Trennung nach Tod der Mutter

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Trennung nach Tod der Mutter

Beitrag  Lina am Fr Okt 21, 2011 5:50 pm


Hallo,

Ich bin neu hier und würde euch gerne meine Geschichte erzählen. Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen.

Mein Freund und ich (30 und 24) waren knapp 3 Jahre zusammen und haben die Hälfte davon zusammen gewohnt. Wir hatten immer eine sehr harmonische und glückliche Beziehung. Hatten ein sehr inniges und vertrauensvolles Verhältnis zueinander, jeder hatte aber auch die Freiheiten die er brauchte. Er hat mir nicht nur immer gesagt dass er mich liebt, sondern ich habe es auch immer gemerkt durch viele kleine Gesten und sowas.
Vor 1,5 Jahren ist dann seine Mutter krank geworden, zu der er ein sehr enges Verhältnis hatte (Eltern geschieden, zum Vater kaum Kontakt etc.). Es war eine echt harte Zeit mit vielen Rückschlägen nachdem es erstmal wieder besser aussah. Im Herbst letztes Jahr war dann klar, dass sie es nicht mehr schaffen würde. Das war ein schwerer Schlag für ihn, an dem Tag habe ich ihn zum ersten mal richtig weinen sehen. Daraufhin haben wir uns darauf vorbereiten und beschlossen in ihr Haus zuziehen damit es in der Familie bleiben konnte. Haben das Haus sogar zu zweit ausgeräumt damit wir überhaupt einziehen konnten. Im Februar ist sie dann schließlich gestorben. An dem Tag kam er nachhause und sagte zu mir er habe seinen Frieden damit geschlossen. Von da an hat er nicht mehr über sie gesprochen, hat sich in die Arbeit gestürzt und einfach weiter gemacht.
Anfang Juli habe ich dann gemerkt dass er komisch zu mir wurde und es ihm nicht gut ging. Hab ihn mehrmals drauf angesprochen aber er konnte es mir nicht sagen. Schließlich habe ich ihn zur rede gestellt und gefragt ob er mich noch liebt, nachdem ich herausgefunden habe, dass er einen Monat vorher auf einem Festival eine andere geküsst hat. Er brach daraufhin unter Tränen zusammenen und meinte einerseits würde er mich schon noch lieben aber andererseits fühlt er sich irgendwie komisch, er kannn nicht mehr die Wärme für mich empfinden wie er es früher konnte und er würde sich fühlen als würde er durch sein Leben schweben. Auf meine Frage hin ob es nicht mit seiner Mutter zu tun hätte sagte er dass es nicht der Grund dafür wäre. Konnte mir aber bis heute keinen anderen Grund nennen, gab sogar zu dass er nicht weiß warum er sich so fühlt, weißt aber die Möglichkeit dass er mit seiner Trauer nicht klar kommt völlig von sich. Er hat sich am nächsten Tag noch krank gemeldet und hat wieder nur geweint. Er sagte nur er konnte es mir nicht sagen, weil er panische Angst hatte mir weh zu tun. Daraufhin habe ich ihn mehrmals gebeten mir ins Gesicht zu sagen, dass er mich nicht mehr liebt. Er hat es bis heute nicht zu mir sagen können. Habe viel mit ihm darüber gesprochen und er gibt irgendwie nur widersprüchliche Sachen von sich, die ich ihm nicht glauben kann. Er sagte nur immer dass er sich wirklich mies fühlen würde weil er mir damit so weh getan hat und dass er sich große Sorgen um mich machen würde.

Bin daraufhin direkt auf Abstand gegangen, habe mich nicht mehr gemeldet und ihm Zeit gegeben. Er hat mir dann einen Brief geschrieben in dem er nicht wesentlich klarer war als vorher, er sagte nur es wäre nicht mehr die Liebe die es definitiv früher war und er möchte den Weg jetzt alleine gehen. BIn dann in eine eigene Wohnung gezogen und wollte ihm den Abstand geben, den er haben wollte. Habe dann später erfahren dass er 4 Tage nachdem er heulend vor mir zusammen gebrochen ist, sich mit einem Mädel betrunken hatte und die dann auch rumgemacht haben. War natürlich sehr wütend, er hat mir dann erklärt wer es war und dass es nichts zu bedeuten hatte.

Naja als ich dann ausgezogen war hat er mir noch was vorbei gebracht und ich habe dann gesagt Leb wohl. Dann hatte er wieder nen ganz komischen Ausdruck im Gesicht und wollte zur Tür raus. Hab ihn zurückgehalten und er sagte nur er könne mit der Situation nicht umgehen. Das hatte er auch schon während des Umzugs gesagt und als wir uns zum ersten mal nach der Trennung bei ner Party wiedergetroffen hatten.

Danach war erstmal 3 Wochen Funkstille bis wir uns auf nem Konzert getroffen haben. Er sah wirklich richtig schlecht aus, was mir auch einige andere bestätigt haben. Ne Bekannte erzählte mir dann, dass er sich schon einsam fühlen würde alleine im Haus. Haben an dem Abend auch kurz miteinander gesprochen wo er meistens was gefragt hat und ich nur kurz geantwortet hab bis ich in dann stehen gelassen hab.

Ein paar Tage danach habe ich erfahren dass er jetzt mit dem Mädel mit der er 4 Tage nach seinem Zusammenbruch rumgemacht hat zusammen ist!! Also 2 Monate nach unserer Trennung ne Neue. Das Ganze ist jetzt 3 Monate her.

Wie seht ihr die Sache? Glaubt ihr dass er mich wirklich einfach nicht mehr liebt und seine Gefühle für mich verloren hat und jetzt glücklich mit seinem neuen Leben mit der Neuen ist? Würde mich wirklich freuen über ehrliche und objektive Antworten. Sorry dass der Text so lang geworden ist Sad

Bin auch 3 Monate später immer noch sehr traurig weil er mir einfach unglaublich fehlt und ich nicht weiß was ich von der Geschichte halten soll...

Lina

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Re: Trennung nach Tod der Mutter

Beitrag  espero am Fr Okt 21, 2011 10:39 pm

Hallo Lina,

... willkommen sollte ich nicht wünschen, denn dazu sind die Anlässe die uns hier versammeln lassen einfach zu traurig.... und ich habe für dich eine Gute und mehrere schlechte Nachrichten..... ich fange mal mit der guten an....

Ob die neue "Beziehung" lange hält, wage ich zu bezweifeln...... Männer lenken sich so sehr oft nur ab. Er hat euere Beziehung und den Tod der Mutter wahrscheinlich noch gar nicht richtig verarbeitet und sucht jetzt "ETWAS" was ihn über sein Kummer hinweghilft..... und nun die schlechten Nachrichten.....

... du weißt nicht wie eng die "Neue" sich an ihn bindet, du weißt nicht wie eng ER sich an sie bindet ..... SIE gibt ihm jetzt das Gefühl der Geborgenheit, der Abwechslung, des Vergessens seines Kummers etc. ...... dafür wird er ihr dankbar sein..... im schlimmsten Fall wird er Dankbarkeit mit Liebe verwechseln und es kann sehr, sehr lange dauern bis er sich einmal wieder von ihr lösen kann.

... jetzt im Moment hast du eh die schlechtesten Karten die du haben kannst..... nämlich die Hand voller Luschen..... SIE hat die Asse im Ärmel und wird sie ausspielen. Er wird aber nicht bemerken das sie dabei eventuell falsch spielt.

... also..... was bleibt dir übrig wenn du gegen einen Spieler nicht bestehen kannst? .... nur zwei Dinge..... entweder du spielst weiter und verlierst ALLES ..... deinen Stolz, deine Würde, und dich selbst ...... oder du steigst aus dem Spiel aus und bewahrst di wenigstens Würde und Stolz....

... fast alle hier haben den Fehler gemacht und sind dem/der Ex hinterhergerannt, Briefe, Mails etc..... fast alle hier waren der Meinung sie müssten die/den Ex zurückerobern.... und sind kläglich gescheitert. Anders wird ein Schuh draus, aber dazu bedarf es von unseren Exen den sogenannten Arsch in der Hose ..... unsere Exen haben uns verlassen. Wir können ihnen lediglich signalisieren das wir an einem Neubeginn interessiert sind, doch tun dafür müssen unsere Exen etwas, denn sie waren die Verlasser. Das zu verstehen ist nicht schwer.... es in die Tat umzusetzten um so mehr!

... zieh dich zurück ..... jede Kontaktaufnahme deinerseits würde ihn jetzt nur noch weiter von dir entfernen..... denn im Moment (glaubt) er glücklich zu sein..... dagegen hast du keine Chance. Konntaktiert er dich, sei nett und höflich, denn schließlich habt ihr euch ja mal geliebt, geh aber nicht davon aus das er dir irgendwann mal wieder um den Hals fällt.... vllt. noch Tränen in den Augen und dich um Verzeihung bittet... das gibt es nur in "Schnulzenfilmen"

... schütze dich selbst! Denn DU bist verantwortlich für DICH! ..... Lass deine Trauer wirken.... das gehört zur Bewätigung dazu.... aber gib dich nicht auf! Nur du alleine entscheidest für dich wie lange du bereit bist ihn im Falle eines Falles zurückzunehmen ...... aber wie gesagt.... ER muss etwas tun dafür.... du bist der Preis.....

.. Ich werde dir nicht viel geholfen haben, denn wenn ich den Satz oder die Worte kennen würde um einen/eine Ex zurückzuholen, hätte ich sie schon vor 15 Monaten angewendet......... ich habe sie leider nicht.....

Kopf hoch, denn wir sitzen im Moment so tief in der Sch*** das wir drin ersaufen wenn wir ihn hängen lassen.....
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Re: Trennung nach Tod der Mutter

Beitrag  Lina am Sa Okt 22, 2011 4:21 pm

Danke für deine Antwort.

Also ich seh es im Grunde genauso wie du. Bin aber glaube ich schon ein Stück weiter. Bin ihm von Anfang an nicht hinterher gelaufen. Es war meine Entscheidung auf Abstand zu gehen und habe ihm auch gesagt dass ich keinen Kontakt möchte. Da sagte er schon dass er beeindruckt ist von mir. Haben sonst nur Kontakt gehabt um etwas wegen Auszug und Sachen zu klären. Sonst nicht. Ich wusste dass Abstand unsere einzige Chance ist. Er sagte wohl kurz nach der Trennung auch zu seiner Schwester dass er mich vermisst.

Mein Problem ist einfach dass ich ihm nicht glauben kann. Wie soll man jemandem glauben der vorgibt einen nicht mehr zu lieben ubd dann den Satz "Ich liebe dich nicht mehr" nicht aussprechen kann. Und es gibt noch viele solcher Situationen wo er sich einfach anders hätte verhalten müssen damit uch ihm das glauben kann. Und das liegt nicht daran dass ich ihm nur nicht glauben will. Finde wirklich keine Ruhe weil ich immer und immer wieder drüber nachdenken muss weil er mich mit einem Berg voller offener Fragen zurück gelassen hat.

Ich weiß dass ich die Situation wie sie jetzt ist akzeptieren muss und das versuche ich auch, aber es ist wirklich schwer unter den Umständen zu akzeptieren dass es für immer vorbei sein soll.

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Re: Trennung nach Tod der Mutter

Beitrag  Lina am Do Okt 27, 2011 6:04 pm

Hat sonst keine mehr eine Antwort für mich?

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