Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

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Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Blumenwiese am So Feb 13, 2011 3:48 pm

Hallo,

ich lese schon seit ein paar Wochen hier mit und möchte jetzt doch nach langem Zögern meine Geschichte hier loswerden.

Ich bin seit seit vielen Jahren verheiratet. Wir waren blutjung bei der Hochzeit. Es war die ganz große Liebe. Wir haben keine Kinder.

Vor genau zwei Jahren, gestand er mir nun eine Affäre. Er hatte sich seit Dezember dramatisch verändert, was ich aber auf berufliche Probleme und seinen kranken Vater schob. Sein Vater ist mittlerweile verstorben. Er bat mich aber bei seinem Geständnis gleich um Vergebung und wollte unbedingt, dass ich ihn nicht verlasse. Ich war unter Schock und hab erstmal gesagt, er solle mit der Anderen erst Schluß machen und dann werden wir weitersehen, wie es mit uns weitergeht. Hat er dann auch gemacht, nur nach drei Tagen ging die Sache weiter. Ich hab ihn dann in meiner Wut und Verzweiflung aus unserem gemeinsamen Haus rausgeschmissen. Er ist erstmal in eine Pension gezogen. Nach ein paar Wochen ist mein Mann dann in eine kleine Wohnung gezogen. Dort lebt er heute noch. So, dann ging die Hölle für mich los. Er machte bestimmt 5 mal mit der Anderen Schluß. Ich weiß das, weil sie mich immer wieder anrief und wüst beschimpfte und mir Einzelheiten erzählen wollte um ihn bei mir unmöglich zu machen. Ich hab, nachdem ich erkannte, dass es keinen Sinn hatte vernüftig mit dieser Frau zu reden einfach immer aufgelegt. Er wollte immer zurück zu mir, hat es aber nicht geschafft von der Anderen loszukommen. Und ich blöde Kuh, hab ihm immer wieder gesagt, wie sehr ich ihn immer noch liebe und er solle doch an all das Wunderbare in unseren gemeinsamen Jahren denken. Er sagte immer, es liegt nicht an mir, es liegt an ihm. Er wolle jetzt ein anderes Leben!!!! Das mit uns war wunderbar, aber jetzt ist alles anders.
Vor einem Jahr war aber dann endgültig Schluß mit ihr (weiß ich sicher) und er sagte, er kommt ganz bestimmt zurück. Er brauche jetzt aber noch Zeit für sich, um das Alles zu verarbeiten. Er sei sehr angeschlagen durch das ganze. Ich hab das akzeptiert. Wir haben uns dann sieben Monate (Januar bis August) nicht gesehen. Wir hatten aber eMail Kontakt und ein paar kurze Telefonate. Zudem hatte ich laufend Kontakt zu seiner Mutter, die mich wie eine Tochter liebt. Er wußte also immer, dass ich auf ihn warte. Ab August 2010 gab´s dann auch wieder persönlichen Kontakt und wir näherten uns ganz langsam wieder an. Weihnachten war er drei Stunden hier und wir haben so gefeiert wie die Jahre zuvor. Ich hab ihm auch noch Konzertkarten für ein Rockkonzert im Sommer geschenkt (zwei Karte, für ihn und mich!!!). Silvester hat er dann angeblich mit Motorradkumpels verbracht. Und ab Weihnachten hab ich gemerkt, dass er sich zurückzuziehen beginnt. Die tägliche Anrufe blieben aus, die eMails wurden unpersönlicher. Er kam nicht vorbei, hatte soviel Arbeit...

Im Januar war er kurz da und eröffnete mir, dass er eine Andere kennengelernt habe und dass er auf keinem Fall, egal ob mit oder ohne neue Beziehung zu mir zurückommen würde. Peng! Schuß ins Herz. Keine Erklärung, gar nichts. Dann haute er ab, weil er gar keine Zeit habe und wir würden später nochmal drüber sprechen. Bis heute kein Lebenszeichen mehr von ihm. Er ließ mich einfach so stehen.
Ich hab dann noch seiner Mutter Bescheid gesagt und mich von ihr verabschiedet. Sie hatte nämlich in den zwei Jahren alles versucht, um uns wieder zusammen zu bringen. Und ich wollte jetzt einfach gar nichts mehr von ihm hören, auch nicht durch seine Mutter. Ich befinde mich jetzt also in der vierten Woche KS. Ich hatte am Anfang auch noch ganz viel Hoffnung, dass er, wenn er merkt dass ich jetzt nicht mehr dasitze und auf ihn warte und für alles Verständnis habe doch aufwachen wird.  

Ich habe natürlich die letzte zwei Jahre genutzt, um alles zu hinterfragen. Habe 100 Beziehungsbücher gelesen. Bin beim Psychologen in Beratung. Ich weiß jetzt, dass mein Anteil an der ganzen Geschichte das Klammern ist. Er war einfach mein Lebensmittelpunkt. Das hat er ja auch vor zwei Jahren so gesagt: Ich will nicht mehr dein Guru sein!
Ich mach jetzt schon sehr viel für mich selbst. Das Alleinsein macht mir auch nicht mehr soviel aus. Ich komm auch super damit klar, dass ich nichts von ihm höre. Das tut mir sogar gut.

Eins ist noch sehr wichtig: das Ganze hatten wir vor Jahren schon einmal. Eine Affäre mit dem hin und her, mal sie, mal ich. Getrennt gelebt für ein paar Wochen dann wieder zusammen. Es ging damals über ein halbes Jahr und erst nachdem er mich aus unserem Haus geschmissen hatte und ich bei einer Schwester Unterschlupf fand die mich total gegen ihn abschottete, wollte er mich unbedingt zurück. Er schrieb mir damals Liebesbriefe und schickte Blumen. Kratzte an der Tür. Zwei Monate hab ich ihn damals schmoren lassen, dann ging ich zurück. Es war am Anfang schwierig aber nach einem Jahr war alles wieder gut und wir machten weiter wie vorher. Ein Riesenfehler wie ich heute weiß. Er war nämlich nach diesem Jahr wieder mein Mittelpunkt! Es mußte also zwangsläufig wieder in die Katastrophe führen.

Ich habe irgendwie immer noch Hoffnung für uns. Ich liebe ihn immer noch. Aber ich weiß nicht mehr, was er in mir sieht.

Bitte schreibt mir eure Einschätzung
Ich hoffe es ist nicht zu lang geworden.

Danke
Blume


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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Bine am So Feb 13, 2011 7:53 pm

Hallo Blumenwiese,

sicher bin ich eine denkbar schlechte Ratgeberin....

Mein Mann hat mich vor 5 oder 6 (oder weiß ich wieviel Monaten genau) wegen einer anderen verlassen. Ausgezogen ist er Anfang Oktober. Die Neue ist eine Internetfernbeziehung. Sie ist wohl (auch noch???) gebunden. Na, meiner ist ja nun frei... Zwischen uns ist aber außer der eigenen Wohnung (und die auch nur möbliert mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit) nichts geklärt und ich muss mich ständig fragen lassen (von meinen Freundinnen, die es wirklich gut mit mir meinen), wie lange ich das denn noch so mitmachen möchte.

Ich weiß es nicht. Ich weiß, er ist weg und verfolgt andere Ziele, ich liebe ihn noch und werde wohl nicht den endgültigen Schritt einleiten. So viel zu meinen "Qualitäten" als Ratgeberin.

Aber ich fürchte, bei Dir sieht es nicht gut aus. Nicht, dass es nicht sein könnte, dass er noch mal zurückkommt, nachdem wieder eine Beziehung gescheitert ist. Aber möchtest Du das? Mir scheint, Du hast an Dir gearbeitet und Deine Fehler erkannt.

Ich lese aber nichts von seinen Einsichten in seine Fehler oder seine Bemühungen um Dich. Ich fürchte, er hat sich nicht geändert und wird sich nicht ändern. Mit immer neuen Beziehungen (zu Dir, zu einer Anderen, zu Dir, zu noch einer Anderen), versucht er, ein neues Leben anzufangen, sich abzulenken, sich neu zu erfinden. Das wird ihn aber wahrscheinlich nur dazu bringen, sich im Kreis zu drehen, ohne an seinen Fehlern (ein paar hatt er doch sicher auch, oder? ;-)) zu arbeiten.

Also würde ich mich an Deiner Stelle langsam mal fragen, was Du überhaupt mit ihm noch anfangen willst. Du willst doch nicht immer wieder das Gleiche erleben müssen?!

Ich sage nicht, dass er nicht vielleicht mal wieder auf der Matte steht, aber die Frage ist, ob Du das weiter mitmachen musst. Nable Dich ab!!! Lebe ohne ihn und das Warten auf ihn!!! Lass ihn los!!! Dir wird es besser gehen, wenn Du nicht mehr Warten und Bangen musst. Auch wenn Du das jetzt noch nicht glaubst. Und er wird vielleicht, vielleicht, irgendwann mal so wach, dass er in der Lage ist, an sich zu arbeiten. Und zu erkennen, was er verloren hat. Vielleicht, kommt er dann. Und vielleicht weißt Du dann schon nicht mehr, was Du mit ihm sollst....

Keiner weiß, was die Zukunft bringt. Aber Du kannst nicht auf irgendetwas warten. Fang an Dein Leben zu leben!!!

Ich hoffe, dass ich das für mich auch irgendwann kann....

Liebe Grüße
Bine
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Blumenwiese am So Feb 13, 2011 8:30 pm

Hallo Bine,
vielen Dank für deine Meinung. Ich freue mich, dass jemand meine Geschichte gelesen hat und mir antwortet.

Du hast Recht. Natürlich hat er Fehler. Aber ich habe ihn mit seinen Fehlern geliebt. Sonst wären wir ja auch nicht so lange zusammen gewesen. Ich habe ja auch meine Fehler (die ich teilweise jetzt erst erkannt habe) und er hat mich ja auch mit meinen Fehlern geliebt. Jetzt liebt er mich offensichtlich nicht mehr und es tut nur weh. Ich denke auch, dass er an sich nicht gearbeitet hat. Ich habe so gehofft, dass er die Auszeit dafür nutzen würde und uns eine 3. Chance geben würde, so wie ich ja auch. Wir haben wirklich beide viele Fehler gemacht.
Wir waren uns auch einig, dass es nur einen kompleten Neuanfang geben könnte und keinesfalls ein Zurück. Es sah alles so gut aus bis Ende Dezember. Ich weiß nicht, was geschehen ist, ich bin ratlos. Er wollte wirklich zurück. Davon bin ich überzeugt.

Was du mir sagst, sagen mir ja alle. Was will ich noch mit so einem Mann, der anscheinend nicht weiß, was er wirklich will. Aber da sind natürlich tausend Erinnerungen an den anderen Mann, der er ja auch ist. An den Mann, in den ich mich als  junges Mädchen unsterblich verliebt habe und er sich in mich. Er war mein erster und einziger Mann! Ich war seine erste feste Freundin. Es war sowas Ausschließliches in unserer Beziehung. Das hat er natürlich vor Jahren schon zerstört. Aber damals dachte ich, er hätte das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Wir haben natürlich viel zu jung geheirtatet. Ich dachte es wäre seine Midlifecrisis.

Und jetzt das ganze nochmal! Jetzt erst habe ich erkannt, welche Fehler ich gemacht habe. Eben mich vollkommen aufgegeben. Er war der Mittelpunkt. Ich habe mein ganzes Leben auf ihn ausgerichtet. Auch nach dem ersten Bruch wieder. Einfach weil ich dachte, das wäre richtig so. Ich hab mich doch selber gar nicht gekannt.

Ich weiß jetzt nur eines. Ich werde mich komplett zurückziehen. Ich werde ihm seine Sachen zukommen lassen. Er hat ja alles bei mir gelassen. Er hat nur das Nötigste mitgenommen.

Sowas ist er von mir nicht gewohnt. Ich war immer die Brave, Liebe, Geduldige.
Ich bin jetzt erstmal weg. Er erfährt von mir gar nichts mehr. Wenn seine Mutter anruft, was sie leider immer wieder versucht, geh ich nicht ans Telefon. Es tut mir zwar unendlich leid, aber ich hab es ihr erklärt, dass es mir nicht gut tut, wenn ich irgendetwas von ihm erfahre. Selbst wenn wir nur über mich reden, läßt es sich nicht vermeiden, dass irgendetwas von mir zu ihm durchsickert oder umgkehrt. Und das will ich nicht. Ich wünschte, ich könnte einfach abhaun. Geht aber nicht. Hab ja meinen Job hier.

LG
Blume


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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Blumenwiese am Mo Feb 14, 2011 3:33 pm

Hallo,

ich wende mich jetzt mal an die Männer in diesem Forum. Am Besten die etwas reiferen Exemplare (so um die Mitte 40 bis Mitte 50). Könntet ihr mir aus männlicher Sicht erklären, was in einem Mann vor sich geht, der sich so verhält wie mein Mann?
Also er hat in meinen Augen wirklich ein Superleben geführt, jedes Auto das er haben wollte hat er gehabt, Motorräder, Superreisen um die halbe Welt, keine finanzellen Sorgen.

Meine Vermutung und die meiner Freundinnen ist, dass er in mir ein Möbelstück sieht, das er jetzt halt grad mal wieder in die Ecke stellt und evtl. wenn es ihm  genehm ist irgendwann ja wieder herausholen kann. Könnte das tatsächlich so sein? Seht ihr Männer uns Frauen einfach nicht mehr, wenn wir euch zu sehr in Sicherheit wiegen, wenn ihr euch um uns keine Sorgen machen müßt?
Bitte meldet euch und schreibt mir wie es in einem Mann aussieht. Aus meinem Mann ist ja leider keine vernünftige Aussage dazu zu bekommen. Damals sagte er immer nur, er wüßte nicht was passiert sei. Irgendwie sei ein Schalter in seinem Gehirn umgelegt worden und er hätte mich überhaupt nicht mehr gesehen und wollte nur noch ein neues Leben, und dann als ich weg war wurde er Schalter wieder umgelegt und er sah auf einmal, dass ich tollste und wahnsinnigste Frau auf diesem Planeten sei und er nie wieder eine Frau so lieben könnte wie mich und dass uns nichts auf dieser Erde mehr trennen könnte!
LG
Blume


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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Hallole1233 am Mo Feb 14, 2011 6:22 pm

Püü.....also ich bin 44 Jahre alt, und ich schreib jetzt einfach mal meine Gedanken zu der Storry hier auf.
1. Meine Frau z.B. schrieb mir letzes Jahr kurz nach der Trennung, *Ich habe dich bedingungslos geliebt*....toll dachte ich damals, das wünscht sich doch jeder Mann!...und ich A-loch hab´s versemmelt :-(
Heute jedoch denke ich, dass genaiu dieses *bedingungslose * ein Teil davon ist, was zur Trennung geführt hat. Ich sehe meine Ex-Frau heute ganz anders, eigentlich, ganz böse ausgedrückt, eine bemitleidenswerte Frau, ohne Rückrad, ohne eigene Meinung, manipulierbar, sich selbst aufgebend vor lauter Harmoniesucht. Eine Frau ohne Selbstwertgefühl noch Selbstachtung . (Wie gesagt ganz böse ausgedrückt) Wo war die Frau, die ich kennengelernt hatte? Powerfrau die wußte wo´s lang geht? (War sie das überhaupt jemals, oder hab ich mir das nur eingeredet?...anderes Thema)

Was ich damit sagen will: Wo bist du? Wo sind deine eigenen Interessen? Wo ist die Frau die sich durchsetzt? Wo ist die Frau die nicht alles hinnimmt? Wo ist die Powerfrau an der MANN sich die Zähne ausbeist? Wo ist die Frau die abends auch mal alleine weg geht, oder für ein WE? Wo ist die INTERESSANTE Frau? Wo oist die Frau die mit ihren Reizen spielt?.....
Wie gasgt ich kenn nicht die genaue Geschichte.....aber du wolltest ne Meinung von nem Mann.

Das nächste ist, was mir dazu einfällt der Sex. Ich bin nie fremd gegangen oder so´n Scheiß. War immer der Meinung der Sex mit meiner Frau sei gut, war ja befriedigt, haben viel neues ausprobiert, alles wunderbar......naja so dachte ich. Ich hab vor ein paar Wochen eine andere frau kennen gelernt, und ich habe beim Sex zum ersten mal in meinem Leben die Engel singen hören Twisted Evil Da war plötzlich eine ganz andere Art von Sex, härter, lustvoller....möchte hier nicht ins Detai gehn.( Ich hab hier irgendwo mal gelesen *innen sind sie alle rosa!* Stimmt, aber der Sex kann /ist ganz schön unterschiedlich)

Wie gasagt es sind so Gedanken, die mir gekommen sind. Zieh das raus womit du etwas anfangen kannst.

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Hallole1233

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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Blumenwiese am Mo Feb 14, 2011 9:49 pm

Hallo Hallole,

danke für deine männliche Sicht der Dinge.

Punkt 1 leuchtet mir ein. Das ist sicher der Knackpunkt. Ich hab mich absolut an ihn angepasst. Sicher gab´s hin und wieder Abende an denen ich ohne ihn unterwegs war. Mal ein Essen mit Kollegen, mal ein Treffen mit Freundinnen. Auch mal ein WE ohne ihn. Aber wahrscheinlich viel zu wenig. Und die Zähne musste er sich nie an mir ausbeißen. Meine eigenen Interessen kannte ich eigentlich gar nicht. Wie gesagt, war ja auch noch blutjung als wir zusammenkamen. Hab mich nie wirklich entwickelt. So gesehen ist das jetzt auch eine segensreiche Zeit für mich gewesen. Zumindest das letzte Jahr hab ich schwer an mir gearbeitet. Viele Dinge ausprobiert, hab einen Gitarrencrashkurs gemacht, mit Yoga und Qi Gong angefangen, seit heute geh ich künftig jeden Montag mit Freundinnen zum Schwimmen, hab mich ein bißerl in der Esoterikszene rumgetrieben (nicht so mein Ding) usw. Was mir Spaß macht wird beibehalten, was nicht wird abgehakt.
Deine Frau war wie ich, ja ich erkenn mich schon wieder in deiner Aufzählung.
Warum hast du ihr das alles nie gesagt? Dass sie so auf dich wirkt. Wenn mein Mann mir das gesagt hätte, wär ich erstmal explodiert. Aber dann hätt ich sicher mein Hirn eingeschaltet und mal nachgedacht. Und heute weiß ich, genau so war ich auch: harmoniesüchtig, ohne eigene Meinung, manipulierbar, ohne Selbstbewußtsein....

o.k. Die Krise mußte sein. Ich bin daran gewachsen. Nie mehr werde ich so sein. Aber warum um alles in der Welt bleibt man dann nicht zusammen und erneuert seine Beziehung mit dem bisherigen Partner? Warum müssen immer alle weglaufen und sich einen Neuen suchen? Das ist doch Quatsch. Jetzt könnten wir doch voll durchstarten. ER müßte natürlich auch an seinen Fehlern arbeiten, aber das ist jetzt ein anderes Thema.

Punkt 2: Der Sex
Auch bei uns war da alles Bestens. Für mich auf alle Fälle und ich möchte doch behaupten, dass er es ebenfalls genossen hat.
Es ist doch ganz klar, dass der Sex mit einem neuen Partner anders ist. Ich kann da zwar nicht mitreden, weil ich nur mit meinem Mann zusammen war, aber das ist ja kein Geheimnis. Schlaf du mal die nächsten zwei Jahre ausschließlich mit deiner neuen Partnerin und dann schaun wir mal, ob es immer noch so toll und aufregend ist (wenn´s überhaupt solange dauert bis Routine einkehrt). Nein!!!!!! Es ist auch wieder ganz befriedigend und wunderbar, wie mit deiner Frau. Dann brauchst du wieder eine Neue und das geht dann immer schneller. Und außerdem, wer sagt denn dass deine Frau nicht auch grad ganz anderen Sex mit ihrem Neuen hat, härter und lustvoller als mit dir (sorry, aber ich hab ne Wut auf dieses Partnerhopping). Warum hast du denn nicht den Sex mit deiner Frau mal anders gestaltet? Warum müssen immer erst Beziehungen kaputt gehen, damit sich was ändern kann? Warum ändern wir nicht unsere Beziehungen in denen wir gerade sind?
Oh Mann, ich hab so eine Wut auf meinen Ollen.

Also nix für Ungut. Hoffentlich melden sich noch ein paar Männer mit ihrer Sicht der Dinge.

Hallole, sei nicht böse. Ist nicht gegen dich. Aber ich könnt grad Amoklaufen. Man schmeißt doch nicht einfach alles weg ohne wenigstens dem Anderen mal gesagt zu haben, was schiefläuft.

LG
Blume



Zuletzt von Blumenwiese am Do Aug 30, 2012 8:42 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Privatsphäre)
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  clara am Mo Feb 14, 2011 10:26 pm

Liebe Blume

Auch wenn ich kein Mann bin möchte ich Dir trotzdem etwas schreiben,... naja, das Alter passt mit ein bisschen gutem Willen zumindest,... Very Happy

Mich erinnert Deine Geschichte sehr an meine eigene,... dieses "an" und "ausschalten" der Beziehung, häufig nicht zu wissen was daraus wird und dennoch der nahezu unüberwindbare Glauben mit dem geliebten Menschen zusammen zu gehören. Die Trennungen als nur kleine Auszeiten zu sehen und ganz sicher zu sein eines Tages den gemeinsamen Lebensweg weiterzugehen. Puh, zumindest was mich betrifft eine fatale Fehleinschätzung... Laughing

Du schreibst sehr viel von Ihm,.... Blume, aber wie geht es Dir? Was er gerne macht weiss ich, sind das aber auch Deine Interessen oder hast Du alles ihm zuliebe getan? Welche der Aktivitäten kommen von Dir? Mir klingt das alles so, wie wenn er lenkt und denkt und Du mitläufst.

Weisst Du, vielleicht steht er irgendwann tatsächlich wieder auf der Matte wie Bine so schön schreibt, aber Du wirst Dich nie wieder so sicher und geborgen in der Beziehung fühlen wie mit 18. Natürlich, machst Du Dir viele Gedanken warum, weshalb und wieso hat er dies und jenes gesagt und getan. Aber am Ende musst Du jetzt ersteinmal mit Dir alleine klar kommen und Dein Ich stärken. Und wer weiss, was dann noch alles passieren wird.

Ich drück Dich!
Clara


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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Blumenwiese am Mo Feb 14, 2011 10:51 pm

Liebe Clara,

du hast vollkommen Recht. Er war mein Guru. Ich habe ihn auf einen Sockel gestellt und gehegt und gepflegt. Er hat sich ja auch um mich gekümmert und es wäre idiotisch jetzt so zu tun, als wäre ich das arme Opfer und er der Bösewicht. Wir haben so eine Art Symbiose gelebt. Ein eingeschworenes Team. Es war ja schön. Darum bin ich jetzt so am Boden. Wenn er ein Schwein gewesen wäre, wäre es jetzt leichter für mich.

Ich stärke jetzt mein Ich so gut ich kann. Hallole hat es auf den Punkt getroffen. Ich weiß, wo mein Anteil an der Geschichte liegt. Ich war keine Persönlichkeit in seinen Augen sondern sein Anhängsel. Ein Inventarstück. Immer da, immer zur Stelle. Keine Zicken, keine Sorgen um mich. Mein Psychologe hat es mir deutlich gesagt: "Sie waren langweilig für ihn!" Das tut weh, aber ich hab´s kapiert.

Und verdammt, jetzt möchte ich eine 2. Chance, nein es ist schon die Dritte

VERDAMMT!!!!!!! Die steht mir zu!!!!
Der Typ soll seinen Arsch herbewegen und dann fangen wir von vorne an. Das kann doch nicht so schwer sein.

Ich weiß, dass ich mich nie mehr so sicher wie am Angang bei ihm fühlen kann. Aber das kann ich ja jetzt mit keinem anderen Mann mehr. Und wenn ich all das mit den Nadines hier lese wird mir ganz schlecht. Ich möchte nicht auch irgendeine Nadine werden, für einen Mann der seiner Ex noch hinterhertrauert.

Glaubt ihr, wir haben noch eine Chance?  

Drücke dich auch
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Hallole1233 am Di Feb 15, 2011 12:04 am

Eine Chance hat jeder, auch wenn sie noch so klein ist. Wenn du tatsächlich deine wunden Punkte erkannt hast, arbeite daran. Ich empfele dir das Buch* Ich lieb dich nicht, wenn du mich liebst* zu lesen. Dir werden sämtliche Lichter aufgehen !
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Blumenwiese am Di Feb 15, 2011 12:17 am

Danke Hallole,

was glaubst du liegt schon griffbereit auf meinem Nachttisch? Richtig!!!!!

Ich les doch schon ein paar Tage hier mit und hab´s mir natürlich gleich aus der Bücherei geholt. Bin schon sehr gespannt.

Was mir auch viel gebracht hat waren die Bücher von der Zurhorst "Liebe die selbst und es ist egal, wen du heiratest" und "Liebe dich selbst und freu dich auf die nächste Krise".
Darin seht auch ganz klar, dass es in den seltensten Fällen wirklich nötig ist eine Beziehung zu beenden (es gibt natürlich solche Fälle wo es wirklich besser ist) sondern, wenn einer der Partner mutig vorangeht und sein Leben in die Hand nimmt, und vom Anderen erstmal völlig loslässt, kann man die Beziehung retten.
Es geht also immer auf´s Gleiche hinaus. Wir müssen den Anderen erstmal loslassen und uns nur um unser Leben kümmern. Unsere Schattenseiten transformieren. Meist ist da noch ganz viel Altes aus der Kindheit mitdrin, was verarbeitet werden muß. Aber es ist möglich, eine Beziehung zu retten. Und das gibt mir Hoffnung.
Darum war ich so froh, dass er sich wieder angenähert hat die letzten Monate. Was jetzt passiert ist, weiß ich nicht genau. Ich fürchte aber, ich habe nicht wirklich losgelassen, sondern wie ich schon geschrieben habe, alle meine Veränderungen nur im Hinblick auf ihn gemacht. Das war fatal.
Jetzt gilt es wirklich nur noch mein Leben zu leben.

So jetzt auf zu meinem Buch

Eine gute Nacht wünsch ich allen
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Bine am Di Feb 15, 2011 1:20 am

Hallo Blume,

ich bin auch ein Feind vom "Beziehungshopping". Ich finde, dass es bequem ist, bei Problemen den "alten" Partner gegen einen neuen einzutauschen. Oh ja, fühlt sich erstmal ganz toll und richtig an. Aber sehr wahrscheinlich hat man damit sein Grundproblem nicht gelöst, sondern nur ausgeblendet. Bis es wieder hoch kommt. Macht ja nix, gibt es wieder ein neues Exemplar.

Ich glaube, dass Veränderung nie ohne Druck oder Schmerz passiert. Lernen ist ja auch anstrengend. Aber es lohnt sich. Wenn man einen Partner an seiner Seite hat, mit dem man sich ergänzt und austauscht, in Liebe, dann sollte es gelingen, sich langsam zu entwickeln. Durch den Spiegel des Partners zu einem besseren Menschen zu werden. Für sich und den Partner. Im Wechselspiel. Sicher erfordert das Mut sich auch Unbequemes zu sagen, Mut auch Unbequemes zu hören und Mut zur Veränderung. Und nicht immer fliegt einem das direkt zu.

Deshalb denke ich auch, dass es sich lohnt, um eine Partnerschaft zu kämpfen. Damit die Beziehung besser wird. Man selbst besser werden kann. Die Liebe tiefer wird. Man lernt das nicht einfach so. Leider nur durch Krisen. Und deshalb lohnt es, sich da durchzukämpfen.

Beziehungshopping. Ist ein bißchen wie auswandern. Da nehme ich mich auch immer mit. Und meine Probleme werden im neuen Land nicht einfach weggeblasen sein. Ich muss bereit sein, etwas zu tun, um das Glück zu finden.

Liebe Grüße
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Blumenwiese am Di Feb 15, 2011 9:34 am

Hallo Bine,

genau das ist der Punkt. Trennung ist keine Lösung. Man tauscht nur den Informanten für seine Probleme aus. Über kurz  oder lang holen die einen aber wieder ein. Darum ist diese Zeit des Schmerzes so wichtig für uns Verlassene. Wenn wir es richtig machen! Nämlich uns nicht gleich mit einem Neuen "trösten" und unsere Fehler fleißig wiederholen. Ich weiß nicht, was in deiner Ehe das Problem war, und es ist immer ein Problem des Paares und nicht unserer Verlassenden, wie wir so gerne glauben. Auch ich habe vor Jahren geglaubt, ER hätte eine Krise, ER sei das Problem. Zwar hat mir schon damals mein damaliger Psychologe gesagt, ich sei eine Krake und klammere zuviel. Aber das Ausmaß des Problems hab ich nicht erkannt. Dazu war die Trennung damals zu kurz. Im Grunde haben wir die letzten Jahre genauso weitergemacht, wie die Jahre davor.

Man sieht ja auch am Beispiel meines Mannes, dass es nicht um die neuen Gespielinen an seiner Seite geht. Die sind austauschbar. Es geht um ihn und mich!

Ich bin jetzt richtig befreit, seit er mir gesagt hat, er kommt auf keinem Fall zurück. Und ich bin froh, dass er es so brutal gemacht hat. Jetzt hab ich genug Wut, um mich endlich zu bewegen. Jetzt bin ich dran! Ich bin jetzt mein Mittelpunkt. Er hat sich endgültig von seinem Sockel gestoßen. Gott sei Dank!

Ich kann nur allen Verzweifelten hier raten, laßt eure Partner gehen, laßt sie los!!! Die meisten schlimmen Verletzungen fügen wir uns doch selbst zu durch unser hinterherlaufen, unser betteln, unser nicht wahrhaben wollen. Wenn noch Liebe da ist, bei unseren "Exen" dann kommt die von selber wieder zurück und die "Exen" verlieren nicht den Respekt vor uns, im Gegenteil!

Ich hab ja auch alles falsch gemacht, aber die letzten zwei Jahre haben mir viel gebracht und ich weiß heute, hätte ich mich gleich mit einem Anderen getröstet, dann ware halt der XY mein Mittelpunkt geworden und ich hätte nach kurzer Zeit mein Leben nach ihm ausgerichtet und mich an ihn geklammert. Also bleibt erstmal bei euch und lernt euch selbst erstmal kennen und lieben. Dann kommt die Liebe auch wieder in euer Leben, ob in Form des alten oder eines neuen Partners. Wer weiß das schon.  

Also die Krise sollten wir für uns nützen und heute bin ich sogar froh darüber. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass auch mein Mann irgendwann merken wird, dass ihn das, was er da treibt nicht glücklich macht.

Wenn wir zusammengehören, dann kommen wir auch wieder zusammen. Daran glaube ich ganz fest.

LG
Blume


Zuletzt von Blumenwiese am So Jan 12, 2014 9:02 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Privatsphäre)
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Bine am Di Feb 15, 2011 10:22 am

Hallo Blume,

das hast Du so schön geschrieben!!! Du hast völlig recht!!! Ich sehe das genauso wie Du!!!
So wie du es geschrieben hast, kann ich das auch hinter meinen Spiegel klemmen.

Und ich bin auf dem Weg unterwegs... Ich habe ihn gehen lassen. In Liebe. Das habe ich getan. Und ich kämpfe um mich. Was mit ihm wird, das weiß weder er noch ich. Aber was ich weiß ist, dass ich wieder zu mir möchte und wieder glücklich sein möchte. Mit ihm oder ohne ihn.

Liebe Grüße
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  anki am Di Feb 15, 2011 10:40 am

...das ist alles schön und gut..aber wenn das alles vor 11 Jahren schon einmal passiert...und du ihn damals wieder zurückgenommen hast..dann wird er dass nun wieder machen..denn du nimmst ihn immer wieder zurück..aus lauter Liebe....er springt mit dir um und er macht was er will..und du bist die Dumme...
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Hallole1233 am Di Feb 15, 2011 11:45 am

Meine Gedanken hierzu:
Ich denke auch, dass dieses *Beziehungssopping* keinen Sinn macht. Das beste Beispiel hierzu ist meine Ex-Frau. Sie wurde von ihrem 1. Ehemann verlassen weil er eigentlich keine Kinder wollte. Sie haben zusammen 3 Kinder. Meine Ex hat nach jeder Beziehung nach sehr kurzer Zeit einen Neuen angeschleppt. (Was das in ihren Kindern verursacht hat, weiha, aber ist ein anderes Thema.)
Sie wurde von jedem ihrer Lebensabschnittsgefährten betrogen oder verarscht und belogen.

Soll heißen sie hatte gar keine Gelegenheit über sich oder die Beziehung nach zu denken zu reflektieren etc.
Komischer Weise ist dies nach unserer Trennung nach jetzt 8 Monaten nicht der Fall. Aber Zeit über sich und unsere Ehe großartig nach zu denken hat sie im Moment auch nicht, und will sie vielleicht auch nicht, weil Selbsterkenntniss tut meistens sehr weh.

Es ist richtig, man muß absolut loslassen bevor auch nur Ansatzweise an einen Neustart zu denken ist.

Das komische ist aber, was ich an mir feststelle: Ich kann mir , egal ob mit meiner Ex oder mit einer anderen Frau keine enge Beziehung (zusammen ziehen etc) im Moment absolut nicht vorstellen. Wieder Tag und Nacht aufeinander hängen? Wieder Tag und Nacht alles gemeinbsam machen? Sich irgendwann nichts mehr zu sagen zu haben? Sich Abende lang vor dem fernsehr die Zeit vertreiben?..........Am anfang hatte ich große Angst vor dem Alleinesein.......inzwischen bin ich froh, wenn ich nach Hause komm und meine Ruhe habe. Komisch oder?

Soll heißen, vielleicht gibt es irgendwann einen Neuanfang, wer weiß, aber bei mir sind es ganz andere Voraussetzungen wie damals. Ich will trotzdem das tun worauf ich Lust habe (Hat nichts mit fremdgehen und Sexgeschichten zu tun)....einfach mein Leben leben mit Partner/ Expartnerneuauflage.


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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Gast am Di Feb 15, 2011 11:48 am

Hallo Blume,

ich habe es ähnlich erlebt wie Du.

Meiner hat sich knallhart und plötzlich damals getrennt. Dann hatte er zwei "Beziehungen"
Darüber war ich so sauer und enttäuscht, dass ich ihn irgendwann los ließ.
War aber ein langer, anstrengender Prozess.

Ich habe mir einen neuen Job besorgt, eine neue Wohnung, ein neues Leben....

Jetzt, sind wir wieder zusammen. Nach sieben Monaten Trennung.

Und was ich ganz toll finde ist Dein Satz: Wenn wir zusammen gehören, dann kommen wir auch wieder zusammen.....

Und ich finde es sehr gut, dass Du Deinen Mann vom Podest runtergestoßen hast und Dir Dein eigenes Podest gerade aufbaust.

I love you

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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Blumenwiese am Di Feb 15, 2011 3:58 pm

Hallo,

schön, dass mir soviele antworten!

@ bine
Ja genau, du mußt wieder zu dir zurückfinden und dich lieben lernen. Ich wußte nicht wie schwer das ist. Ich bin immer noch dabei es zu versuchen. Aber jetzt mit Vollgas. Keine Ablenkung durch das auf ihn schielen und warten. Ich wünsche dir, dass du schneller vorankommst als ich.

@ anki
Ich weiß nicht, ob du alle meine Einträge hier gelesen hast zu meiner Geschichte. Der Punkt ist doch der, dass ich damals gar nichts kapiert habe. Ich schrieb ja schon, dass ich damals nur in IHM das Problem gesehen habe. Und ich schrieb auch, dass wir die letzten Jahre so weitergemacht haben, wie die Jahre zuvor. Die Katastrophe war also unausweichlich. Und würde ich ihn jetzt einfach so zurücknehmen, dann wärs in Kürze wieder soweit. Klar.
Aber ich habe die letzten zwei Jahre nicht mit Warten verbracht, sondern erkannt welchen Anteil ICH an der ganzen Geschichte habe! Verstehts du, darum geht es doch letztlich beim Loslassen. Das man alleine weitergeht und schaut, was hat das mit mir zu tun. Ich habe ihn zu Tode geliebt!!! Ich war die Abhängige, er der Unabhängige.
Denkst du, es würde so weitergehn? Nein liebe anki, ich bin jetzt eine ganz andere Frau. Ich liebe ihn immer noch, ja, aber ich brauche ihn nicht mehr. Und das würde er spüren und sehen. Ich habe jetzt mein eigenes Leben. Ich würde mich für keinen Mann mehr so aufgeben, wie ich es getan habe. Freiwillig und völlig unbewußt getan habe.      
Also, könnte er mich gar nicht mehr so behandeln. Würde er auch gar nicht mehr wollen. Ich würde ja nicht mehr an ihm kleben und ihn vergöttern. Es wäre eine völlig andere Beziehung. Nur so kann es fuktionieren.

@ Hallole
Leider machen es halt die meisten so, dass sie nicht über die gescheiterte Beziehung reflektieren. Da ist einfach der Andere Schuld und aus. Und dann kommt der Nächste und man macht wieder seinen alten Stiefel. Und fragt sich auch noch, warum gerate ich immer an die falschen Partner? Wieso wohl?

@ sani  
Das macht mir wieder richtig Mut, was du schreibst. Ich glaube ganz fest an die Liebe. Und wir waren ja immerhin lange Jahre zusammen und es war toll (mit kleiner Unterbrechung). Also, da ist bestimmt auch bei ihm noch ganz viel Liebe für mich. Nur jetzt halt leider total verschüttet. Aber wie gesagt, wenn wir zusammengehören...


   I love you

LG
Blume


Zuletzt von Blumenwiese am So Jan 12, 2014 9:07 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Privatsphäre)
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Gast am Di Feb 15, 2011 4:08 pm

Das mit der verschütteten Liebe kenn ich....

Als wir uns wieder annäherten sagte ich einmal zu ihm, dass unsere Liebe wie eine unter Steinen begrabene Blume ist. Wir haben immer schön Steinchen draufgehauen und nicht bemerkt, dass die Blume immer kraftloser und kleiner wurde und letztendlich ganz und gar unter dem ganzen Steinhaufen begraben war und sichtlich "tot" war.

Aber die Wurzel war noch ganz. Und die Grundversorgung mit Wasser und Erde war auch noch gegeben. Zwar schwach, aber es reichte...... Naja..... Der ganze Steinhaufen muss nach und nach erstmal wieder abgetragen werden. Stein für Stein. Nur so kann die Blume wieder wachsen und gedeihen..... Und man muss sie pflegen, gießen, viel Licht und Sonne...... dann kann sie wieder werden.....

Man sollte sich aber nicht nur auf die Pflege der Blume konzentrieren. Denn das kann sehr anstrengend sein und man vergisst sich selbst dabei. Das eigene eigenständige Leben muss weiter laufen.


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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Blumenwiese am Di Feb 15, 2011 4:14 pm

Hallo Sani,

kann ich deine Geschichte irgenwo hier nachlesen? Ich bin immer froh, wenn es denn doch mal geklappt hat. Seid ihr zwei jetzt wieder richtig zusammen. Also gemeinsame Wohnung und so?

Ach ich freu mich so für dich. Wirklich! Die Liebe ist doch die stärkste Kraft.

Ich muß leider wider los. Brötchen verdienen.

Ich freu mich auf ganz viele Antworten von euch Lieben da draußen!

Blume

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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Gast am Di Feb 15, 2011 4:23 pm

Ja kannst Du. Aber bitte nicht erschrecken, ich war seinerzeit manchmal sehr wirr und ich habe viele Fehler gemacht.... Cool

Such mal den Thrad "Gedanken". Habe meinen Namen allerdings von Sani1976 auf Sani1976 :-) geändert, deswegen ist der Beitrag bissl versteckt unter "Gast"

Wir sind zwar wieder richtig zusammen, aber nicht in einer gemeinsamen Wohnung. Das ist aber manches mal nicht schlecht, denn wenn er bissl nervt, sperr ich ihn einfach aus Cool Cool Cool und verbringe die Zeit für mich Twisted Evil Laughing Laughing

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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  anki am Di Feb 15, 2011 5:34 pm

...also wenn du idh so sehr veränder hast dann ist doch alles vorbereitet....nun denn, ich kann nur sagen, dass ich auch lange brauchte um mir klar zu sein was ich will...aber jetzt wo wir wieder zusammen sind ist es schon schön Wink
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  anki am Di Feb 15, 2011 6:31 pm

sorry hab deine Geschichte mit einer anderen verwechselt , daher fehlte mir ein bisschen was Wink
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  anki am Di Feb 15, 2011 6:38 pm

kurze Zuammenfassung..

du bist verheiratet mit dem Mann? Er hat dir eine Affäre gestanden und er hatte vor 11 Jahren schon mal eine? Soweit alles richtig?

hier ein interessanter Artikel..

Kaum etwas verschafft Menschen so intensive Befriedigung und Lustgefühle wie eine Liebesbeziehung. Doch auch kaum etwas anderes vermag in Menschen auch so schlimme Schmerzen oder unbändige Hass– und Rachegefühle auszulösen wie eine Liebesbeziehung.

Der häufigste Grund für das zweite Gefühlschaos sind die Untreue des Partners, eine gebeichtete oder aufgeflogene Affäre oder ein Seitensprung.

Dass dabei zwischen Wunsch und Wirklichkeit große Lücken klaffen, zeigt eine Studie. Danach wünschen sich 90 Prozent aller Bundesbürger Treue. Doch jeder zweite ist schon einmal fremd gegangen. Und 38 Prozent der Deutschen bezweifeln, dass man überhaupt treu sein kann.

Doch was sind die Gründe dafür?

Manche argumentieren gerne evolutionsbiologisch, nachdem nur drei Prozent der Säugetiere monogam lebten.
Eine Datingagentur hat 7.400 Leser befragt. 43 Prozent von ihnen erklären: “Es ist einfach passiert.”
Eine Detektei benennt aus ihrer langjährigen Erfahrung sogar 55 Gründe — ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Die meisten der angeführten Gründe haben den Vorteil, dass sie die Verantwortung nach außen verlagern. Die Gene, die Situation, der Partner, die Medien usw. Doch wessen Menschenbild über das Reiz-Reaktions-Modell hinausgeht, wird nicht umhin kommen, etwas tiefer nach den Gründen der weit verbreiteten Untreue zu forschen.

Nach meinen langjährigen Erfahrungen als Therapeut mit Einzelnen und Paaren sind es vor allem drei Ursachen.

1. Untreue zur Aufwertung des Selbstwertgefühls
Eine große Anzahl von Männern geht im ersten Jahr nach der Geburt eines Kindes fremd. Die Begründungen klingen ähnlich. Frau ganz mit dem Kind absorbiert. Hat wenig oder gar keine Lust mehr auf Sex. Mann auf dem Betriebsausflug. Und dann ist es passiert.

Die Beteuerung “Es hat nichts mit unserer Beziehung zu tun” stimmt in diesem Fall auch ziemlich, vermag aber die betrogene Partnerin selten besänftigen. Dass Männer oft während des ersten Babyjahres fremdgehen, auch wenn sie sich das Kind sehr gewünscht haben, hat mehr mit der narzisstischen Bedürftigkeit des Untreuen zu tun.

Eine Partnerbeziehung zwischen Erwachsenen ist ja im guten Fall immer eine Mischung aus erwachsenem Einvernehmen und dem angemessenen, gegenseitigem Erfüllen von kindlichen, emotionalen Bedürfnissen.: beachtet werden, bestätigt werden, körperlich berührt werden usw.

Nun fordert all dies der Säugling. Tag und Nacht. Und wenn seine Bedürfnisse nicht sofort erfüllt werden, erfolgt ohrenbetäubendes, ausdauerndes Gebrüll. Da braucht es einen enormen Vorrat an Selbstbeherrschung und eine gut ausgebildete Kränkungsverarbeitung, um solche “Zurücksetzung” nicht persönlich zu nehmen und sich das Ersehnte andernorts zu holen.

Doch Fremdgehen zur Aufwertung des eigenen Selbstgefühls ist nicht auf diese bestimmte Zeiten oder auf Männer beschränkt. Wer aus welchen Gründen auch immer an seiner Attraktivität zweifelt, kann auf die Idee kommen, seinen “Marktwert zu testen.” Zuweilen ist es auch eine Mischung aus Rache und dem Wunsch nach Bestätigung, wenn betrogene Partner ihrerseits fremdgehen. Bisweilen in der merkantilen Logik, dass man jetzt auch eine “Sünde” gut habe.

2. Untreue als Angst vor Nähe
Das ist ein häufiges Muster, dem ich in meiner Praxis bei Männern und Frauen begegne. Die Beziehung ist gut — aber nach einer bestimmten Zeit geht der Betreffende fremd. Manche sind darüber verunsichert, ja sogar bestürzt, weil sie andererseits ihren Partner lieben und gar keine Absichten sich zu trennen hegen.

Die meisten Menschen wünschen sich eine harmonische Beziehung. Doch da eine erwachsene Partnerbeziehung auch immer von den kindlichen Beziehungserfahrungen geprägt ist, kann die Erfüllung des Wunsches nach Harmonie auch Ausbruchsversuche begünstigen. Denn der ersehnte Gleichklang kommt einher mit einer erlebten Abhängigkeit vom anderen.

Wer befreit aufatmet, wenn der Partner mal einen Abend alleine weggeht, hat vielleicht im Zusammensein schon zu viele Kompromisse gemacht oder unterwirft sich dem als größer und machtvoll erlebten Partner. Die Zweisamkeit wird mit der Zeit zur erdrückenden Nähe.

“Mit wem ich mich so gut fühle, der hat Macht über mich,” ist die unbewusst auftauchende Angst des kindlichen Teils des Erwachsenen. Kann diese Angst nicht erkannt oder kommuniziert werden, drängt es den Betreffenden dazu, diese Angst vor zu viel Nähe anderweitig zu regulieren.

Und ein Seitensprung, für dessen Aufdeckung oft derjenige auch noch durch “vergessene” Hotelrechnungen im Jackett oder schlechte Alibis sorgt, verspricht vorhersagbar großen Abstand in der Partnerschaft.

3. Untreue als Flucht aus einer unglücklichen Partnerschaft
Nach dem 2. Satz der Thermodynamik wird alles von alleine schlechter. Der Keller füllt sich von allein mit Kram. Der Garten verwildert. Und auch gute Ehen werden von alleine schlechter.

Der normale Alltag, Kinder, Sorgen und ungelöste Konflikte machen aus der Verliebtheit der ersten Zeit schneller als man wollte eine Beziehung, in der beide mehr nebeneinander leben als miteinander.

Dauert dieser Prozess über Jahre und wird nicht “sortiert und aufgeräumt” (wie im Keller) wird die Beziehung irgendwann zu einer Wohngemeinschaft zum Zwecke der Kinderaufzucht und Hypothekenbildung. Die erlebte Bindung wird eher als Gefängnis oder Gebundensein erlebt denn als lebendiges Verbundensein.

“Wir haben uns auseinander gelebt”, ist dann die Standarderklärung, die etwas Wahres beschreibt. Das Auseinanderdriften wurde zu spät realisiert oder nicht entschlossen genug kommuniziert. Eine Affäre ist dann wie ein Eintauchen in das erfrischende Bad der verloren geglaubten Lebendigkeit.

Schafft es ein Paar nicht, jenseits des Alltags sich immer wieder Zeiten zu organisieren, sich als Mann und Frau, zu erleben und bleiben viele Konflikte ungelöst, legt sich mit der Zeit unweigerlich der Mehltau einer erstarrenden Liebe über die beiden.

So ist es auch zu verstehen, dass immer mehr Frauen jenseits der vierzig sich einen Geliebten suchen und den Partner nach einiger Zeit auch verlassen. Die aktive Elternzeit neigt sich dem Ende zu und beim Blick auf den Zustand der Partnerschaft wenden sich viele Frauen ab mit Grausen hin zu jemand Erfreulicherem.

Wohingegen Männer eher dazu tendieren, Dreiecksbeziehungen über lange Zeit geheim und aufrechtzuerhalten. Sie wollen sich nicht entscheiden, suchen, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Wie geht man mit Untreue um?
Die gängigste Form ist das Verheimlichen gepaart mit dem Herunterspielen der Bedeutung. “Es war ja nur Sex.” oder “Das hat mit unserer Beziehung überhaupt nichts zu tun.” Wer dies versucht, braucht ein gutes Gedächtnis und eine gehörige Unempfindlichkeit für Schuldgefühle.

Doch den inneren Zwiespalt kann einem keiner abnehmen. Denn meist geht es ja bei einem heimlichen Dreiecksverhältnis um den Versuch, die Polaritäten Bindung und Freisein zu leben. Wem das in der Paarbeziehung nicht gelingt, weil er sich zu wenig abgrenzt, versucht es eben mit zwei Menschen.

Im Modell der “offenen Ehe”, wo Außenbeziehungen generell akzeptiert werden, ist der Versuch, die Bedürfnisse von Sicherheit und Aufregung gleichermaßen zu erfüllen, sichtbar. Mag dies anfangs noch gut gehen, überfordern sich jedoch manche Menschen selbst mit dem Anspruch, eifersuchtslos und wohlwollend auf die neue Flamme des Partners zu schauen.

Es gibt kein Patentrezept für die Liebe.
Jedes Paar muss nach der Verliebtheitsphase seinen eigenen Weg finden, im Zusammensein eine alltagstaugliche und trotzdem lebendige Partnerschaft zu gestalten.

Dazu gehört sicher eine gute Kommunikation und die Bereitschaft, über viele Entscheidungen konstruktiv zu verhandeln. Die Fähigkeit, auch kleine Konflikte möglichst nicht anzuhäufen, sondern zufriedenstellend zu lösen, ist wichtig.

Doch halte ich wenig von Idealen und Beziehungsbauplänen. Das menschliche Zusammenleben ist viel zu komplex, dass man es mit einfachen Tipps in den Griff bekommen könne. Auch der gegenseitige Schwur auf absolute Treue garantiert nicht die innere Lebendigkeit als Paar. Fremdgehen ist nicht per se “böse”, sondern bringt auch oft die vergrabenen Konflikte eines Paares ans Licht.

Partner, die dann von sofortigen Bestrafungs– oder Trennungsreaktionen Abstand halten können und sich mit den eigentlichen Problemen befassen, haben eine ganz gute Prognose als Paar.

Doch Untreue wirkt auch deshalb auf den “Betrogenen” so stark, weil es unbewusst die ungeheure Angst vor Verlassenwerden wachruft. Weniger das Verlassenwerden als Erwachsenen. Das weiß jeder nach einer Weile, dass er das handhaben kann. Sondern es ist das kindliche Entsetzen des frühen Verlassenwerdens durch die Mutter.

Und diese Reaktionen kann man nicht abstellen, sondern nur liebevoll betrachten und in sich bewegen und bearbeiten.


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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Blumenwiese am Di Feb 15, 2011 10:32 pm

Danke liebe anki!

Bei uns ist es eindeutig: 2. Angst vor Nähe

Auch er hat sich so verhalten, dass ich es merken mußte. Damals ein fast offen rumliegender Liebesbrief. Vor zwei Jahren hab ich ihn ca. zwei Wochen vor dem großen Geständnis sogar mit ihr in ihrem Auto gesehen. Aber es war schon dunkel und ich dachte mir nur, der schaut aus wie mein Mann. Aber es war ihr Auto, er saß am Steuer und sie auf dem Beifahrersitz. Mein Gehirn hat das irgendwie nicht zusammenbekommen. Zwei Wochen später war alles klar. Ich muß dazu sagen, wir wohnen in einer Kleinstadt, fast schon Dorf. Die Wahrscheinlichkeit, dass sowas aufkommt ist also mehr als hoch.  
Er wollte, dass ich es weiß!!!!! Er wollte Abstand zu mir. Aber dann, als es ernst wurde, konnte er mich doch nicht loslassen. Ein ewiges hin und her.

Ich bin wirklich gespannt, was passiert wenn jetzt so gar nichts mehr von mir kommt.

Von ihm kam übrigends heute etwas. Nach fast 4 Wochen Funkstille.
Es ist allerdings nur eine formelle Angelegenheit.

LG
Blume


Zuletzt von Blumenwiese am So Jan 12, 2014 9:10 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Privatsphäre)
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

Beitrag  Blumenwiese am Di Feb 15, 2011 10:37 pm

Fremdgehen ist nicht per se “böse”, sondern bringt auch oft die vergrabenen Konflikte eines Paares ans Licht.

Partner, die dann von sofortigen Bestrafungs– oder Trennungsreaktionen Abstand halten können und sich mit den eigentlichen Problemen befassen, haben eine ganz gute Prognose als Paar.


Sag ich doch!!!!
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Re: Seit 2 Jahren getrennt! Hoffnungslos?

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