die Arbeit tun!“


Es gibt keine Zauberformel


Ein Großteil der Arbeit in einer Beziehung ist es, Konflikte zu führen und zu lösen. Ich kenne keine Fomel für eine konfliktfreie Beziehung. Es sieht eher so aus, als wären Konflikte ein wichtiger Teil des Lebens. Aber immer wieder fragen wir uns: „Muss es so kompliziert sein?“

Vergiss aber nie:
Männer und Frauen wollen das selbe in einer Beziehung: Sex, Liebe und Sicherheit. Aber sie wollen sie in verschiedener Reihenfolge.

Wir alle träumen von der perfekten Beziehung – der perfekte Kuss, die tollste Leidenschaft, das totale Verständnis – wir alle wissen doch, was „Liebe“ ist. Wir alle wissen was wir müssen tun, wenn wir lieben. Aber woher kommen diese Flausen?


Vorstellungen von der Liebe


Die Traditionen im Liebesspiel entwickelt sich über viele, viele Jahrtausende. In der längsten Zeit unserer Entwicklung war das Leben ganz anders als es sich heute zeigt. Es war härter, kürzer und gefährlicher. Alle unsere Traditionen bezüglich der Liebe, den Leidenschaften und den Gefahren, über Treue und Unbeständigkeit, über Sex und Zusammengehörigkeit, stammen aus einer Welt in der es ernste Folgen haben konnte, Sex zu haben.

Als es noch keine Möglichkeit gab, eine Schwangerschaft nach dem Geschlechtsverkehr zu verhindern, gingen die Menschen ihm nicht so leichtfertig nach. Die Wahrscheinlichkeit war groß, dass man mit jemandem ein Leben lang zusammenbleiben musste, wenn man sich auf Sex mit ihm einliess. Also prüften die Menschen gründlicher als heute, mit wem sie sich einliessen. Und Beziehungen entstanden nicht nur wegen Liebe. Eine Heirat war ein wichtiges wirtschaftliches Arrangement. Das Leben war hart und arbeitsreich und jedes Geschlecht hatte eine feste Rolle. Kinder waren keine Wahl, sie waren eine Investition. Von ihnen wurde erwartet, auf die Eltern im Alter zu achten und sie zu versoregen.

Alle Kulturen entwickelten Regeln der Partnerwerbung um die natürlichen Sexualtriebe zu kanalisieren. Die Partnerwerbung war ein formalisierter Weg des Flirtens. Gleichzeitig, weil der Sextrieb unterdrückt werden musste, entwickelten sich Vorstellungen, Mythen und Phantasien über die Liebe die so populär und verführerisch waren, dass sie auch noch weiterbestanden, als diese Regeln der Werbung verschwanden.


Entwicklungen in der Neuzeit


Im Lauf der letzten beiden Jahrhunderte hat sich das mehr und mehr verändert. Technik und Wissenschaft haben uns große Fortschritte in Gesundheit, Kultur und Umwelt gebracht. Und dann kam ini den 1960er die Pille. Die Einführuung einer einfachen, billigen und verlässlichen Verhütung änderte die Regeln der sexuellen Werbung für immer. Jetzt können wirSex haben ohne das Risiko einer Schwangerschaft. Also tun es die meisten von uns öfter mit mehr verschiedenen Partnern. Wir haben Freiheiten, von denen noch unsere Großeltern nicht einmal geträumt haben. Und doch haben wir von ihnen und den Generationen vor ihnen, all die Phantasien, Glaubenssätze und Träume übernommen, die aus der Entwicklung des Menschen stammen.

Das Ideal der monogamen Partnerschaft und vom Kinderbekommen ist so tief in unserer Kultur verwurzelt, dass es immer noch großen Einfluss auf und hat. Als eine Folge davon, hat jeder Mann und jede Frau die Erwartung, dass sie einen Partner finden, sich verlieben und ewig zusammenbleiben. Aber was wir uns wünschen und was wir tun, muss nicht automatisch zusammenpassen.

Eine neue Studie hat ergeben, dass die durchschnittliche Dauer einer Beziehung, in der die Partner zusammenleben, sich auf sieben Jahre verkürzt hat. In Großbritannien wird derzeit ein Viertel aller Kinde von alleinerziehenden Eltern aufgezogen und die Zahl der Singles wird immer größer. Heute besteht kein sozialer Druck mehr, z uheiraten. Dafür besteht ein zunehmender Druck, ein erfolgreiches und produktives Individuum zu sein. Heute haben wir weniger Kontakt mit unseren Familien und weniger Kontakt mit anderen Menschen ausserhalb der Partnerschaft. Das zwingt dann die Partner dazu, zu viel in der Beziehung geben zu müssen an pyschischer und emotionaler Unterstützung.

In manchen Bereichen hat man es heute leichter, in anderen schwerer. Die Gesellschaft zwingt uns heute nicht mehr dazu, an speziellen, starren Rollen festzuhalten. Aber gleichzeitig unterstützt sie auch keine Rollen mehr. Du kannst nicht mehr erwarten, dass sich ein Partner in eine feste Rolle einpasst. Wenn du eine Beziehung haben willst, die für immer hält, musst du selbst daran arbeiten, dass sie funktioniert.

Was auch immer deine Familie getan hat, wie auch immer dein kultureller Hintergrund sein mag, deine Bestimmung und deine Beziehungen liegen in deiner Hand.


Wie man Erfolg bei der Partnersuche hat


Wenn du dich wieder besser fühlst wirst du feststellen, dass du vielleicht wieder eine neue Partnerschaft suchst. Wegen der Schmerzen, die dir die letzte bereitet hat, kann es sein, dass du dir deswegen unsicher bist, auch wenn du dich selbst verändert hast. Aber jetzt bist du anders, besser. Das geht aber den meisten so. Wenn sie den Ratgeber durcharbeiten tritt ein Effekt auf, den viele nicht erwarten. Es ist die Herausforderung des Erfolges. Du bist jetzt eine bessere, glücklichere Ausgabe deiner selbst. Deshalb verlange ich auch, dass du die Aufgeben in Kapitel 6 immer wieder machst bis du den Glauben an dich und das gute Selbstbild voll verinnerlicht hast.

Sich an den Erfolg zu gewöhnen bedeutet auch, dass du neue Erwartungen darüber, wie du eine Partnerschaft beginnst, gestaltest und führst, aneignest. Und natürlich auch daran, mit wem du so eine Partnerschaft eingehst.

Im folgenden werde ich dir ein paar Ideen darüber zeigen. Ich bin sicher nicht der führende Experte, und jeder von uns hat seinen eigenen Weg, dem er zu folgen hat, aber diese Überlegungen haben sich als sehr praktisch erwiesen.

Erfolg zu haben lehrt uns, neugierig zu sein und neue Erfahrungen willkommen zu heissen, und die Vorstellung, Neues zu beginnen wird dir keine Angst mehr machen sondern spannend werden. Wenn du weißt, dass du Erfolg hast, musst du nichts überstürzen. Du kannst den Weg geniessen. Leute zu treffen und das Flirten werden dir gefallen. Du musst dir über das Ergebnis keine Sorgen machen. Du wirst die Dinge geniessen, wie sie sind.

Und du kannst entscheiden, welche Art der Beziehung du willst. Du musst dich nicht nach anderer Leute Erwartungen verbiegen. Wenn du eine „traditionelle“ Beziehung willst, musst du dich dafür nicht schämen und etwas anderes behaupten. Viele andere wollen das auch.

Es ist sehr gut, wenn man alle Frauen und Männer mit der gleichen Höflichkeit und Freundlichkeit behandelt, aber es ist nicht gut, sich zu verbiegen um anderen zu gefallen. Du musst dich nicht verstellen um anderen zu gefallen. Frag dich: „Was will ich?“ In deiner Welt sind deine Wünsche und Vorstellungen mindestens genauso wichtig, wie die der anderen. Nein, wichtiger! Nur du kannst dir deine Wünsche erfüllen, niemand anderes. Also sind für dich deine Wünsche und Vorstellungen die wichtigsten.

Wenn du dich selbst wohl fühlst, dann werden sich die Menschen, mit denen du umgehst, auch wohl fühlen. Du wirst dich dann, wenn du mit jemandem flirtest, nicht fragen: „Wird er/sie mich mögen?“, sondern „Wird diese Person mit glücklich machen?“. Es wird jeden zufriedener machen wenn du dir sicher bist, immer gut genug zu sein und dass andere dich für attraktiv halten.

Du bist interessant wenn du interessiert bist. Die Basis eine Flirtes ist es, sich in der Gegenwart eines anderen wohl zu fühlen. Die meisten fühlen sich nur gut, wenn die andere glücklich machen. Wenn du einem anderen fühlen lassen kannst, dass du dich gut fühlst, dann ist das für ihn eine Einladung, weiterzumachen.

Je mehr du dich selbst verstehst, desto mehr wirst du die anderen verstehen weil im Prinzip ticken wir alle gleich. Je weniger du vorspielst und je weniger du dich selbst niedermachst, umso leichter findest du andere Menschen, die sich selbst so verhalten. Je ehrlicher du zu dir selbst bist, umso leichter wirst du dich von und zu anderen Menschen hingezogen, die auch so ehrlich sind.

Du wirst auch damit aufhören, negative Sätze zu verwenden wenn du zu dir selbst sprichst. Das Unterbewusstsein kennt keine Negativität. Nehmen wir das bekannte Beispiel: „Denke nicht an einen rosa Elefanten!“. Und woran denkst du? An einen rosa Elefanten. Du hängst an dem, was du nicht willst und du wirst sehr wahrscheinlich bekommen, was du nicht willst. Es ist ein psychologisches Gesetzt, dass du das anziehst, worauf du dich im Leben fokussierst.





Wie man seinen neuen Partner wählt


Und hier jetzt ein paar Regeln oder Vorschläge wie du dir einen neuen Partner wählst.

Nutze sie so viel oder so wenig wie du willst.


Halt dir die Optionen offen.
Zumindest für eine Zeitlang. Sei nicht entmutigend oder betrüge, aber lass einen möglichen Partner nicht meinen, ihr hättet schon eine Partnerschaft, nur weil ihr euch sympatisch seid und ein paarmal ausgegangen seid. Es ist auch lehrreich, zu sehen wie er auf ein bisschen Konkurrenz oder Unsicherheit reagiert. Es ist ausserdem gut, andere Menschen zu treffen um zu vergleichen. Jeder kann faszinierend sein wenn man sich nur auf ihn konzentriert, aber lass dich nicht nur wegen so einer Faszination in eine Partnerschaft ziehen.

Nimm dir Zeit
Bist du dich zu einem Partner bekennst. Trau ihm nicht sofort. Finde mehr heraus. Wenn du dir Zeit nimmst, wirst du herausfinden ob du auf deine Erwartungen reagierst oder nur deine unbewussten Projektionen.

Es ist in Ordnung, manchmal verletzt zu sein
Wir alle haben unsere Eitelkeiten und Verletzlichkeiten. Wie haben ja schon gesehen, dass Verletzlichkeit wertvoll ist. Wenn du jemanden triffst, kann es sein, dass du ihn mit deinem Witz, deinem Charme und deinem Aussehen beeindruckst. Aber du kommst ihm näher, wenn du deine Verletzlichkeit und deine Schwächen auch zeigst.

Erwarte das Unerwartete
Wie du mit dem Unerwarteten umgehst, zeigt was du wirklich kannst. Egal, wie toll dein Äußeres sein mag, es ist das Innere mit seinen Verletzlichkeiten, das Intimität schafft. Ein guter Indikator für eine erfolgreiche Partnerschaft ist nicht, wenn man sich in tollen Zeiten liebt, sondern wie man mit den Schwächen und Dummheiten des Anderen umgeht.

Es gibt keine Eile
Der Preis der Liebe ist das Risiko, verletzt zu werden wie du ja schon bemerkt hast. Bevor du dich zu tief einlässt, entscheide dich ob du diesen Preis bezahlen willst. Wenn nicht, zieh dich zurück bis du dazu bereit bist. Du bist bereit für eine Beziehung wenn du bereit bist, diesen Preis zu bezahlen, nicht wenn du denkst, du bräuchtest eine Beziehung weil du dich einsam, arm oder zurückgelassen fühlst.

Triff seine Freunde
Das wird dir einiges über ihn zeigen. Und eine langfristige Beziehung ist nicht nur eine Affaire zwischen zwei Personen, sondern ein Treffen zweier Stämme. Sie müssen nicht alle davon betroffen sein, aber du wirst einen Weg suchen müssen, dich da einzubringen oder herauszuhalten. Wenn er dich seinen Freunden nicht vorstellen will, finde heraus, warum. Es ist kein gutes Zeichen für die Stabilität einer Beziehung wenn du aus dem Rest des Lebens deines Partners herausgehalten werden sollst.

Finde dein Gegenstück
Ein Partner, der dir auch die Stirn bieten kann, ist gut für dich. Du willst keinen Fußabtreter, es sei denn, du willst dir den Rest deines Lebens die Füsse abtreten. Wenn du jemanden willst, der das Beste aus dir herausholt, such dir jemanden, der dir ebenbürtig ist.
Setze hohe Standards
Suche keine Entschuldigungen für andere und ihr Verhalten, senk nicht deine Erwartungen und verbieg dich nicht für andere. Eine Beziehung soll das Beste aus dir und deinem Partner machen, also such dir nicht die zweitbeste Möglichkeit.


Mehr dazu kannst du im großen Ratgeber, Punkt 8.10 Das Umkehrverfahren, nachlesen.



Zum Abschluß kann ich dir nur folgendes raten:
Nutze davon, was immer dir hilft. Es sind nur gute Ratschläge, die sich als hilfreich erwiesen haben. Wenn es dir hilft, die richtige Partnerschaft zu finden und zu führen, hat es seine Aufgabe erfüllt. Aber bitte, lies es nicht einfach nur! Versuche es. Teste es! Versuche jeden einzelnen Teil und nutze das, was dir hilft.


Das war das letzte Kapitel von mir. Das nächste schreibst du selbst!

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Re: Erste Hilfe bei Liebeskummer

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