Trennung nach schwerer Zeit

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Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am So Apr 08, 2012 9:34 pm

Hallo erstmal bin ja nun neu hier und wollte euch um eure Meinungen fragen, ich weiß der Text ist
lang aber ich würde mich um Tipps und Antworten von euch freuen.

Also mein Partner hat sich vor ca. 4 Monaten von mir getrennt. Ich muss ein wenig weiter ausholen.
Anfangs führten wir eine Beziehung in derselben Stadt, dann zog er 600 km weit weg und wir führten eine
Fernbeziehung und alles war gut, wir planten diesen August unseren Zusammenzug und er freute sich genauso wie ich
darauf endlich mehr Zeit miteinander verbringen zu können. Im Juni dann hatte er zwei Bandscheiben ops und ich habe
ihn gepflegt und mich um ihn gekümmert wo ich nur konnte alles lief immer recht gut er war liebevoll, er gab mir Zärtlichkeit.

Ich war zu dieser Zeit leider ein wenig überfordert denn ich bin das erste mal von zuhause weggezogen und dann auch gleich
600 km weit weg, neue Schule, neue Leute und dazu noch der kranke Partner der zuhause wartet. Nach seiner zweiten Op war
ich nervlich einfach sehr instabil und meinte zu ihm dass wenn noch eine Op anstehe ich wohl wieder zurückziehen werde, da
ich Angst habe daran zu zerbrechen, da ich ein sehr emotionaler und auch körperlich nicht sehr robuster Mensch bin.

Mein Partner wurde immer depressiver aufgrund seiner Rückenprobleme, sprach sogar davon dass er vielleicht nie wieder richtig
gesund werden würde. Ich versuchte ihn immer wieder aus seinem Loch heraus zuholen. Irgendwann sprach er davon, dass er nicht
mehr wüsste ob er mich liebte und für mich fing die Zeit des Bangens an. Er war trotz seiner Zweifel sehr liebevoll zu mir und dass
nicht auf mein Drängen es kam alles von ihm aus, er suchte immer meine Nähe. Und dann machte er plötzlich Schluss, mit der Begründung
er liebt mich nicht mehr und wir seien zu verschieden, zu dem Zeitpunkt waren wir nun fast 2 Jahre zusammen und 4 Monate
davon haben wir zusammen gewohnt. Als er Schluss machte konnte er mir noch nicht mal in die Augen schauen, er war völlig aufgelöst.
Ich gab ihm etwas zurück was er mir schenkte und er brach in Tränen aus und meinte ob ich es denn nicht behalten wollen würde.

Nun ja es folgten Gespräche über Gespräche, ich entschuldigte mich als ich ihn noch mit Schatzi ansprach da es doch irgendwo unpassend war,
darauf erwiderte er nur, so dürfe ich ihn immer nennen. Irgendwann kam er nochmals auf mich zu und entschuldigte sich unter Tränen, es tue
ihm so leid und er sein ein absolutes A******** ob ich ihn denn noch liebe und ich nahm ihn zurück. Daraufhin bin ich in meine Heimatstadt
gefahren um mich zu erholen, als ich wieder zurück kam machte er wieder Schluss mit derselben Begründung von zuvor und dass
er mit meinem Vater nicht zurecht käme und ich zog aus in meine Heimatstadt zurück.

Um noch hinzuzufügen er hat die gemeinsame Wohnung mit mir noch bis kurz vor Schluss schön eingerichtet und er meinte als Schluss war noch
dass ich mir doch lieber keinen deutschen Mann hätte raussuchen sollen (dazu muss ich sagen ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, nur mein Vater stammt nicht von hier) und so Sachen wie naja da hat euch der Deutsche wohl doch enttäuscht wie ihr es erwartet hattet. Was absolut
nicht stimmt denn ich habe ihn nie deswegen kritisiert.....
Zumal ich bis zum Schluss noch meinte warum man nicht hätte versuchen können das Ganze im vornhinein zu retten, da meinte er darauf naja jetzt
ist eh alles schon kaputt....

Um die Trennung noch genau zu schildern, er machte unter Tränen Schluss mit mir, ich war in dem Fall die Trösterin da ich irgendwie doch sehr stabil war und nahm ihn in den
Arm und wir redeten. Dann nahm ich ihn noch zweimal in den Arm und er lehnte das auch nicht ab im Gegenteil, er weinte sich bei mir aus.
Da wir noch zusammen wohnten kam es noch ab und zu zu Gesprächen, eines davon hielt ich nicht aus und wollte einfach nur gehen und er lief mir hinterher. Doch ich lehnte ab.
Dann an dem Tag an dem ich zurück zog in meine Heimatstadt kam er um mich zu verabschieden und er fragte ob er mich denn nochmal umarmen darf und brach vollkommen in Tränen aus.

Ich schrieb ihm danach noch sms, bezüglich meiner Sachen und Sachen die ich noch von ihm hatte und ob es noch ein Treffen gibt damit ich damit
abschließen kann. Nun ja seine Antwort war, dass er sich noch nicht treffen kann bzw. will, sein Zeug wollten dann seine Eltern holen. Ich habe leider daraufhin nochmal geschrieben dass ich das Treffen bräuchte, darauf kam keine Antwort mehr, danach ging ich direkt in die KS und holte mir noch Tipps von einem anderen Forum. Nach 6 Wochen schrieb ich ihm eine SMS die mir vorgeschlagen wurde, in Form einer Bewerbung als Krankengymnastin für ihn.
Keine Antwort von ihm. Zwei Wochen später habe ich erneut geschrieben und die SMS erklärt und noch mein restliches Geld von ihm eingefordert.
Dieses hat er mir überwiesen ohne auf meine SMS zu antworten aber in der Überweisung als Verwendungszweck, Sorry vergessen geschrieben.
Weiterhin KS und dann meldete sich die Freundin seines besten Freundes bei mir, sie wollten nen Kaffee mit mir trinken. Ich hatte sie mal angesprochen auf ein Treffen aber sie klang nicht so als hätte sie da wirklich Lust drauf, dann ca. 1 1/2 Monate wollte sie ein Treffen und es war ihr sehr wichtig.
Ich traf mich mit ihr und sie erwähnte nix von meinem Ex und ich auch nichts von ihm, zeigte ihr nur dass es mir gut geht. So bisher meine Geschichte, aus Skype hat er mich bisher nicht gelöscht obwohl ich ihn anfangs blockiert hatte.

Was meint ihr dazu? Ist da überhaupt noch was zu retten?


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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  espero am Mo Apr 09, 2012 2:56 pm

Retten kann man unter bestimmten Voraussetzungen immer etwas .... nur müssen es Beide auch wollen. Im Moment will ER aber nicht! Lass ihn in Ruhe und dränge ihn zu nichts.
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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Mo Apr 09, 2012 3:23 pm

danke für die antwort, nein ich habe auch momentan nicht mehr das verlangen anzurufen
oder zu schreiben oder sonst etwas. ich akzeptiere es und somit sollte auch er auf mich dann zukommen.
ich wollte nochmal was fragen, so aus dem was ich geschrieben hatte, ist es denn wirklich realistisch
dass er mich nicht mehr liebte?
ich verstehe das man das pauschal nicht sagen kann aber tendenziell?
meint ihr da kommt überhaupt nochmal etwas?

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Hallole1233 am Mo Apr 09, 2012 9:06 pm

Liebe heißt *kämpfen* jeden verdammten Tag aufs Neue, und wer nicht bereit dazu ist, braucht sich nicht wundern, dass die Liebe stirbt.
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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Mo Apr 09, 2012 9:21 pm

hi, ja ich weiß aber so ne konkrete antwort auf meine frage ist es leider nicht.
denn ich "kämpfe" aufjedenfall sonst würde ich ja nicht nach 4 monaten immernoch
hier dran sitzen.

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Hallole1233 am Di Apr 10, 2012 10:16 am

Falsch! Man kämft in einer Beziehung jeden Tag um die Liebe aufrecht zu erhalten, nicht erst wenn es zu spät ist.
Lies zunächst mal den Ratgeber von Koc:
[Es ist nur Administratoren erlaubt, diesen Link zu sehen]

Bei Fragen fragen.
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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Di Apr 10, 2012 12:41 pm

danke auch das ist mir klar, ich habe mich durch zig ratgeber durchgelesen, wie auch durch diesen.
jetzt ist das kind schon in den brunnen gefallen und da ist der punkt.
ich würde gerne aus eurer erfahrung hören was ich von meinem fall denn halten soll?
ob ich überhaupt noch hoffen darf oder ob es aussichtslos erscheint?

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  koc am Mi Apr 11, 2012 12:19 am

Hallole1233 schrieb:Liebe heißt *kämpfen* jeden verdammten Tag aufs Neue, und wer nicht bereit dazu ist, braucht sich nicht wundern, dass die Liebe stirbt.

Kämpfen?

Wenn ich um eine Beziehung kämpfen muss, ist sie es nicht wert, geführt zu werden.
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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Mi Apr 11, 2012 1:35 am

koc das denk ich mir auch manchmal, denn kämpfen laugt ja auch aus.
ich meine wer will tag für tag aufs neue kämpfen.
macht man sich da auf dauer nicht selbst kaputt?

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Mi Apr 11, 2012 1:26 pm

nun würde ich doch gerne über meine geschichte schreiben und hoffe jemand erbarmt sich mir noch tipps
speziell zu meiner geschichte zu geben bzw. mir zu sagen ob hier es noch nach liebe aussieht?

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Hallole1233 am Mi Apr 11, 2012 1:52 pm

koc schrieb:
Hallole1233 schrieb:Liebe heißt *kämpfen* jeden verdammten Tag aufs Neue, und wer nicht bereit dazu ist, braucht sich nicht wundern, dass die Liebe stirbt.

Kämpfen?

Wenn ich um eine Beziehung kämpfen muss, ist sie es nicht wert, geführt zu werden.

*kämpfen*= wachsam sein, aufmerksam sein, nichts als gegeben hinnehmen, Respekt haben, den anderen wertschätzen,....mir fällt da kein besseres wort ein als *kämpfen*
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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Mi Apr 11, 2012 2:02 pm

leute seid mir bitte nicht böse aber können wir in diesem thread über meine trennung sprechen anstatt über
die definition von liebe zu diskutieren?

ich bin zwar nicht mehr so verzweifelt wie vor einigen monaten aber hätte ganz gerne objektive meinungen zu meiner
geschichte.
ob es sich hier überhaupt noch verlohnt ewig zu "warten"?

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Bine am Mi Apr 11, 2012 2:33 pm

Worauf wartest Du denn?

Wie alt seid Ihr?
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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Mi Apr 11, 2012 3:31 pm

wie gesagt warten direkt soll man ja nicht das weiß ich ich lebe mein leben weiter, aber ich "warte" darauf dass mal
was von ihm kommt.
ich denke langsam dass es ihm völlig egal ist.

also ich bin 25 und er ist auch 25

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Bine am Mi Apr 11, 2012 4:57 pm

Richtig, warten soll frau nicht.

Und warum nicht? Weil dadurch wirklich gar nichts besser wird. Frau sollte die Entscheidung des Partners akzeptieren und anfangen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Was hast Du inzwischen getan, um Dich zu einer selbstbewussten stabilen Partnerin zu entwickeln? Was hast Du für Dich erreicht? Weißt Du, warum Du als Frau an seiner Seite nicht stark genug warst, um ihm beizustehen, wenn er Dich hätte brauchen können:
Nach seiner zweiten Op war ich nervlich einfach sehr instabil und meinte zu ihm dass wenn noch eine Op anstehe ich wohl wieder zurückziehen werde, da ich Angst habe daran zu zerbrechen, da ich ein sehr emotionaler und auch körperlich nicht sehr robuster Mensch bin.
Hast Du Deine Ängste überwinden können? Bist Du stabiler geworden? Bist Du sicher, dass Du ihm jetzt als erwachsene Partnerin begegnen kannst?

Und welche Entwicklung erhoffst Du Dir von ihm?

Was sollte durch das Warten so gut geworden sein, dass ein Neuanfang erstrebenswert wird?
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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Mi Apr 11, 2012 5:11 pm

weiterentwickelt habe ich mich zum glück schon, ich habe durch meine freunde wieder an stärke gewonnen,
fange mit yoga an und auch zugenommen habe ich nun wieder. ich fange auch eine therapie an in diesem monat
um sachen die auch mit in die beziehung einspielten nun endlich bewältigt werden können.
die ängste sind weniger geworden aber ich hoffe sie durch die therapie vollkommen auszulöschen.
ich erhoffe mir von ihm dass er sich langsam im klaren ist ob er mich möchte, scheinbar ist das aber nicht der fall.
ich erhoffe mir auch von ihm dass er nun wieder stabil ist sowohl geistig als auch körperlich.
durch den neuanfang ist mir so einiges klar geworden, habe neue hobbies angefangen. bin wieder richtig mobil, was
während der beziehung nicht der fall war und auch ein kritikpunkt war. ich bin immer unterwegs und mache kurse.
wie schon gesagt fange yoga an, verreise bald. ich bin deutlich stärker geworden, also psychisch gesehen.
komplett losgelassen habe ich leider noch nicht aber ich hoffe dass es bald soweit ist bzw. ich bald ganz losgelassen habe.
ich möchte das ganze gerne neubeginnen ohne vorwürfe oder sonstiges. ich muss auch wirklich sagen dass, wenn ein
treffen zustande kommen würde ich gar nicht über die beziehung reden wollen.
zumal ich noch anfügen muss ich war zum schluss leider wirklich abhängig von ihm und so kenne ich mich gar nicht, ich
war schon immer ein sehr unabhängiger freier mensch und das habe ich leider in der beziehung voll und ganz aufgegeben. er aber
auch, wir saßen uns sprichtwörtlich auf der pelle.
meint ihr dass man einen mensch, mit dem man so viel durchgemacht hat einfach vergessen kann?

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Hallo

Beitrag  Dreamangel am Mi Apr 11, 2012 9:07 pm

Pusteblume

ich antworte Dir, da ich selbst eine Bandscheiben OP samt REHA hinter mir habe. Es war eine der schwersten Zeiten für mich (kurz davor hatte sich mein damaliger Freund von mir getrennt, wir kamen später wieder zusammen aber das nur so am Rande).

Das bedeutet: ich musste das ganze allein durchstehen ohne Partner. Natürlich waren Freunde da, aber das war einfach nicht das selbe.
Deine Einstellung zu ihm und seiner Erkrankung hat mich ehrlicherweise geschockt. DU hälst es nicht aus, DU brauchst Ruhe, DU ziehst dich zurück wenn eine zweite OP ansteht (ähm Hallo???). ER ist krank und braucht unterstützung. Und mal ehrlich: was soll er von solchen Aussagen halten? Er kann sich ja schlecht "zusammenreissen" und sagen naja ich brauch keine OP weil mein Schätzchen sonst so leidet und weg ist....

Deine Reaktion hat ihn mit Sicherheit verunsichert (inwieweit ist sie wirklich für mich da, wenns mir mies geht), wütend gemacht und sicher auch enttäuscht.
Natürlich musst du nicht über Deine Kräfte hinaus da sein. Aber emotionale Unterstützung für den Menschen den man liebt in so einer Situation ist für mich selbstverständlich. Und das ist ja keine 24 Stunden rund um die Uhr Betreuung wie bei einem Pflegefall.

Also von daher, sorry, kann ich seine Reaktion nachvollziehen.

Inwieweit Du das Bild von dir umdrehen kannst, weiss ich nicht...
Und mal ehrlich was wenns richtig heftig kommt? Mit einer Krankheit oder so? Musst Du dann auch erst mal überlegen ob DU das verkraftest.....

lg
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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Mi Apr 11, 2012 9:22 pm

hallöchen danke für deine antwort,
nun also möchte ich mal auch von mir erzählen was denn los war genau.
die ops die er hatte, ich habe ihn vollkommen unterstützt so ist es nicht, ich habe teilweise meine schule
eine woche auf eis gelegt um ihm nach seiner op beizustehen. ich habe alles getan was in meiner macht stand
um ihm eine stütze zu sein. habe den kompletten haushalt übernommen. habe ihm beim anziehen geholfen, habe
ihm seine socken angezogen alles was dazu gehört. habe ihn immer bekocht. klar bin ich dann auch irgendwo an
meine grenzen gestoßen wer könnte es mir verübeln. ich bin in eine stadt gezogen in der ich weder freunde noch
familie hatte, ich hatte nur meinen freund und diesen musste ich ja pflegen. leider kam es dann wie es kommen musste
und ich entwickelte eine essstörung. diese habe ich leider gottes vernachlässigt und habe mich lieber um seine beschwerden
gekümmert. mal ehrlich wer würde sich in meinem alter schon so für seinen partner aufopfern?
ich wollte eine therapie anfangen um das mit der essstörung in griff zu bekommen und neue kraft zu schöpfen. aber leider kam es
nie dazu. ich weiß nun hier habe ich stärke ich haben meine freunde wieder, meine familie alle die mir kraft geben.
ich muss noch anmerken es war zu dem zeitpunkt eine sehr schwere zeit für mich und das wusste er auch, denn meinte mutter erlitt
ein burnout, d.h. ich musste auch irgendwo für meine mutter zur stelle sein. mein vater hatte nierenkrebs und ist seitdem ein vollkommen
anderer menschen. das alles prasselte zur selben zeit auf mich ein. nach der op fing mein freund dann auch noch extrem an zu kiffen, was
die situation leider nicht besser machte, im gegenteil.
darf ich fragen warum du deinen freund zurück genommen hattest, obwohl er dich allein ließ während der schweren zeit?
klar hätte ich ihn damals nie verlassen aber man muss mich auch verstehen dass war eine kurzschlussreaktion.
leider kam ich nie dazu nochmal das ganze mit ihm klarzustellen und das macht mich unendlich traurig denn er gibt mir
ja nicht die chance. niemand ist unfehlbar. wie heißt es so schön, der der ohne sünde ist der werfe den ersten stein.
ich bin auch stark der meinung das nicht die worte zählen sondern die taten.

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Dreamangel am Mi Apr 11, 2012 10:29 pm

Hi

also wir waren schon kurz vor der Bandscheiben OP getrennt (ca. 4 Wochen) ich kam als Notfall ins Krankenhaus, dh das ganze war auch nicht absehbar.... und hatte somit mit der "Zurücknahme" nichts zu tun... das kam erst später als ich in der Reha war.

nun ja jeder Fall ist anders..... aber warum er nach der OP jemand braucht der ihn anzieht, kocht usw kann ich nicht nachvollziehen. Ich war 6 Wochen in REHA, da musste sich sowieso niemand um mich kümmern. Danach ging eigentlich mein Alltag wieder los. Langsame eingliederung im Job, ambulante REHA (sprich Physiotherapie). Meine Socken und auch den Rest habe ich bereits im Krankenhaus (und da lag ich vier Wochen) nach ca. 1 Woche selbst angezogen....

deshalb schrieb ich vorhin ein BS-operierter ist ja KEIN Pflegefall. Klar Schonung, nicht schwer tragen usw. Aber warum sollte man nach OP und Reha nicht kochen können? Natürlich sollte man nicht mit 8 Tüten beladen x Kilometer nach Hause laufen. Aber sonst??
Dass er aber in eine Depression fiel kann ich gut nachvollziehen. Vor allem wenn 2 OP`s aufeinander folgten. Es ist vielleicht schwer zu verstehen wenn man es nicht selbst erlebt hat: aber wenn der Körper plötzlich nicht mehr gehorcht, man nicht/kaum noch laufen kann, die Schmerzen (absolut übelst). man verliert das Vertrauen in den Körper und dadurch in sich....
Auch bei mir hat es extrem das Selbstvertrauen geschwächt was ich aber erst später erkannt hab (äusserte sich mit Panikattacken und ähnlichem).

Das Kiffen......finde ich nicht gut....ist aber bekannt dass es bei starken Schmerzen helfen soll..... und ihn wahrscheinlich auch von seinen Ängsten / Depri erstmal gelöst hat. Soll keine Entschuldigung sein...... hast Du es angesprochen? hat er vorher auch gekifft?

Gut dann kamen bei dir natürlich auch einige Sachen hinzu, was ich vollkommen verstehen kann, dass das viel ist. Nur ein BS-operierter ist kein 24h Pflegefall!!!! es geht um moralische Unterstützung und emotional "da" sein. Aus meiner Sicht bleibt da mehr als genug Zeit um für sich selbst was zu tun (Therapie) oder auch andere Probleme (Eltern) zu bewerkstelligen. Auch wenn das dann mal heisst: heute geht nicht! heute brauche ich die Zeit für mich/meine Mutter/meinen Vater oder sonst was. Denke das ist nicht das Problem. Was das i
m übrigen mit dme Alter zu tun hat kann ich nicht nachvollziehen. Ob ich 18 oder 40 bin und jemanden liebe, dann unterstütze ich ihn.

ja im Moment blockt er und die Gründe (die ich mir vorstellen könnte) hab ich ja schon genannt. da kannst du leider nix tun momentan.

lg
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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Mi Apr 11, 2012 10:45 pm

ja gekifft hatte er auch schon vorher aber nicht so stark wie nach der op.
klar sollte es kein pflegefall sein, das verstand ich auch nicht ich meine er hatte
eine neue form der bs-op, d.h. er wäre spätestens 6 wochen danach wieder fit ohne reha.
denn bei dieser op gab es keine reha.
was das mit dem alter angeht, ist unsere heutige gesellschaft leider sehr schnelllebig und wenn
probleme anstehen verschwindet man lieber als sich diesen zu stellen habe ich leider schon viel zu
oft bei gleichaltrigen erlebt, daher das mit dem alter.
klar gibt es auch ausnahmen.
das mit der therapie konnte ich leider nicht mehr in anspruch nehmen da es zu ende der beziehung war
und da ich wusste ich bleibe auf keinen fall in dieser stadt macht es natürlich keinen sinn dort eine
therapie anzufangen. emotional war ich auch für ihn da habe ihn immer gestützt wo ich nur kann ihm
immer mut gemacht das problem lag darin, dass er noch nicht mal an seine heilung glaubte bis zum schluss nicht.
und da hab ich reden können was ich wollte er blockierte voll und ganz.
klar machen kann ich nun momentan nix ich hoffe nur er vergisst mich nicht nach allem was wir zusammen auch
durchgestanden haben, denn er hatte leider mehrere schwierige diagnosen in der zeit in der wir zusammen waren, selbst da war
ich natürlich immer für ihn da.

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Dreamangel am Mi Apr 11, 2012 11:19 pm

wegen der bs-op will ich mich nicht zu weit aus m fenster lehnen. Bin ja nur selbst Patient und kein Arzt aber Physiotherapie sprich Muskelaufbau ist immer notwendig! man kann ja nicht 6 Wochen rumliegen und dann aufstehen wie n junger Gott....... naja...
Wollte damit auch nur sagen, dass so ne rundum Betreuung aus meiner Sicht nicht notwendig ist (Socken anziehen, kochen usw.)

ich mach dir auch keine Vorwürfe oder so, ich hab nur versucht es Dir vielleicht aus seiner Sicht etwas näher bringen zu können, wie er sich gefühlt hat.
Und grad n Mann (ja achtung Klischee) denke ich leidet noch mehr darunter wenn der Körper "versagt"...

Vergessen wird es/dich sicher nicht. Da sag ich immer gern er hat ja kein Alzheimer (oder?) die negativen Dinge verblassen auch mit der Zeit kennst du sicher an dir selbst auch? Normale Reaktion des Menschen sonst würden wir ja durchdrehen, wenn nur das negative bleiben würde.

Ich kann mir einfach vorstellen, so wie du ihn beschreibst, dass er in ner dicken Depression steckt/steckte. Da kannst du auch reden was du willst. das bringt nix..... er muss das erkennen und selbst rauswollen und sich dementsprechend Hilfe holen (profesionell).

lg
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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Mi Apr 11, 2012 11:34 pm

danke dir für deine sicht der dinge, das hat mir sehr weitergeholfen.
es zeigt mir ja auch mal den blickwinkel aus dem er es betrachtet.
vielleicht versuche ich ihm nun einfach mal gute positive energien zu schicken.
ich denke das ist besser als ihm irgendwas einzureden, wobei ich natürlich seine
willen nach ruhe und abstand respektiere.
ich hoffe die negativen dinge verblassen bald bei ihm so dass er mich und was
wir hatten auch nochmal im postitiven sehen kann.
nein er hat kein alzheimer, hoffe ich zumindest. Laughing

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Dreamangel am Mi Apr 11, 2012 11:43 pm

kann dir nur soviel sagen: es braucht zeit und: je eher du ihn konsequent in ruhe lässt und nicht versuchst verbal ihn umzustimmen umso besser und rascher....

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Gast am Mi Apr 11, 2012 11:49 pm

ja ich denke mir schon das ich hier geduld brauche aber die bringe ich gerne auf.
nein ich lasse ihn verbal aufjedenfall in ruhe ich habe auch ehrlich gesagt
auch nicht den bedarf auf diskussionen und auch nicht auf umstimmen, denn das ist für mich
quatsch. ich schreibe nicht mehr und melde mich gar nicht mehr.
eine frage habe ich noch. ich habe mich mal kurz nach der trennung bei der freundin von seinem
besten freund gemeldet. und wollte mich mal treffen, sie klang aber nicht so als hätte sie groß lust darauf.
dann 1 1/2 monate später meldete sie sich bei mir um mit mir einen kaffee trinken zu gehen, es schien ihr
sehr wichtig, das treffen war schön und ich erwähnte meinen ex nicht nur einmal kurz meinte ich dass unsere
zeit schon toll war. das mädel hatte auch nicht viel zeit, sie erwähnte nix von ihm und fragte auch nicht nach der
trennung. als ich sie verabschiedete meinte sie nur naja man sieht sich und vielleicht läuft man sich mal über den weg.
war alles merkwürdig. meinst du er hat sie geschickt um mal zu sehen wies mir so geht?

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

Beitrag  Dreamangel am Do Apr 12, 2012 12:03 am

das weiss ich nicht..... und solche Gedanken (ich weiss völlig normal) solltest du sofort abstellen. Denn sie bringen nix. Ich kann es Dir nicht sagen und auch sonst keiner hier.
Falls ja: gut für dich gelaufen aber ändert nix
Falls nein: ändert nix

Ziemlich einfache "Rechnung" aber so ist es....

Ich weiss ja nicht ob es auf dich zutrifft aber nach der Trennung bin ich in so ne Gedankenspirale gerutscht:
- was tut er
- warum
- mit wem
- hat das was zu bedeuten
- wann meldet er sich

grübeln grübeln

Heute weiss ich: es hat null gebracht ausser dass ich in ne Depression geschliddert bin..... (ein Merkmal der Depression ununterbrochenes Kopfkino und grübeln).

Deshalb: so schwer es ist nicht grübeln! Du kannst es registrieren und dann aber auch wegschieben, denn es/er ändert nix. wenn er ein back will, glaub mir dann mit anderen "geschützen"

lg

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Re: Trennung nach schwerer Zeit

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