Am Ende meiner Kräfte

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Re: Am Ende meiner Kräfte

Beitrag  The*Strange am Mo Dez 03, 2012 10:49 am

Niemand meiner Freunde kennt meine Mama so gut wie er. Niemand weiß, wie stark sie ist und dass sie kämpft, jeden verfluchten Tag weiterkämpft und nieniemals aufgeben wird.
Ich habe so oft drüber geredet und bin es leid. Ich brauche jemand, der mich hält und ein Stück meiner Überforderung auf sich nimmt.
Und deshalb wird es mir so schwer fallen ihn loszulassen: weil ich in den letzten Jahren alle Sorgen und Probleme zum Teil auf ihn abwälzen konnte. Jetzt steh ich zum ersten Mal wieder alleine da.

Aber es stimmt. Es stimmt, dass ich ihm nicht zusätzlich meine Sorgen auflasten darf. Nicht mehr. Er wird nicht mehr für mich da sein, auch nicht in dieser Situation. Und wahrscheinlich würde er mich nur noch mehr hassen, würde ich ihn damit belasten.

Was mit meiner Mama los ist wird er außerdem von Arbeitskollegen früher oder später erfahren und was er mit den Informationen anfängt bleibt dann ihm überlassen.

Und du hast recht. Solange er noch in meinem Kopf und in meinem Herz ist werde ich nichts tun ohne einen Hintergedanken. Das ist schlecht und wirft mir zurück.

Gestern Nacht kam eine Textnachricht von ihm mit der Aufforderung (nein, keine Bitte), ich solle nachschauen ob ich noch Zeug von ihm habe und es ihm zurück geben. Ich bin kein verdammter Hund und werde nicht devot vor ihm stehen mit den Sachen in der Hand, nur weil er es will. Ich habe nicht geantwortet. Es ist vielleicht unfair, aber im Moment habe ich Wichtigeres zu tun als nach seinen Sachen zu schaun. Er wird sie mit der Post erhalten, irgendwann, wenn mir danach ist..

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Jammern und Klagen höhlt den Stein

Beitrag  Gast am Mo Dez 03, 2012 8:03 pm

The*Strange schrieb:
Und deshalb wird es mir so schwer fallen ihn loszulassen: weil ich in den letzten Jahren alle Sorgen und Probleme zum Teil auf ihn abwälzen konnte....
(...) Und wahrscheinlich würde er mich nur noch mehr hassen, würde ich ihn damit belasten.

Das ist vielleicht mit ein Grund, warum er das Weite gesucht hat. War bei mir genauso. Sterbenskranke Oma, Mama mit Krebs, auch das volle Programm...habe meinem Ex auch oft, weil es gerade kein anderes Thema gab, eben von meinen Problemen erzählt... ein guter Freund wurde verlassen, weil er Depressionen hatte, ein anderer weil er sich ständig über das Leben an sich und seine Probleme beschwerte...

Für Sorgen gibt es gute Freunde und nur zu Teil den Partner, am besten aber nen Spezialisten, nen Priester oder Life Coach oder eben ein bestimmtes Forum Very Happy , man sollte die Leute um einen herum nicht ständig mit seiner Scheiße belasten, das hab ich mitgenommen... und was ich vor allem mitgenommen habe: Man sollte den Mist erst gar nicht so arg an sich heranlassen, dass man sich ständig auskotzen muss...


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Re: Am Ende meiner Kräfte

Beitrag  brumm am Mo Dez 03, 2012 11:47 pm

weil ich in den letzten Jahren alle Sorgen und Probleme zum Teil auf ihn abwälzen konnte. Jetzt steh ich zum ersten Mal wieder alleine da.

Aber es stimmt. Es stimmt, dass ich ihm nicht zusätzlich meine Sorgen auflasten darf.

Ähm...perfekt. Du stehst alleine da. Dann nutze das endlich, um zu lernen, deinen Kram selbst auf die Reihe zu kriegen.

Du darfst ihm deine Sorgen nicht auflasten? Also entschuldige, ich weiß, es ist schlimm, wenn deine Ma so krank ist, aber die Gedanken ihn zu informieren sind doch reines Drama-Queen-Gehabe, um sein Mitleid zu erregen.

Also SO kriegst du ihn ganz bestimmt nicht zurück...Mal davon abgesehen, dass Ex zurück eh keinen Sinn macht

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Re: Am Ende meiner Kräfte

Beitrag  The*Strange am Di Dez 04, 2012 11:24 pm

Er wurde mit der Zeit zu sehr zu meinem Kummerkasten, ich weiß. Und das war unfair ihm gegenüber. Er wird irgendwann wohl das Gefühl gehabt haben, dass ich ihn nur in meiner Nähe wollte, um meinen Frust an ihm auszulassen. Seh ich ein, komplett.

Ich habe geantwortet, auf seine Nachricht bezüglich seiner Sachen.
Es hat sich daraus ein Gespräch entwickelt. Er gibts mir die Schuld an der Trennung (natürlich bin ich schuld, sonst hätte er sich doch kaum von mir getrennt..), sagt, er würde mich hassen, weil er, als er sich trennte noch lange nicht mit Uns durch war und ich durch mein Verhalten alles zerstört hätte, was ihn mit mir verbunden hatte und was er so an mir liebte.
Er versucht mich zu vergessen und bis es soweit ist wird er mich hassen und die Verachtung mir gegenüber wächst von Tag zu Tag mehr, weil er immer daran erinnert wird, wie es hätte sein können, hätte ich nur einmal begriffen, was er brauchte.
Enttäuschung, Abscheu, Hass, das ist alles, was er mit mir in Verbindung bringt.

Was bringt ihm das plötzlich?

Will er sich das Gewissen rein waschen, wenn er alles auf mich schiebt?
Will er, dass ich ihm zustimme, mich selbst schlecht mache und ihn hochleben lasse?
Meint er es ernst und versuchts dadurch zu verarbeiten?

Und wie soll ich in Zukunft mit ihm umgehn?
Ihn weiterhin meiden oder offen auf ihn zugehen?



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