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Beziehung nach knapp 2 Jahren plötzlich vorbei

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Beitrag  Mucki Mo Jun 06, 2011 3:19 am

Seit einigen Tages lese ich hier relativ viele von euren Geschichten, auf der Suche nach einigen Hinweisen für mich. Jetzt habe ich den Entschluss gefasst, einfach selbst mal einen treath zu eröffnen.

Zu meiner Geschichte: vor 1 1/2 Monaten hat mich meine, in meinen Augen, große Liebe verlassen. Die Trennung kam für mich sehr plötzlich, man kann sagen schlagartig. Ich habe bei ihr übernachtet, bin dann Vormittags dort weg, wurde mit Kuss und Luftkuss verabschiedet. Im Verlauf des Tages habe ich mich nicht weiter gemeldet, bin davon ausgegangen, dass nichts wäre. Abends kam der Schock. Am Folgetag gab es dann ein Treffen, wo ich ihr alles wichtige bringen sollte und wir nochmal drüber geredet haben. Sie wirkte sehr überlegt, kalt und entschlossen, was für mich schwer zu verstehen war. Einzig bei der Aussage, sie habe das Gefühl sie vernachlässige ihre Freunde, gab es Tränen ihrerseits, während ich näher am Wasser gebaut war. Seitdem habe ich mich noch einmal direkt bei ihr gemeldet, in einem ziemlich langen Brief, worin stand, dass ich sie über alles liebe, vermisse und beweisen will, dass ich etwas verändern kann. Das habe ich seitdem auch gemacht, aufgehört zu rauchen, habe meine Wunschausbildung bekommen, mehr oder weniger freiwillig ein paar Kilo abgenommen. Nebenbei gesagt bin ich 20, sie 18, wir machen gerade beide unser Abitur, sind also beziehungstechnisch noch relativ unerfahren. Ich war ihr erster fester Freund, hatte selbst vorher nur eine längere Beziehung. Kontakt hatte ich wenn nur noch über Freundinnen von ihr, wenns um Sachen ging, die noch bei mir waren. Da wir, so dachte ich zumindest, einen gemeinsamen Freundeskreis hatten, einigten wir uns, dass ich unter Absprache gern weiter mit denen weggehen könnte. Mal abgesehen davon, dass 1-2 von den Leuten aus momentaner Sicht ziemlich hinterhältig sind, hat sie das im Nachhinein dennoch gestört, angeblich hätten mich ihre Freunde früher ja auch nicht interessiert. Einen anderen Punkt versteh ich hingegen etwas besser, hab nämlich den Fehler gemacht mit ihrer Mutter drüber zu sprechen, womit ich aber wieder nur in ihr Leben eingegriffen hab, während sie komplette Kontaktsperre wollte. Ihr Mutter mag mich, hat mir geraten drum zu kämpfen, ihre Tochter ist halt eine Prinzessin. Gesagt,getan...ich fing an mir etwas romantisches einfallen zu lassen, hab mir dazu Hilfe bei einigen Freunden, unter anderem auch einer unserer Verkupplerin von vor zwei Jahren, geholt. Für einen Schüler mit wenig Geld ist das eine relativ teure Angelegenheit, aber hätte es hinbekommen. Allerdings haben zunehmend alle, auch ihre Mutter, dran gezweifelt, da sie sich immer mehr über mich aufgeregt hat, fing auch online an, Social Networks a la Facebook und Studivz sei Dank, mir gegenüber zu provozieren. Dann kam auch noch ein anderer Junge ins Spiel, der ihr vermutlich das gegeben hat, was bei mir unbemerkterweise immer weniger wurde, die Aufmerksamkeit, Komplimente und ähnliches. Dass ich eine sehr verletzende,zynische Art habe hat sich leider zunehmend rauskristallisiert. Da sie aber das Problem hatte, nicht sofort etwas sagen zu können, alles nur angestaut hat und es dann meist vulkanartig irgendwann aus ihr herausbrach, gab es öfter Stress. Mir dem Ernst der Lage nicht bewusst hab ich aber nach geringer Zeit wieder das Muster wieder angenommen, mal zwei Wochen, mal ein Monat später. Das hat im Endeffekt dazu geführt, dass alles so ist momentan ist.

Da sind dann auch noch andere Sachen, die sicherlich eine Rolle spielen. Zum Beispiel, dass sie in Kontakt zu meiner Ex-Freundin stand, obwohl ich das strikt trennen wollte, denn eine alte Partnerin gehört in meinen Augen nicht in eine neue Beziehung, vor allem dann nicht, wenn man die Beziehung so beendet hat, wie ich es getan habe. Ich habe sie damals betrogen, weil für mich feststand, dass ich nichts mehr fühle. Eine Woche später habe ich sie dann verlassen, um im nachhinein trotzdem noch mit ihr zu schlafen, ihr Hoffnungen dadurch zu machen und so weiter. Ich bezeichne das jetzt mal als Jugendsünden, auch wenn ich nun weiß Gott noch kein Greis bin. Das hätte ich in der letzten Beziehung nicht gekonnt, dazu war ich zu glücklich, mit allen Fehlern und Macken die sie auch hatte, leicht zu handhaben war sie keinesfalls.
Was sie dazu veranlasst hat, sich mit meiner Ex anzufreunden, und zwar über einen längeren Zeitraum hinweg, bleibt mir verschlossen.

Da ich nach meinen schriftlichen Prüfungen jetzt eine Menge freie Zeit habe, nutze ich diese natürlich, gehe Nächte lang feiern, lenke mich von der ganzen Situation ab. Dabei kommt es aber häufiger vor, dass ich sie treffe. Ich weiß nicht, ob ich das positiv oder negativ bewerten soll, da sie ja gar keinen Kontakt will. Sie zeigt da außer Blicken in meine Richtung keine Ambitionen, lief im Club neulich einfach an mir vorbei, zog nur die Nase ein Stück nach oben und lief weiter. Alles sehr seltsam, da trotzdem ab und an durchsickert, dass sie selbst sehr melancholisch ist.
Die Trennung war ihrer Aussage nach daher, weil sie endlich an sich denken muss. Scheinbar war das Leben mit mir schwer, aber ihre Wünsche mit Nachdruck äußern, die ich dann sehr gern erfüllt hätte, das konnte sie nicht. Sie meinte sie habe sich für mich verbogen, was ich in gewissem Maß auch einsehe, denn mit etwas Distanz betrachtet war ich wirklich oft verletzend, sie hat es ertragen, da sie es einfach nicht sagen konnte/wollte. Den Schein wahren, um fast jeden Preis. Wieso kann ich nicht sagen was ich möchte, wenn ich davon ausgehe, der andere tut was dafür, dass es klappt?
Das Vertrauen in mich war von ihrer Seite nicht mehr gegeben, so sagte sie. Da ich nach keinem Streit etwas ändern konnte, zumindest nicht langfristig. Ich habe mich aber einfach nur immer wieder in Sicherheit gewiegt, wenns eine Zeit lang lief.
Auch plagt mich der Gedanke, ob das damit zu tun hat, dass sie ihre Jugend verpasst. Daher musste sie in einer für mich sehr schweren Zeit, kurz vor dem Abi und auch kurz vor dem Tod meines Opas (requiescat in pace) an sich denken, anstatt an den, der in allen schweren Situationen für einen da war. Für mich fehlt in dem Handeln manchmal etwas die Logik, aber vielleicht bin ich auch nur zu verwirrt momentan um das alles realisieren zu können. Wie seht ihr das, nachvollziehbar oder nicht?

Ich vermisse das Mädchen, wünsche mir nichts sehnlicher wieder das Bett mit ihr zu teilen und alles besser zu machen.
Wie schon Arthur Schopenhauer sagte: "Meist belehrt erst der Verlust über den Wert der Dinge"

Mucki

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Beitrag  bruce243 Sa Jun 11, 2011 6:33 pm

Ob du es mir glaubst oder nicht, mir geht es ganz genau so wie dir... das ist krass Sad
Bin 20 und meine Freundin bald 18.. auch ich habe mein Abitur grade hinter mir und sie war auch auf meiner Schule.
Bei uns war es zwar nur 1 1/2 Jahre, aber es lief immer sehr gut, nie Streit und sonst irgendwas.
Dann plötzlich letzte Woche meinte sie, dass es nicht mehr gänge, sie habe nicht mehr genug Kraft für die Beziehung.
Sie wäre jeden Tag total schlaff und lustlos und könnte es nicht mehr aufrecht halten, würde mich aber noch lieben.
Sie wolle sich auf ihren Weg konzentrieren... und ich versteh die ganze Welt nicht mehr..
Eine Beziehung die so gut lief kostet einen doch keine Kraft, oder sonst etwas.
Nun stehe ich auch vor dem Problem, was ich tun soll.. Ob ich drum kämpfen soll, oder es doch keinen Sinn mehr hat..

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Beitrag  Mucki Fr Jun 17, 2011 12:59 pm

Schon krass zu sehen, dass es bei uns beiden in sehr ähnlichen Bahnen abläuft! In wiefern meinte sie das denn mit kraftlos? Denn sich von jemandem zu trennen, den man noch liebt, kostet einen doch sicher einiges an Kraft. Oder war das eher nur auf's physische bezogen?

Sie war übrigens nicht auf meiner Schule, sondern wohnt circa 30km weg von mir. Für mich als fahrtüchtigen Menschen, war die Distanz maximal finanziell etwas problematisch, aber sie musste, wenn sie zu mir kam schon 1 1/2 stunden einplanen, nur für den Weg. Ist vermutlich auch ein Aspekt, der das ganze erschwert hat.

Wie bereits erwähnt, war das bei mir alles sehr ähnlich, aber so wie ich es jetzt mitbekomme, heißt bei ihr "auf sich selbst konzentrieren" nichts anderes als feiern gehen, das Leben genießen und dabei machen zu können was man will, mit wem man will. Ist zumindest meine momentane Einschätzung aus einigen Gesprächen mit gemeinsamen Freundinnen.
Wie das jetzt bei dir aussieht, musst du sehen. Ich persönlich finde, dass der Kampf sich immer lohnt, egal ob man gewinnt oder verliert. Allerdings kommt es auf die Art an, wie man kämpft.
Begeh zum Beispiel nicht den Fehler und misch dich in nächster Zeit in ihr Leben ein, Kontaktsperre ist das Zauberwort und wird hier ja in nahezu jedem Treath gepredigt. Sie hat etwas für sich entschieden, also musst du es akzeptieren und stattdessen erstmal dein Leben regeln. Finde heraus, was es war, das die Beziehung für sie so unattraktiv und damit beendenswert gemacht hat. Man kann nur drauß lernen, ohne Fehler gäb's wohl keinen Lerneffekt ( und das sage ich dir auch als Schüler mit Abischnitt 3,1 Very Happy ) . Selbst wenn es sich auf den ersten Blick nicht lohnen mag, das Bemühen eher ausweglos erscheint, ziehst zumindest du deine Schlüsse darauß und weißt, wie du in Zukunft besser mit dir selbst und mit anderen umgehen kannst. Denn das macht dich auch für sie umso attraktiver, wenn du weißt, was du willst und das nach außen zeigen kannst. Ich habe jetzt auch 2 Monate gebraucht um das alles zu realisieren, ich würde sie gern zurück, immernoch. Aber wenn ich drüber nachdenke, was in der Zeit alles passiert ist, dann weiß ich, dass ich nicht von jetzt auf gleich wieder an der selben Stelle weiter machen kann. Denn ihre Provokation mir gegenüber hat mich ziemlich gekränkt, sie scheint mir nicht mehr der Mensch zu sein, den ich lange so geliebt habe. Wenn ein Neuanfang kommen sollte, wäre das eh erst in einigen Monaten, oder sogar Jahren möglich, denn die Wunden müssten erstmal "heilen", also müssten beide noch reifer werden. Da sie den Kontakt zu mir eh vollkommen abgebrochen hat, lass ich sie jetzt. Sie muss die Erfahrung machen, vielleicht brauch sie erstmal einen richtigen Fehltritt, um zu realisieren, wer sie besser behandelt. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, treff ich mich auch mit anderen, ob das hilft, oder nicht, ich weiß es nicht. Ich liebe das Mädchen, aber ums ihr zu zeigen, muss ich mich selbst lieben lernen. Das war der Knackpunkt und vermutlich auch Auslöser für meine zynischen und unpassenden Sprüche, zeugt von keinem sehr gefestigen Charakter. Selbstwert und- bewusstsein muss ich mir erarbeiten, wenn man an seiner Trauer dabei immer wieder hängen bleibt, schafft man das aber schwieriger.



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