Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

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Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

Beitrag  Stephi am Mi Jun 06, 2012 7:30 pm

Hallo,
nachdem ich vor knapp 3 monaten verlassen wurde habe ich viele ratgeber gelesen. leider habe ich erst anfang mai eine kontaktsperre eingeleitet die aber auch leider wieder einmal durch einen kurzen chat unterbrochen wurde. im märz und april hatten wir etwa alle 10 tage kontakt. dieser ging im märz von ihm aus und im april von mir aus (ich hatte 3mal eine kurze email geschrieben um danach zu fragen wie es ihm geht und er schlug mir immer ein telefonat vor).

in wenigen tag hab ich nun das buch "ich lieb dich nicht wenn du mich liebst" gelesen und es hat mir sowas von die augen geöffnet. ich bin irgendwie total geschockt wie sehr das auf uns zutrifft und wie sehr ich mich in der rolle der unterlegenen wiederfinde (zumindest in den letzten jahren). ich hab das gefühl das unsere beziehung nie wirklich ausgeglichen war...

ich hab nie verstanden was in den letzten drei jahren los war. je mehr ich ihn liebte, wollte, vermisste desto mehr distanzierte er sich. hier nun unsere geschichte die wohl etwas länger wird...

Mein Exfreund ist 31 und ich bin 29 jahre alt. Vor knapp 10 jahren lernten wir uns in spanien kennen, es war liebe auf den ersten blick. nachdem wir noch 5 tage urlaub dort verbrachten, musste ich leider zurück nach Deutschland. ich hatte mich unsterblich verliebt und heulte ohne ende beim abschied und ihm wurde klar wie viel er mir bedeutet. auch er war wenige tage später wieder zurück in seinem heimatland schweden.

ich kann mich noch erinnern, dass er mir schon an meinem 1. tag in deutschland eine sms schrieb. in den letzten 10 jahren hatten wir fast täglich kontakt. zu beginn schrieben wir lange emails, dann telefonierten wir immer öfter und bereits einen monat später besuchte er mich in deutschland. es war wie im traum!!!

bis weihnachten besuchte er mich 3x und ich flog schließlich auch innerhalb einem Monat 2x nach schweden, wo ich zuvor noch nie war. Es war die glücklichste zeit in meinem leben, ich war zum ersten mal richtig verliebt und mein freund hatte sich dafür entschieden nach Deutschland zu ziehen (allerdings hatte er die entscheidung getroffen ohne mich vorher zu fragen!).

Im Februar 2003 war es dann soweit. Es kamen viele höhen und tiefen. Schon bald bekam er starkes Heimweh, vermutlich war die Auswanderung viel zu überstürzt und auch mich überforderte das ganze etwas. Im sommer 2003 dann die erste große Enttäuschung.

Nachdem wir einige wochen in seiner heimat verbracht hatten, ging es ihm so schlecht, dass er überraschend seine sachen packte und nach schweden zurück ging. er entschied es einfach so ohne davor mit mir zu sprechen. dieses einfach zu entscheiden ohne gemeinsam zu überlegen hat er in der späteren beziehung öfters gemacht. Meine welt brach zusammen…er behauptete damals er liebe mich nicht mehr, sagte mir das aber nur um es mir leichter zu machen.

Es dauerte keinen Monat und mein freund kehrte vor lauter Sehnsucht doch wieder nach Deutschland zurück und begann hier ein Studium. Bereits damals sprach er von zusammen ziehen und Verlobung, ich fühlte mich jedoch extrem eingeengt, mir ging alles zu schnell. Er klammerte ohne ende.

Kurze zeit später lernte ich einen anderen mann kennen und verbrachte eine Nacht mit ihm, bereute es jedoch sofort. Leider passierte mir das ganze ein Jahr später im Sommer 2004 noch mal und in folge dessen betrog mich mein freund auch 1x. In den folgenden jahren stritten wir häufig (oft wegen dem fremd gehen, die wunden waren wohl doch recht tief vor allem auf seiner seite), wollten uns jedoch auf keinen fall trennen. im sommer 2007 wollten wir eigentlich zusammen ziehen, aber ohne mit mir zu sprechen zog er einfach in eine wg. ab da hatte ich das gefühl immer mehr in die unterlegenenrolle zu rutschen. ich hatte das gefühl ihn zu verlieren und fühlte mich anfangs wenn ich ihn in der wg besuchte sehr unwohl.

Im sommer 2008 teilte er mir dann zum ersten mal mit, dass er nie wirklich das gefühl bekommen würde, dass ich die richtige sei (seid der zeit des fremd gehens). Ich konnte eigentlich ganz gut damit umgehen, hatte es fast vergessen, dass er mich auch mal betrogen hatte, er offensichtlich nicht.

Im Frühjahr 2009 sprach er dann völlig überraschend von Trennung. er war irgendwie total durcheinander, wusste nicht ob er mich noch liebt. Er nannte damals ein paar dinge die vorgefallen seien die ihn so sehr gestört hätten, dass er sich anscheinend unsicher geworden ist:

Und zwar habe ich immer angst gehabt er könnte nach schweden zurück gehen und ich hätte nicht gewusst was ich dann tun soll. immer wenn er alleine dort hingeflogen ist habe ich ihn strak vermisst, hauptsächlich hatte ich angst er kommt nicht zurück. ich hab jedes mal wenn er dort hinwollte drum gebeten das er doch nicht so lange weg ist. ich hatte einfach angst. er hat mir jedoch nicht geglaubt das es darum geht das ich angst habe ihn zu verlieren. er hat sich durch mein verhalten nur missverstanden und eingeengt gefühlt.

als wir die krise im sommer 2009 einigermaßen überwunden hatten, teilte er mir mit er würde seine masterarbeit ab februar 2010 in schweden schreiben. sein entschluss stand fest. Ich war hier durch mein Studium gebunden und fühlte mich durch seine Entscheidung völlig übergangen, er hatte es einfach ohne mich entschieden (wieder mal!!!).

ich hätte mir gewünscht das man sowas zusammen bespricht. ob es z. B. die Möglichkeit gibt das ich mitgehe, wie lange er dort bleiben will, was danach aus uns wird, wie oft wir uns während dieser zeit sehen wollen, falls ich hier bleibe, ob er generell wieder in schweden leben will. aber nichts hat er mit mir besprochen. er wollte wohl immer gern auch mit mir in schweden leben, was er später mal hat anklingen lassen, aber er hat es nie offen und ehrlich zu mir gesagt. gewünscht hätte ich mir sowas wie:

"Ich liebe dich sehr und würde mir nichts mehr wünschen das wir zusammen in Schweden leben. Kommst du mir mir?" oder so ähnlich...aber vermutlich war er sich ab 2009 ständig unsicher wegen seinen gefühlen?!!

Im Februar 2010 zog er dann weg. Geplant waren 6 Monate, doch im Sommer 2010, es waren gerade mal 4,5 monate rum sagte er mir am telefon, dass er das ganze nicht mehr will. er sagte mir nicht direkt das er sich von mir trennen will, aber das er nicht von schweden weg will und die zeit dort viel zu kurz war und er dort bleibt.

er hat mir wieder einmal nur seine entscheidung mitgeteilt. nachdem wir 2 wochen fast keinen kontakt hatten, aber in den nachrichten die er mir schrieb deutlich wurde, dass er mich noch liebt, hielt ich es nicht mehr aus und fuhr einfach mit dem auto zu ihm, diesmal auch ohne ihm was zu sagen. er war damals überglücklich als ich dort ankam, sagte mir das er mich vermisst habe und gemerkt habe, dass ich die frau bin mit der er dort sein will und das er mich über alles liebt. er habe keinen anderen ausweg gesehen als schluss zu machen, weil ich mal vor seinem wegzug gesagt hätte, wenn er nicht zurück kommen würde, wäre es aus mit uns, was ich natürlich eher so dahin gesagt hatte und nicht wirklich ernst gemeint war. aber bevor er damals weg zog habe ich ihm natürlich schon mermals gesagt das ich befürchte er kommt nicht mehr zurück.

ich hab einfach gespürt das wenn er einmal wieder in schweden wohnt er nicht mehr dort weg ziehen würde. er war aber immer der festen überzeugung er will zurück kommen. nach dieser versöhnung im sommer 2010 redeten wir viel über das ganze und er meinte er hätte es wirklich unterschätzt. schweden habe ihn so gefangen genommen, er hätte es einfach nicht übers herz gebracht wieder weg zu ziehen. er wäre einfach immer so hin- und hergerissen zwischen mir und seiner familie. immer würde er jemanden vermissen, es wäre so anstrengend.

er sagte mir auch das er wüsste das er manches ändern müsste in der beziehung. das er von nun an versuchen würde früher mit mir über dinge zu reden, im allgemeinen auch mehr über seine gefühle zu sprechen. er meinte, dass er auch oftmals nicht mit mir über den wunsch in schweden zu leben gesprochen habe, weil ich dann immer so einen stress machen würde (und das ich das ändern müsste).

und ich muss es zugeben, ich konnte bei diesem thema einfach nicht ruhig bleiben, weil ich nicht wusste wie es mit uns weiter gehen soll, wenn er dort lebt und ich hier. es hat mir so eine angst gemacht vielleicht für immer in schweden leben zu müssen, dass mich die angst gelähmt hat.

nun gut...eine lösung wie es nun mit uns weiter geht hatten wir nicht. ich wollte eigentlich nicht mein studium hier aufgeben und das würde nochmal eine 2-jährige fernbeziehung bedeuten, womit ich garnicht klar kam. ich verbrachte den sommer bei ihm und sprach das thema immer wieder an, führte ihm alle möglichkeiten auf die es gibt aber er meinte er wüsste es einfach nicht was wir tun sollen. er bat mich auch nicht zu sich zu ziehen.

als er mich im herbst besuchte meinte er dann er könne es sich schon wieder vorstellen in Deutschland zu leben und er plante eine erneute rückkehr im sommer 2011...aber wieder das gleiche...vor einem geplanten kroatienurlaub sagte er mir am telefon ab, er wolle das ganze nicht mehr,wäre sich nicht sicher ob er mich noch liebt und eigentlich wolle er nicht von schweden weg. nun ging das ganz umgekehrt von statten.

am nächsten tag fuhr er einfach mit dem auto zu mir, wir redeten viel, und er meinte er habe gemerkt das er nicht einfach vor dem ganzen weg laufen könnte und wir jetzt mal eine lösung finden müssten. entweder eine gemeinsame zukunft planen oder sich wirklich trennen. obwohl er sich nicht sicher war mit seinen gefühlen, machte er mir ständig komplimente war total lieb zu mir und wir fingen wieder was zusammen an, obwohl er ja mehr oder weniger schluss gemacht hatte.

er sagte mir klar und deutlich das die ständigen streitereien zwischen uns auf jedenfall aufhören müssten und das wir mehr versuchen müssten kompromisse zu finden und allgemein besser lernen müssten mit konflikten umzugehen. aber wir sind einfach nun mal total verschieden bei sowas. er zieht sich zurück, macht alles mit sich selbst aus, redet nicht über probleme, ich das komplette gegenteil. ich sagte ihm das ich oft streit anfangen würde, weil ich den eindruck hätte er würde mich nicht mehr lieben und ich misstrauisch bin. ich hatte einfach probleme ihm zu vertrauen und machte oft stress deswegen.

ich verbrachte den herbst in schweden und wir machten neue pläne. im sommer 2012 würde ich endlich mein studium beenden und wir beschlossen dann zusammen nach flensburg zu ziehen. er schien wirklich zufrieden mit dieser lösung und sprach sogar noch als wir uns das letzte mal nach weihnachten sahen mit mir darüber wie wir wohnen wollen usw.

leider war es so, dass ich sowohl während der gemeinsamen zeit im herbst als auch im winter schon wieder ab und zu streit anfing. ich war total misstrauisch und sehr verletzt darüber was vorgefallen war. ich konnte das einfach nicht so alles weg stecken. ich spürte einfach die ganze zeit das er weniger für mich empfindet und sagte ihm das auch immer wieder (er stritt es jedoch ab).

Januar und Februar 2012 verbrachten wir jeder im Heimatland. Wir wollten Anfang März einen urlaub machen und begannen per telefon ab februar zu planen. es kam jedoch während dieses monats nur noch zu streit. er war genervt, ich sagte ihm das ich den eindruck habe er wolle garnicht verreisen (obwohl ER es sogar war der es mir nach weihnachten vorgeschlagen hatte). es kam von einem zu anderen...wir konnte uns auf keine reise einigen. er buchte jedoch einen flug für anfang märz nach deutschland und 5 tage später flüge zurück nach schweden. er wollte mich und freunde besuchen und danach wollten wir einen monat gemeinsam in schweden verbringen und evtl. spontan verreisen.

eigentlich ging es jedoch überhaupt nicht mehr um eine reise. ich war enttäuscht das er sich irgendwie distanziert verhielt. ich hab ihm das auch gesagt. ich hatte eben während der ganzen zeit nach meinem letzten besuch wieder das gefühl er will mich nicht mehr wirklich und ich habe ihm erklärt das ich deshalb unzufrieden bin und stress mache. ich litt total unter der fernbeziehung vermisste ihn eigentlich immerzu und sagte ihm das immer wieder. ihm hingegen schien das alles garnicht so viel auszumachen. auf den punkt gebracht: ich liebe ihn einfach über alles, vermisse ihn möchte ihn haben, er war offensichtlich schon sehr lange von solchen gefühlen entfernt.

kurz vor dem besuch hier sagte er mir dann ab. er müsse über alles nachdenken, er wäre mittlerweile nicht mehr der meinung das es nochmal anders zwischen uns wird, wir die probleme einfach nicht mehr in den griff bekommen. er sagte aber auch das er nicht sofort schluss machen würde nur weil wir keine lösung haben wie wir besser miteinander klar kommen.

aber das war nur eine strategie um mich etwas zu beruhigen und damit ich ihn für einige tage in ruhe lasse. an dem tag als wir eigentlich gemeinsam nach schweden geflogen wären machte er am telefon schluss Evil or Very Mad . er sagte das er will das wir getrennte wege gehen, zumindest erst mal (war wohl nur ein trost), das wir einfach nicht auf dauer zusammen glücklich wären und das wir diese streitereien nicht mehr in den griff bekommen, weil wir einfach mit konflikten total unterschiedlich umgehen würden (das ein totales ungleichgewicht herrscht hat er glaube ich nicht erkannt und auch nicht das die ursache unserer probleme in seinen schwachen gefühlen liegt).

ich fragte ihn ob er mich beim letzten besuch noch lieb gehabt hat und wie es jetzt aussehen würde. er meinte er hätte noch gefühle für mich gehabt aber jetzt würde er mich nicht mehr lieben.Ich schickte ihm in der nacht eine email in welcher ich ihm erklärte warum ich so oft streit angefangen habe (nämlich weil ich einfach verletzt war, probleme hatte ihm zu vertrauen, den eindruck hatte schelcht behandelt zu werden usw) und das es ich es nicht absichtlich machen würde und mir das ganze auch leid tut. ich wollte wirklich unbedingt eine lösung finden und weiter daran arbeiten nicht immer zu streiten sondern ruhig mit ihm reden wenn was anliegt.

tja ich weiß jetzt nicht wie es weiter gehen soll. ich kann ihn nicht los lassen weiß aber auch nicht ob aus uns wirklich nochmal was werden könnte?!

bei den telefonaten nach der trennung verstanden wir uns eigentlich immer ganz gut, leider versuchte ich mehrmals einen neuanfang hinzubekommen. da wurde er dann etwas wütend und meinte jetzt würde er uns aufkeinenfall eine chance geben...irgendwann vielleicht. er erzählt mir viel was er so erlebt. anfangs war er paarmal krank und es ging ihm nicht gut, in letzter zeit scheint es ihm besser zu gehen. er erzählte mir das er traurig sei und sehr weh tun würde, aber gleichzeitig betonte er immer wieder das die trennung die richtige entscheidung sei. er sagt aber auch jedes mal wieder das er es nicht ausschließt das wir wieder zusammen kommen, er es aber für sehr unwahrscheinlich hält...alles so verwirrend irgendwie...

ich würde mich freuen wenn ihr mir ein paar tipps geben könntet
LG
Stephi








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Re: Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

Beitrag  Hallole1233 am Mi Jun 06, 2012 11:00 pm

wie sehr das auf uns zutrifft und wie sehr ich mich in der rolle der unterlegenen wiederfinde (zumindest in den letzten jahren). ich hab das gefühl das unsere beziehung nie wirklich ausgeglichen war...


Erkläre mal warum du dich in der Rolle der unterlegenen wiederfindest.
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Re: Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

Beitrag  Stephi am Mi Jun 06, 2012 11:50 pm

Hi,
wieso fragst du? siehst du das anders?
naja das begann so ca.vor drei jahren als er das erste mal von trennung sprach und er sich nicht mehr sicher war ob er mich noch liebt.

seitdem habe ich angefangen zu klammern, immer angst ihn zu verlieren. als er dann auch noch entschied in seit heimatland zurück zu gehen (geplant waren nur 6 monate) dachte ich das ich ihn jetzt ganz verlieren werde. ich hab einfach ständig gespürt das er mich weniger liebt und habe auch ständig danach gefragt (liebst du mich noch, irgendwie bist du komisch, es ist doch was usw.)

wie ich es bereits schrieb wollte er mich ja im sommer 2010 und 2011 wieder verlassen. also noch mehr enttäuschung bei mir, noch mehr verzweiflung, noch mehr hilflosigkeit. ich hatte das gefühl ich kann nichts tun, er sitzt einfach am längeren hebel. ich hatte immer das gefühl letztendlich wird er mich irgendwann verlassen, was er ja nun auch vor drei monaten getan hat.

SEIN trennungsgrund waren die ständigen streitereien und das er das nicht mehr aushält und wir das auch nicht mehr in den griff bekommen würden. aber im grunde hat er mich sicherlich seit jahren schon nicht mehr geliebt (was er aber immer vertuschen wollte). wären die gefühle noch stark genug gewesen, hätten er auch nach lösungen gesucht...

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Re: Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

Beitrag  Hallole1233 am Fr Jun 08, 2012 4:19 pm

habe ich angefangen zu klammern, immer angst ihn zu verlieren.....und habe auch ständig danach gefragt (liebst du mich noch............noch mehr enttäuschung bei mir...............noch mehr hilflosigkeit................. er sitzt einfach am längeren hebel.............

Ich mach es mal kurz:
Was unterscheidet dich Stephi von einem Alkoholkranken?
Nichts.
Was du hier als LIEBE bezeichnest ist eine emotionale Abhängigkeit , Co-Abhängigkeit von einer 2. Person.

habe ich angefangen zu klammern : Ich halte die Schnapsflasche ganz dicht bei mir, damit sie kein anderer leer trinkt...

immer angst ihn zu verlieren: Ohne Schnaps kann ich nicht sein, ich brauch mein stoff, das Gift , ich weiß es tut mir nicht gut, aber ich brauch es doch so dringend.......

habe auch ständig danach gefragt : Du fragst ständig nach deiner Flasche Schnaps...legst dir einen Vorrat an.....wenn sie leer ist, schnell eine neue kaufen.....

mehr enttäuschung bei mir: Der Schanps ändert nichts an meinen tatsächlichen Problemen, scheiße mir gehts ja am nächsten Tag genauso beschissen.....


noch mehr hilflosigkeit: Ich kann ohne Schnaps nicht leben....

er sitzt einfach am längeren hebel : Der Schnaps entscheidet über mein Leben.....

Ersetz mal Schnaps durch Ex.
Ganz schön armselig, findest du nicht?
Fang an DEIN Leben um zu krämpeln.
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Re: Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

Beitrag  Stephi am Fr Jun 08, 2012 5:28 pm

aha so sehe ich das aber nicht...
ich meine was sind denn dann die ganzen anderen hier? die wollen ja auch unbedingt ihren ex zurück haben und wenden strategien an? worin liegt da der unterschied?

wenn sie ihre/ihren ex nicht brauchen würden, würden sie ihn ja auch nicht zurück wollen oder?!

also ich sehe einfach nur das ungleichgewicht und mich in der rolle der unterlegenen. wieso bezeichnest du mich also als co-abhängig?

ich hoffe sehr weitere tipps zu bekommen...
LG

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Re: Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

Beitrag  Gast am Fr Jun 08, 2012 6:45 pm

Hallo Stephi,

Hallole hat im Prinzip schon recht. Klar musst du dir jetzt vor den Kopf gestoßen fühlen. Und nein, das ganze gilt nicht nur für dich sondern für viele andere hier auch (wenn nicht sogar die meisten!)

Wir alle sind "liebeskrank", wenn wir hier her kommen, das ist eine nicht zu unterschätzende Krankheit. Diese wahnsinnige Abhängigkeit von einem anderen Menschen, der nicht nur wahnsinnig wichtig für das eigene Wohlbefinden ist (was ja noch okay wäre und zu einer guten Liebe wohl dazugeghört!) , sondern der einzige Punkt ist, von dem man das Wohlbefinden und Glück abhängig macht und er das nicht mal erfüllen kann letzendlich und man fragt sich "wieso bin ich nicht glücklich?"

Ja auch ich habe am Anfang eine Strategie verfolgt, aber ich habe nicht auf die strikte KS forever gebaut, was ich heute bereue, aber ich kann es nicht mehr ändern.
Vergiss die Strategie. Mach einfach KS und zwar am besten unbestimmt. Setze dir kein Limit. Wir können dir keinen anderen Rat geben, wir wissen nicht was er denkt oder fühlt. Du musst es iwie hinbekommen, dass es dir egal wird!!!! Ich schaffe es jeden Tag ein bisschen mehr...
Werde glücklich ohne ihn. Lies dir die ganzen Threads durch, es ist immer und immer wieder dasselbe. Und ich verspreche dir, es klappt... dass du iwann wieder glücklich bist. Ich weiß dass willst du nicht hören. Aber es ist so.

Erlaube dir am Anfang die Hoffnung dass er zurück kommt.Aber begrabe sie so schnell wie möglich. Was bringt das? Wenn er kommt, dann gut, wenn nicht dann... naja dann auch gut (irgendwann ist es das!)

Tu einfach nichts... im Bezug auf ihn, meine ich. Es gibt keine Strategie! Man darf NICHTS TUN! Außer natürlich alles, was mit einem Selbst zu tun hat. Wieder glücklich werden...

Sorry, wenn ich das schreibe hört sich das alles wie hohles Gewäsch an (auch für mich!), aber das ist es nicht. Es ist leider so "einfach"...
lies dir meinen Therad mal durch z.B., ich hab auch alles mögliche versucht, um mich wieder anziehend uns attraktiv zu präsentieren. Es bringt nichts...

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Re: Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

Beitrag  Stephi am Fr Jun 08, 2012 9:06 pm

hallo abakus,
vielen dank für deinen beitrag :-)
ja als ich die erste antwort gelesen habe hat sich das echt dramatisch angehört...wie, was emotionale abhängigkeit hilfeee?!!! ich habe nämlich erst neulich gelesen, dass eine trennung oftmals zu einem größeren psychischen problem führt wenn man emotional abhängig ist und deswegen mach ich mir etwas sorgen...nicht das ich jetzt völlig durchdreh ;-)

aber das es für viele hier auch gilt wie du geschrieben hast beruhigt mich etwas. nur wieso sind so viele verlassende emotional abhängig von ihrem partner? ich meine wieso hatte der der geht keine emotionale abhängigkiet entwickelt?

ich dachte nur wirklich das die meisten hier versuchen den oder die ex zurück zu bekommen und das ihr alle von der strategie überzeugt seid und es auch einige erfolgserlebnisse gibt?!

ich kenne nämlich schon einige paare die nochmal zusammen gekommen sind und es auch immer noch sind...und auch mein ex und ich hatten ja schon viele krisen und wie ich es beschrieben hatte war schon öfters fast schluss...einmal hatte er sich sogar wirklich getrennt und wir sind schon nach ca. 3 wochen wieder zusammen gekommen. deshalb dachte ich einfach das es dieses mal vielleicht auch nicht endgültig ist weil er noch gefühle für mich hat...

"Ja auch ich habe am Anfang eine Strategie verfolgt, aber ich habe nicht auf die strikte KS forever gebaut, was ich heute bereue, aber ich kann es nicht mehr ändern." wie meintest du das hier? warum hast du es bereut?

gibt es denn wirklich kein optimales verhalten dem ex gegenüber damit evtl. eine annäherung wieder sinnvoll wäre? also ich meine wie merkt er am ehesten das vielleicht noch gefühle da sind? ist da die KS das beste oder hat die KS garkeine auswirkungen auf den oder die ex?

Liebe Grüße
Stephi

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Re: Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

Beitrag  Hallole1233 am Fr Jun 08, 2012 9:42 pm

ich meine wieso hatte der der geht keine emotionale abhängigkiet entwickelt?


Weil er die überlegene Rolle inne hatte !


...und auch mein ex und ich hatten ja schon viele krisen und wie ich es beschrieben hatte war schon öfters fast schluss...einmal hatte er sich sogar wirklich getrennt ....

Spricht nicht gerade für eine tolle ausgeglichene Beziehung.

Warum willst du Ex zurück?
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Re: Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

Beitrag  Hallole1233 am Fr Jun 08, 2012 10:21 pm

Lies dir Koc´s Ratgeber mal durch: [Es ist nur Administratoren erlaubt, diesen Link zu sehen]

Bei Fragen fragen.
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Re: Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

Beitrag  CommanderTom am Fr Jun 08, 2012 11:04 pm

Hi Stephi !

Auch ich kann Dir nur koc´s Ratgeber (siehe halloles link-Hinweis) und einige Bücher zum Thema empfehlen !
Viele Deiner Fragen werden sich dadurch von selbst beantworten !

Du befndest Dich wohl aktuell noch in dem Stadium des "Nicht-Wahrhaben-Wollens", also ganz am Anfang Deines Weges !
Gerade in diesem Stadium ist man noch voll Hoffnung, es könnte ja doch noch etwas werden, usw. !

Lies Dich also erstmal in Ruhe ein und versuche, Zusammenhänge zu verstehen und Hintergrundwissen zu sammeln !
Als Buchtipp empfehle ich Dir: Glücksregeln für die Liebe (Pierre Franckh), ILDNWDML hast Du ja bereits gelesen !

Dann sehen wir weiter !

Bis dahin

CommanderTom
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Re: Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll...

Beitrag  Gast am Di Jun 12, 2012 5:31 am

Stephi schrieb:hallo abakus,
vielen dank für deinen beitrag :-)
ja als ich die erste antwort gelesen habe hat sich das echt dramatisch angehört...wie, was emotionale abhängigkeit hilfeee?!!! ich habe nämlich erst neulich gelesen, dass eine trennung oftmals zu einem größeren psychischen problem führt wenn man emotional abhängig ist und deswegen mach ich mir etwas sorgen...nicht das ich jetzt völlig durchdreh ;-)

Moin, Stephi...
auf den Teil möcht ich mal eingehen!

Da stecken gleich mehrere Dinge drin:

1. Es stimmt, dass eine Trennung zu reinem größeren psych. Problem führt, wenn ein Abhängigkeitsverhältnis besteht.
Deine Sorge ist also erst einmal berechtigt!
Was Hallole und andere versuchen, ist, dir genau DAS klar zu machen.

2. Du machst bereits etwas Gutes: Du bist hier, du wirst aktiv, du spürst den Leidensdruck nicht nur, sondern versuchst, zu handeln!
Du bist also weiterhin reaktionsfähig... und das ist sehr sehr gut für dich!

3. NATÜRLICH sträubt sich dein Innerstes gegen Dinge wie die Kontaktsperre... weil es das Wesen der Abhängigkeit ist, nicht loslassen zu wollen.
Du hast aber bereits im tiefen Inneren diese Abhängigkeit also solche erkannt...
nun ist es an der Zeit, die richtige Reaktion zu zeigen und den Ratschlägen zu folgen!

Hab Vertrauen... ein bisschen in etwas schlicht Bewährtes: Die Strategie des Wiederaufbaus der eigenen Persönlichkeit...
und ein bisschen in dich selbst: Du bist jemand, du tust etwas, du bist es dir wert!
Dreh den Spiess um: Sei es dir mal erst nicht um SEINER Willen wert, sondern um deiner Willen!
Dann schaffst du eine offene Situation, in der DU am Ende des Prozesses besser da stehst, als jetzt.

Und falls du das hier am Morgen lesen solltest, dann fang einfach HEUT an:
Tu etwas für DICH!
Vielleicht schreibst du mal 5 Dinge auf, die du NUR FÜR DICH mal tun möchtest?
Oder schaffst du sogar 10?
Und machst schon mal eines der Dinge?

Leg los!
Es lohnt sich!

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